Samstag, 22. November 2014
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Brandeinbuchung für SEM-Affiliates

Ab dem 14.09.2010 setzt Google eine neue Richtlinie für die Buchung von Keywords in Kraft. Dabei geht es um die Brand-Verwendung von Markennamen, auch wenn der Werbetreibende nicht Inhaber der Marke ist. Google setzt damit eine im März gefallene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs um.

Dies hat natürlich auch große Auswirkungen auf das Affiliate-Marketing, da Affiliates nun wieder die Möglichkeit haben, über Google Adwords auf Brands zu buchen. Doch ganz so einfach wie gedacht, ist es allerdings auch nicht. Denn juristisch gesehen verändert sich wenig, auch wenn die Buchung von fremden Markennamen als Keyword erlaubt ist. Google untersagt nämlich auch weiterhin, einen fremden Markennamen ohne Erlaubnis in den Anzeigentext mit aufzunehmen.

Ausserdem besteht die Gefahr einer Abmahnung, wenn eine Adwords-Anzeige oder eine Affiliate-Landingpage hinter der Anzeige den Konsumenten hinsichtlich der Marke verwirrt.

Konkret bedeutet das, dass z.B. ein Affiliate der TV-Geräte bewerben möchte, zwar “Samsung” als Keyword einbuchen, nicht aber den Werbetext dafür mit aufnehmen darf. Des Weiteren darf er den Konsumenten hinsichtlich der Markenherkunft nicht verwirren. Das ist der Fall, wenn für einen Durchschnitts-User nicht oder nur schwer erkennbar ist, von welchem Unternehmen die in der Anzeige beworbenen Produkte stammen.

Weitere Informationen hierzu gibt es unter:
zeit.de
spiegel.de
Internet World Business
shopanbieter.de

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und der Affiliate TactixX drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

12 Kommentare

  1. Hallo Markus,

    das ist nicht ganz richtig. Es ist nur Unternehmen erlaubt, das Brand eines Mitbewerbers einzubuchen, das in der selben Branche tätig ist. Lufthansa darf z. B. nicht das Keyword Adidas einbuchen und OTTO auch nicht Vodafone. Nike hingegen darf Adidas einbuchen und Lufthansa auch Air France – diese bewegen sich jeweils alle in der selben Branche. Man kann also als Unternehmen auf Keywords bieten, die den Marken anderer Mitbewerber entsprechen, man muss also sozusagen die gleichen Produkte wie Flugtickets, Sportartikel, Schmuck oder was auch immer anbieten.

    Man kann als Affiliate jetzt nicht einfach alle Brands einbuchen, nur weil man eine Seite hat, die z. B. anhand von Produktdaten all diese Marken enthält. Sicher ist es z. B. als Travel-Affiliate mit einem Flugvergleichsportal möglich, die Brands von Airlines einzubuchen, aber eben nur wenn das Handelssegment gleich ist. Das ist ein wichtiger Unterschied ;-)

    Nichtsdestotrotz eine interessante Lockerung der Richtlinien, bin gespannt ob es hier Traffic- und/oder Conversionverschiebungen zwischen diesen Unternehmen geben wird (z. B. doch Adidasschuhe kaufen, obwohl man Nike wollte).

    VG aus Köln!

  2. Wie geil…
    Also, fix mal ein Redaktionelles Portal mit TKP Einnahmen hergenommen und dann via SEM die Reichweite aufwasauchimmer ordern.
    Hat sich das Warten für die Verlage doch gelohnt ;)

    Grüssle Heiko

  3. Hallo Silke,
    woher nimmst Du die konkrete Info?
    Desweiteren bezweifle ich, dass es zu den o.g. Buchungen kommen wird, auch wenn die nur Beispielcharakter haben. Warum sollte man das Keyord “Lufthansa” buchen und den Besucher auf eine Seite schicken, die “Adidas” verkauft? macht wenig Sinn, denn der Klick kostet ja trotzdem, die Qualität des Besuchers geht aber gegen NULL!

  4. @sea: steht alles im Urteil des EuGH. Und man bucht auch Lufthansa und leitet auf eine Seite mit Adidasprodukten, wenn man mit Produktdaten arbeitet und viele verschiedene Produkte auf seiner Website, Shop oder was auch immer anbietet.

    Und ich wollte nur vermeiden, dass manche Affiliates denken, sie können jetzt problemlos Brand Bidding machen und sich dann wundern, dass sie Ärger bekommen (muss nicht sein, aber kann) ;-)

  5. @Silke

    m.E. geht es nicht darum, dass ein Werbetreibender nur auf einen anderen Brand einbuchen darf, wenn er in der selben Branche tätig ist, sondern es geht darum, dass die Konsumenten hinsichtlich der Marke nicht verwirrt werden dürfen.

  6. @Markus: Ich wäre mir nicht so sicher, ob ich als Affiliate ohne Probleme “OTTO” einbuchen darf, nur weil ich eine Affiliateseite mit Shopvergleichen hab…

  7. eben drum, so richtig ändert sich nichts. denke man sollte den bogen nicht unnötig überspannen.

  8. Ich möcht hier nochmal das Thema aufgreifen, weil ich´s glaub immer noch nicht kapiert hab.

    1. Wenn ich als Affiliate Flüge verticke, müsste ich doch jetzt sowohl auf das Key Lufthansa als auch auf das Key Air France buchen dürfen, was ich früher nicht durfte, da mir die Markennamen nicht gehören.

    2. Was ich vermutlich nach wie vor nicht darf, ist Lufthansa buchen und auf eine Air France Seite schicken. Was ich aber sowieso nicht mache, da mir da -wie auch sea schreibt- die Conversions in den Keller rasen.

    3. Könnte mir das wahrscheinlich eh keiner nachweisen, da ich im Zweifelsfall nicht “Lufthansa exact” sondern eben “Fluggesellschaft broad” gebucht habe.

    Oder liege ich hier falsch?

    RobMcKenna