Donnerstag, 21. September 2017

Die Musik kommt

Eine neue Studie des Bundesverbands Musikindustrie kurz BVMI, die man jetzt bei http://www.internetworld.de nachlesen kann, zeigt, dass die Musikpiraterie langsam aber sicher zurückgeht. Experten warnen allerdings davor von einer Trendwende zu sprechen, denn auf illegalem Weg wird immer noch sehr viel Musik aus dem Netz geladen. Allerdings sprechen die neusten Zahlen für die ehrlichen Musikliebhaber, denn 7,7 Millionen Menschen haben in Deutschland im vergangenen Jahr legal Musik aus dem Internet geladen und das ist ein sattes Plus von 21,2%. Der Musikbranche hat das einen Umsatz von 247 Millionen Euro eingebracht. Der Rückgang beim Kauf von CDs und DVDs ist damit zumindest halbwegs kompensiert.

Interessant ist das Verhalten der Musikfans, wenn es um die einzelnen Sparten geht. So können sich noch immer nicht allzu viele Fans für die sogenannten Cherrypickings, die Auswahl einzelner Musiktitel aus dem Internet erwärmen, aber es ließ sich ein Zuwachs von immerhin 30,3% im vergangenen Jahr erkennen. Die meisten wollen sich nicht nur die Kirschen vom Kuchen holen, sondern sie wollen gleich den ganzen Kuchen, denn der Kauf von ganzen Alben im Netz steigt 2011 um 27,8% an. Was allerdings ein Sorgenkind der Musik bleibt, das ist die klassische Musik, für die sich offenbar niemand so recht erwärmen kann, denn hier gab nur einen sehr mageren Zuwachs von gerade einmal 3,8% im vergangenen Jahr.

In sechs Jahren, so hat die Branche es ausgerechnet, konnte sich die Zahl derer verdoppeln, die Musik legal aus dem Internet laden und mittlerweile gibt es bereits über 70 Onlinedienste, die Musik anbieten. Die Zunahme der User lässt sich aber auch dadurch erklären, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, Musik aus dem Internet auf den iPod oder den MP3 Spieler zu laden. Man kann den einfachen, aber immer noch effektiven Download nutzen, der Stream ist eine Möglichkeit und die Cloud eine andere. Diese vielen Alternativen führen dazu, dass die Deutschen auch gerne mal spontan Musik aus dem Internet ziehen. Weil durchschnittlich jeder dritte Deutsche inzwischen ein modernes Smartphone besitzt, wird es immer leichter, unterwegs mal eben das neuste Lieblingsalbum herunterzuladen. Was so eine Art Stiefkind der Branche bleibt, sind die Abodienste, denn damit kann sich bis jetzt auf jeden Fall kaum jemand anfreunden. Was allerdings im Kommen ist, das sind die sozialen Netzwerke, wenn es um die Musik aus dem Netz geht.

Es gibt aber leider immer noch keine deutliche Tendenz, die sich zum Thema „Schwarzhören“ positiv entwickelt, denn nach wie vor laden noch immer sehr viele Menschen ihre Musik schwarz und damit auch illegal aus dem Internet. Es gibt immer irgendwo noch ein Hintertürchen, das offen ist und das die Möglichkeit bietet, kostenlos und an der GEMA vorbei Musik zu hören. Auch wenn die Strafen empfindlich hoch sein können, schreckt das nur die Wenigsten ab und sie verlassen sich lieber auf ihr Glück als die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ganz legal Musik aus dem Internet zu laden.

Bildquelle: © Günther Gumhold / Pixelio.de

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