Freitag, 20. Januar 2017

Das Ende von SEM-Brandbidding?

In seinem Inside-SEM-Blog schreibt Google-Mitarbeiter Lennart Paulsen, dass es in Kürze Änderungen bei der Anzeige-URL geben wird.

Er schreibt „Was nicht geht ist die Angabe einer anderen Domain. Wenn ich als Ziel-URL www.lennart.de habe, kann ich nicht als Anzeige-URL www.adwords-lennart.de verwenden. Es mag zwar offensichtlich sein, es wird aber immer wieder getestet, ob nicht doch ab und zu eine Anzeige mit einer anderen Anzeige-URL durchrutscht und die Anzeige geschaltet wird.“Bisher hat das zwar noch funktioniert, aber anscheinend wird sich dies in Kürze ändern. Für Affiliates, die Brandbidding als Geschäftsmodell führen, bedeutet dies in Zukunft, dass dies über Google Adwords nicht mehr möglich sein wird.Das Prinzip dabei war ja, dass als Ziel-URL der Trackinglink über das Affiliate-Netzwerk zu dem Partnerprogramm eingebunden wurde, z.B. www.zanox.com/deeplink (bei Zanox) oder www.webmasterplan.de/deeplink (bei Affilinet) und als Display-URL direkt die Domain des Partnerprogramms angegeben wurde, z.B. www.shop.de

Genau das soll in Zukunft nicht mehr möglich sein. Es soll allerdings eine Ausnahme geben und zwar wenn die Weiterleitungen auf die richtige Domain weiterleiten. Deswegen ist es noch Fraglich, welche Auswirkungen das Ganze nun auf Affiliate-Links haben wird.

Eine Möglichkeit SEM über Affiliate-Marketing zu betreiben bleibt aber auf jeden Fall, auf seine eigene Landingpage zu verlinken und von dort aus das Partnerprogramm zu bewerben.

Zanox hat genau zu diesem Zweck vor Kurzem ein neues Tool auf den Markt gebracht, mit dem Namen Zanox Look@Landingpages

Aktuell:

Wie Lennart von Google nun über die Kommentarfunktion mitgeteilt hat, handelt es sich hier um keine Änderung von Google. Die Richtlinie mit der Anzeige-URL gab es schon immer und wird jetzt nur konsequenter durchgesetzt.

Auf Affiliate-Links wird es keine Auswirkungen haben, da auch Affilate-Links nur Tracking-URLs sind. Wenn eine Tracking-URL wie ad.zanox oder partners.webmasterplan nicht mehr funktionieren sollte, müsste Google auch alle Tracking-Lösungen von Agenturen ablehnen. Sowas ist natürlich nicht im Interesse von Google.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

5 Kommentare

  1. Oder gleich den Umweg via htaccess geht
    RewriteRule http://meinedomain.tld/meintolleraffililink.html http://partners.webmasterplan.com/deeplink

    und schon wars das wieder

  2. >Deswegen ist es noch Fraglich, welche Auswirkungen das Ganze nun auf Affiliate-Links haben wird.

    Warum ist das fraglich? die Antwort auf die Frage hast du dir och selbst im Satz davor gegeben:

    >Es soll allerdings eine Ausnahme geben und zwar wenn die Weiterleitungen auf die richtige Domain weiterleiten.

    Natürlich muss Google diese Ausnahme machen. Warum sollten Sie auf das Geschäft mit Affiliates verzichten? Wäre doch völlig schwachsinnig. Außerdem haben viele Advertiser Ihre Anzeigen auch über externe Tracking-Services wie z.B. etracker laufen. Warum sollte die Google so vor den Kopf stoßen?

  3. @Markus Es handelt sich hier um keine Änderung von Google. Die Richtlinie mit der Anzeige-URL gab es schon immer und wird jetzt nur konsequenter durchgesetzt.

    Auf Affiliate-Links wird es keine Auswirkungen haben, da auch Affilate-Links nur Tracking-URLs sind. Wenn eine Tracking-URL wie ad.zanox oder partners.webmasterplan nicht mehr funktionieren sollte, müsste Google auch alle Tracking-Lösungen von Agenturen ablehnen. Sowas ist natürlich nicht im Interesse von Google.

  4. Ich bin mal gespannt wie sich das genau auswirken wird. Sicherlich werden die Affiliates auch hier recht schnell eine Lösung finden um dieses Problem zu umgehen. Ein großes Problem bei Affiliatewerbung besteht nunmal darin das es immer wieder die gleichen Inhalte sind die auf tausenden von Webseiten eingeblendet werden. Google mag keine Webseiten die nur aus Kopien von anderen Internetseiten bestehen.