Donnerstag, 27. Juli 2017
Awin Trend Analyse: Sport- und Sneakerbarometer

Awin Trend Analyse: Sport- und Sneakerbarometer

Das Affiliate Netzwerk Awin (ehemals zanox) ist bekannt für seine regelmäßigen Barometer aus Branchen, die im Affiliate Marketing relevant sind, wie z.B. Travel oder Fashion. Erstmals erstellte Awin nun auch ein Sport- und Sneakerbarometer mit Daten aus dem eigenen Netzwerk. Für das Barometer wertete Awin Daten vieler Advertiser im Zeitraum Oktober 2015 bis Oktober 2016 aus.

Dass die Branche boomt, erkennt man schnell an den aktuellen Umsatzzahlen: Die Deutschen geben jährlich 7,5 Milliarden Euro für Sportartikel aus und Marken wie adidas pushen ihren eigenen Online Shop derzeit extrem (gelesen auf t3n).

Sportbarometer

Im Schnitt kaufen die Sportbegeisterten 1,7 Artikel mit einem durchschnittlichen Warenkorb von 77 Euro nach Abzug von Retouren. Spannend sind die Unterschiede der Warenkörbe bei den unterschiedlichen Publisher-Modellen: So beträgt der durchschnittliche Warenkorb mit 95 Euro bei Gutscheinseiten 18 Euro mehr als der Durchschnitt, was ein Indiz für eine clevere Gutscheinstrategie der Advertiser mit Mindestbestellwerten sein kann. Auffällig waren hierbei oft auch günstige Artikel, die mit im Warenkorb lagen, um den Mindestbestellwert des Gutscheins zu erreichen.

Saisonale Peaks sind im Winter (gute Vorsätze) und Hochsommer (letzter Versuch, die Bikinifigur zu erreichen) zu erkennen. Die meisten Bestellungen am Tag gehen übrigens abends zwischen 20 und 22 Uhr ein.

Interessant sind auch die Geschlechterunterschiede: Bei Gutscheinseiten und Cashback-Portalen liegen hauptsächlich Artikel für Männer im Warenkorb, Frauen lassen sich dafür mehr von Influencern inspirieren.

Sneakerbarometer

Passend zu den guten Vorsätzen zu Beginn des Jahres ist der Januar der sales-stärkste Monat mit 17 % aller Bestellungen des Jahres. Der durchschnittliche Warenkorb bei Sneakern liegt bei 89 Euro. Da es Sneakermodelle oft in mehreren Shops gibt, ist es hier besonders wichtig auf vielen Affiliate-Portalen präsent zu sein um den User nicht an die Konkurrenz zu verlieren.

Im Geschlechtervergleich haben die Frauen die Nasen vorn: 59 % der gekauften Artikel sind Frauenschuhe und nur 41 % Männerschuhe. Wie im allgemeinen Sportbereich lässt sich die Frauenwelt auch hier hauptsächlich von Content-Seiten leiten, Männer sind die größeren Sparer und ziehen Gutschein- und Cashback-Seiten vor.

Wie in allen Bereichen des eCommerce ist auch im Sportbereich ein Anstieg der mobilen Sales zu verzeichnen. Diese sind von 2014 mit 16 % auf 23 % im Jahr 2016 gestiegen (26 % bei Sneakern) und werden sicherlich auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Das führende mobile Endgerät ist dabei das Smartphone mit einem Anteil von 51 % der mobilen Sales.

Empfehlungen

Folgende Schlüsse kann man ziehen und Empfehlungen für Advertiser aussprechen:

  • Saisonalitäten beachten und Aktionen danach richten
  • Bereitstellung mobiler Werbemittel und mobil-optimierter Shop
  • Bereitstellung eines Datenfeeds für Preisvergleicher
  • Kooperation mit Affiliates aus verschiedenen Verticals um alle potienziellen Kunden zu erreichen
  • Strategische Kooperation mit den verschiedenen Publisher-Modellen (Stichwort strategische Zusammenarbeit mit Gutscheinseiten)

Zum übersichtlichen pdf mit den Key Facts geht es hier, den kompletten Report von Awin könnt ihr euch auch zusenden lassen.

In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spaß beim Joggen durch den Park und ein erfolgreiches, sportliches Jahr!

Weiterführende Links:

Wie schneiden Online-Sportshops im SEO-Vergleich ab? Dazu hat die Digital Marketing Agentur xpose360 eine ausführliche Branchen-Analyse durchgeführt.

Über Malte Hannig

Malte Hannig ist Affiliate-Manager bei der xpose360 GmbH. Als begeisterter Backpacking-Reisender betreut der zertifizierte Affiliate Manager Kunden aus den Bereichen Travel und Retail. Im Rahmen seines Studiums der informationsorientierten Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg erwarb er tiefgehende Kenntnisse im Bereich Marketing, insbesondere digitale Medien. Indem er parallel dazu ein Praktikum mit Schwerpunkt cross-mediales Publishing für Verlage absolvierte, als Werkstudent am Aufbau eines Online Shops mitarbeitete und Erfahrungen im Bereich SEO sammelte, konnte er seine Kenntnisse noch erweitern, sodass er heute voll und ganz in der Online Marketing Welt zuhause ist.

Ein Kommentar

  1. Malte: Ganz interessante Beitrag von dir