Montag, 23. Oktober 2017

Der Handel brummt – dank E-Commerce

643357_web_R_K_by_lichtkunst.73_pixelio.deLaut einer Forrester Studie, die bei internetworld.de veröffentlicht wurde, boomt der Versandhandel auf dem online Weg. Was in früheren Zeiten die dicken Kataloge waren, die in regelmäßigen Abständen im Briefkasten oder auf der Fußmatte lagen, sind heute die Online-Shops, die sich einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen. Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein und ein Ende dieses Booms ist noch lange nicht abzusehen.

Die gigantische Summe von 10,7 Milliarden Euro haben die Versandhändler nur im ersten Quartal des Jahres 2013 umgesetzt, und das ist ein sattes Plus von 19,4% gegenüber dem, was im gleichen Zeitraum vor einem Jahr umgesetzt wurde. Nach Auskunft vom Bundesverband des deutschen Versandhandels hat alleine nur der Handel im Internet schon 8,7% ausgemacht, und hat damit seinen Umsatz um 37% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Das macht einen Anteil von sagenhaften 82% vom gesamten Umsatz, noch vor einem Jahr um diese Zeit wurden „nur“ 71% erreicht.

Aber nicht alles, was man früher aus dem Versandhauskatalog bestellt hat, verkauft sich auch im Internet gut, aber es gibt eine Art Hitliste der Dinge, die besonders gerne und besonders viel bestellt werden. Auf dem ersten Platz mit 3,3 Milliarden Euro und einem Wachstum von 3% liegen Bekleidung aller Art und Schuhe. Dann folgen mit 1,9 Milliarden Euro und einem Plus von 121% Bücher, Tonträger wie CDs und Hörbücher und natürlich auch DVDs. Auf dem dritten Rang landeten Elektroartikel und alles, was mit Unterhaltungselektronik zu tun hat, die für einen Umsatz von 939 Millionen Euro und einem Plus von 7% sorgten. Vierter wurden die Haushaltsgeräte, die Haushaltswaren und die Kleinartikel mit einem Umsatz von 664 Millionen Euro, was eine Steigung um 48% bedeutet. In der Top 5 auf dem letzten Platz sind schließlich Freizeit- und Sammelartikel sowie alles fürs Hobby zu finden, die es immerhin noch auf 390 Millionen Euro gebracht haben. Diese Gruppe konnte als Einzige kein Plus gegenüber dem Vorjahr erzielen, sondern rutschte vielmehr mit 32 % ins Minus.

Aber es gab noch mehr Dinge, die sich im Versandhandel gut verkauft haben, auch wenn sie bisher nicht von sich reden gemacht haben. Dazu gehört zum Beispiel die Tiernahrung, die es auf 220 Millionen Euro im ersten Quartal gebracht hat und auch Drogerieartikel, Parfüm und Kosmetik waren mit 305 Millionen Euro dabei. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass sich offensichtlich Spielwaren auch außerhalb der Weihnachtszeit gut auf dem online Weg verkaufen lassen, denn Spielwaren machten im Versandhandel einen Umsatz von 309 Millionen Euro.

Nicht nur in Deutschland brummt der Versandhandel über das Internet, auch in den USA schauen immer weniger Menschen in einen Katalog, sondern konzentrieren sich lieber auf das, was im Netz zu sehen ist. Auch wenn in den USA der Umsatz deutlich gesteigert werden konnte, Europa und damit auch Deutschland hat die Nase vorn, wenn es um den modernen Versandhandel im Internet geht.

Bildquelle: © lichtkunst.73 / Pixelio.de

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