Freitag, 24. März 2017

Fingerprint-Tracking in Kürze auch bei Zanox

Da lese ich doch gestern sehr verwundert die Nachricht von Stefan Zwanzger in seinem Newsletter, dass Zanox in Kürze das Fingerprint-Tracking einsetzen möchte.

Eigentlich hat AdCatch vor Kurzem noch behauptet, dass dieses Verfahren nicht so einfach kopierbar sei, da dort jahrelange Entwicklung dahinter steckt. Also habe ich jetzt gleich mal bei Zanox angerufen, um auch sicher zu gehen, dass diese Info stimmt.

Und siehe da, Zanox wird wirklich das Fingerprint-Tracking einführen. Die Info von Zanox war, dass sie anhang der Benutzer IP und verschiedener weiterer Variablen des Benutzers eine eigene ID erstellen und diese dem Benutzer anschließend zum Tracking wieder zuordenen können. Also genauso wie dies auch AdCatch vor hat.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

4 Kommentare

  1. Natürlich versucht man erstmal bei Adcatch, das möglichst mysteriös aussehen zu lassen. Aber wenn man ein paar Daten kombiniert, wie IP, User Agent und andere HTTP-Header und einen Hash daraus errechnet, hält sich der Aufwand doch in Grenzen.

  2. Fingerprint ist, wenn ich es richtig verstanden habe, kein Verfahren das primär auf IP Adressen oder HTTP-Header basiert, sondern auf Informationen des Nutzer Clients (z.B. welches Betriebssystem). Schließlich geht es darum diesen wieder zu erkennen.

    Fingerprint ist zunächst mal ja nur eine Bezeichnung. So etwas kann man gut oder weniger gut machen. Ich bin gespannt welches Verfahren wie gut ist. Es wird sicherlich Unterschiede in der Qualität geben.

  3. Wie du sagst, Fingerprint kann vieles bedeuten. Es steht aber nur eine begrenzte Zahl von Informationen über den User zur Verfügung. Auf IP-Ebene ist das außer der IP-Adresse recht wenig, mit dem man arbeiten kann. Bestimmte Charakteristiken der TCP/IP-Pakete des Benutzers können verwendet werden, um beispielsweise das Betriebssystem zu bestimmen. Das dürfte aber kaum für eine ausreichende Zuordnung ausreichen. Man wird also auf die Inhalte der HTTP-Header zurückgreifen müssen, die etwas umfangreicher sind: Sprache des Browsers, installierte Plugins, Browserversion und -plattform, etc.
    Sicher, das kann man gut oder schlecht machen, und man wird wohl einige Arbeit reinstecken müssen, bis es zuverlässig funktioniert. Aber die Ressourcen, so etwas in relativ kurzer Zeit umzusetzen hat Zanox, da sollte man auf Seiten von Adcatch nicht blauäugig sein.

  4. Fingerprint ist vielleicht eine gute Idee und sollte auch bei den Usern was bewirken.