Sonntag, 19. November 2017

E-Commerce-Dienstleister begehrt wie noch nie

684957_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deLaut einer aktuellen Erhebung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) mit dem Titel „Trend in Prozent“ (TiP) gewinnen digitale Dienstleister für Internetunternehmen immer mehr an Bedeutung. Von Mitte bis Ende Juni 2014 wurden für die Studie etwa 130 Digitalexperten befragt. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem Onlinehändler E-Commerce-Dienstleister beauftragen. Die wichtigsten Kriterien dabei sind die Qualität und Transparenz der Anbieter.

Die Nachfrage nach E-Commerce-Profis variiert zwar von Branche zu Branche, allerdings herrscht bei den Marktteilnehmern die einstimmige Meinung, dass die Bedeutung jener immer mehr zunimmt. Das dürfte auch mit dem Nachholbedarf in den Unternehmen zusammenhängen, was die digitale Umwandlung derselben betrifft. Zumindest gaben acht von zehn Befragten dies als Grund für die steigende Nachfrage an. Außerdem sind drei Viertel der Meinung, dass gerade in der letzten Zeit die Nachfrage stark angestiegen ist. Als treibende Kraft für die Entwicklung nennen 73 Prozent den Online-Handel.

Um ihren Kunden einen hervorragenden Service bieten zu können, nehmen vor allem Unternehmen aus dem E-Commerce-Bereich externe Hilfe in Anspruch. Über die Hälfte, nämlich 51 Prozent der Befragten, stufen digitale Dienstleistungen in diesem Segment als sehr relevant ein. Bei 45 Prozent erhält Suchmaschinenmarketing das Prädikat wichtig. Full-Service-Beratungen empfinden 39 Prozent als bedeutend.

Ferner wird nicht irgendein E-Commerce-Dienstleister verpflichtet. Qualität und Transparenz spielen bei der Entscheidung eine vordergründige Rolle. Die Qualitätssicherung ist für 54 Prozent der Befragten sehr wichtig, 31 Prozent halten sie immer noch für wichtig. Etwa das gleiche Ergebnis erreichte die Transparenz, also die Verständlichkeit, wie der Anbieter sich und seine Leistungen darstellt. Auch hier kommen sehr wichtig und wichtig auf einen Anteil von insgesamt 80 Prozent. Bei zwei Dritteln ist die Angebotstiefe entscheidend bei der Wahl eines entsprechenden Dienstleisters. Im Vergleich dazu bevorzugen nur 30 Prozent ein breitgefächertes Angebot.

Zur Orientierung nutzen suchende Unternehmen gern Zertifikate. Damit verschaffen sie sich einen schnelleren Überblick über den Markt. 42 Prozent der Befragten sehen in Zertifikaten und Auszeichnungen eine wichtige Hilfe bei der Suche nach einem passenden Dienstleister. Noch bedeutender sind aber Referenzen. Auf sie greifen 65 Prozent zu, wenn sie einen E-Commerce-Anbieter finden wollen. Hier bestätigen externe Dritte, dass der Dienstleister eine seriöse Arbeitsweise an den Tag legt. Awards zählen dafür gerade einmal bei 14 Prozent der Befragten als Nachweis für Kompetenz und Können.

Warum nicht alle Anbieter ein entsprechendes Zertifikat besitzen, kam ebenfalls im Rahmen der Erhebung ans Licht: 19 Prozent der Befragten nannten den aufwändigen Bewerbungsprozess als größtes Hindernis auf dem Weg zu einem Zertifikat. Knapp dahinter kommen die Kosten für die Teilnahme am Zertifizierungsverfahren mit 18 Prozent und der unklare Nutzen aus dem Zertifikat selber mit 17 Prozent.

Mit diesem Ergebnis wird der BVDW einerseits auf seinem Weg bestätigt, andererseits aber offenbart sich einiger Handlungsbedarf innerhalb des Zertifizierungsverfahrens. Der Verband selbst vergibt Qualitätszertifikate für Agenturen und Dienstleister aus den Bereichen SEO, SEA sowie Affiliate. Als neuestes Zertifikat kam 2014 eines für Dienstleister aus dem Social-Media-Bereich hinzu. Halbjährlich können sich bereits zertifizierte Unternehmen, aber auch bisher nicht zertifizierte Agenturen und Dienstleister für ein Zertifikat bewerben. Die Anmeldefristen sind jeweils auf der Webseite des BVDW vermerkt.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

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