Sonntag, 22. Oktober 2017

Elektronische Bezahlsysteme haben sich etabliert

Wie bei ecin berichtet wird, kaufen die Deutschen bei online Einkäufen lieber per Rechnung. Dennoch war es den elektronischen Bezahlsystemen möglich, sich im Onlinehandel zu etablieren. Auch der Telekommunikationsdienstleister telefon.de und „BillSAFE“, ein Zahlungsabwickler, haben sich der Sache mit dem Bezahlen per Rechnung angenommen und haben die Akzeptanz beim Bezahlen per Rechnung einmal genauer unter die Lupe genommen. Hier hat sich herausgestellt, dass die Möglichkeit für weitere Zahlungsvarianten rund 10 Prozent der Käufer zu einem Einkauf motiviert. Das bedeutete, dass die Kunden, die online Einkäufe tätigen wollen, sich auch dann für einen Shop entscheiden, der nicht nur den Kauf per Überweisung, sondern eben auch per Rechnung oder elektronischem Bezahlsystem anbietet. Als Basis für die Überprüfung wurde ein A/B-Test durchgeführt. Bei diesem hatten 50 Prozent der Kunden die Wahl der bislang eingestellten Zahlungsarten. Die anderen 50 Prozent konnten auch den Rechnungskauf in Anspruch nehmen. Sowohl für die erste Hälfte als auch die zweite Hälfte der Gruppen wurde dann die Conversion und die Höhe der Warenkörbe gemessen. BillSAFE zufolge ist der Wert der Warenkörbe um erstaunliche 20 Prozent gestiegen.

Die Ergebnisse dieses Praxistests werden durch eine im Januar 2011 stattgefundene Sonderbefragung zu „Bezahlmöglichkeiten“ beim interaktiven Handel, die der Bundesverband des Deutschen Versandhandels sowie der CEG Creditreform Consumer GmbH durchgeführt hatten, bestätigt. Laut dieser Befragung nutzen mehr Kunden die Möglichkeiten für den Kauf auf Rechnung bei online Einkäufen in Deutschland. Es sind etwa 40 Prozent der Käufer, die ihre Ware erst dann bezahlen, wenn diese schon empfangen worden ist. Beim Online-Kauf steht die Bezahlung per elektronisches Bezahlsystem aber dennoch an zweiter Stelle.

Rund 26 Prozent von allen befragten Personen entscheiden sich inzwischen für elektronische Bezahlsysteme, wenn diese in den Shops angeboten werden. Dadurch wird gezeigt, dass diese sich im Handel fest etablieren konnten. Noch immer sind es aber auch 15 Prozent der Verbraucher, die per Kreditkarte bezahlen. 13 Prozent entscheiden sich noch immer für die Vorauskasse. Rund 6 Prozent der Käufer nutzen weitere angebotene Zahlungsarten, wie Nachnahme, Ratenzahlung oder auch Zahlungsaufschub.

Es gibt unterschiedliche Anbieter für elektronische Bezahlsysteme. Hier gehören Click&Buy, PayPal und eben auch BillSAFE. Der Vorteil der elektronischen Bezahlsysteme liegt natürlich auf der Hand. Man muss seine Daten nicht in den verschiedenen Shops immer wieder angeben, wodurch ein größerer Datenschutz möglich ist. Als Kunde meldet man sich bei einem oder auch allen Bezahlsystemen an und hat auf diese weise auch immer einen Überblick über die getätigten Einkäufe. Die elektronischen Bezahlsysteme funktionieren so, dass man sich registriert, bei einem online Einkauf das angebotene Bezahlsysteme auswählt und dann eine Anmeldung direkt beim Anbieter erfolgt. So übernimmt im Grunde der Anbieter die Bezahlung der Ware und bucht den Rechnungsbetrag vom angegebenen Konto oder von der Kreditkarte ab. Es besteht auch die Möglichkeit, das Konto beim Bezahlsystem mit einem Betrag aufzuladen, wodurch natürlich eine sehr hohe Kostenkontrolle entsteht. Bei den elektronischen Bezahlsystemen fallen natürlich keine Kosten für eine Registrierung an.

Bildquelle: © Matthias Balzer / Pixelio.de

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