Mittwoch, 28. September 2016
Fünf Tipps für erfolgreiches Affiliate-Marketing in 2015

Fünf Tipps für erfolgreiches Affiliate-Marketing in 2015

Seit dieser Woche ist nach der ruhigen Zeit um Weihnachten und dem Jahreswechsel endlich wieder Leben in die Büros eingekehrt und so blicken wir mit großer Spannung auf die Entwicklungen die uns im Affiliate-Jahr 2015 erwarten. Eines ist auf jeden Fall klar, die Branche wird in 2015 weiter wachsen und es werden sich wieder einige neue Trends auftun. Dazu möchte ich heute fünf Tipps für ein erfolgreiches neues Affiliate-Marketing-Jahr 2015 vorstellen.

Affiliates das Leben einfacher machen

Affiliate Marketing basiert eigentlich auf einem sehr einfachen Konzept, aber leider werden teilweise sogar die Grundvoraussetzungen der Vermarktung zur Herausforderung: Verwirrende Abkürzungen, versteckte Programm- und Provisionsinformationen, veraltete Produktdaten sowie fehlende Informationen zu Werbemitteländerungen uvm. gehören oftmals zur Tagesordnung mit denen sich Affiliates herumschlagen müssen. Aber warum? Macht doch den Affiliates das Leben einfacher! Es sollte heutzutage für niemanden mehr ein Problem darstellen einfache und übersichtliche Programminformationen, automatische Linkgeneratoren, verbesserte Produktdaten und brauchbare Bannerbestände zur Verfügung zu stellen. Ein aufgeräumtes, technisch einwandfrei funktionierendes Programm erspart den Publishern viel Aufwand und sie werden es Euch danken indem sie sich verstärkt auf die Vermarktung konzentrieren können und nicht mit den eigentlich selbstverständlichen Themen beschäftigen müssen.

Mobiles Wachstum nicht ignorieren

Der Mobile-Trend und die damit verbundene Nutzung verschiedener Endgeräte bis zum Kauf werden sich auch in 2015 weiterhin fortsetzen. Leider gibt es bisher aber wenige Anbieter, die ein innovatives mobile-Tracking anbieten – von einem Cross-Device Tracking gar nicht erst zu sprechen. Für Marketer gilt es also weiterhin die Herausforderung zu meistern, eine bessere Monetarisierung des mobilen Kanals zur Verfügung zu stellen und die Kunden-Touchpoints der Affiliates über verschiedene Endgeräte messbar zu machen. Dabei werden vor allem die Netzwerke eine wichtige Rolle spielen und beweisen müssen, dass sie weit mehr sind als ein traditioneller Tracking-, Auswertungs- und Zahlungsanbieter.

Nachhaltige Umsetzung von Sales Rallyes

Incentives wie Sales Rallyes, bei denen Sachpreise oder auch Reisen gewonnen werden können, sind ein häufig genutztes Werkzeug zur kurzfristigen Sales-Ankurbelung im Affiliate-Marketing geworden. Da der erwartete Erfolg jedoch nicht immer eintrifft, müssen sich Marketer häufig zum Mehrwert solcher Aktionen rechtfertigen.
Damit sich ein Incentive wie erhofft entwickelt ist eine durchdachte Planung unverzichtbar! Als erstes müssen realistische Ziele definiert werden die im Nachgang überprüft werden können. Um nicht nur „große“ Publisher mit der Rallye zu belohnen, die bereits eine hohe Anzahl an Sales einliefern, geht es bei solchen Aktionen vor allem darum, auch kleinere und inaktive Publisher zu motivieren. Die große Herausforderung ist dabei ein System zu finden, bei dem alle drei Publisher-Gruppen eine Chance auf den Gewinn der Rallye sehen. Ist die Planung abgeschlossen, ist eine breite Kommunikation unabdingbar um zum einen die bereits aktiven Publisher über die Aktion zu informieren, aber auch um neue Affiliates für das Programm zu akquirieren. Nach Ablauf der Rallye sollte der Sales-Aufschwung weiterhin genutzt werden um vor allem mit den reaktivierten und neuen Publishern nachhaltig zusammen zu arbeiten.
Sind all diese Punkte berücksichtigt, kann die eingangs angesprochene Frage zum Mehrwert einer Sales-Rallye auf jeden Fall mit JA beantwortet werden.

Masse mit Klasse kombinieren 

Wo wir schon beim Thema Mehrwert sind möchte ich noch kurz auf ein weiterhin rege diskutiertes Thema in der Branche eingehen: Die Leistung von Cashback- und Gutscheinseiten und die Frage ob die Bestellungen auch ohne eine Bewerbung auf deren Seiten zustande gekommen wären.
Wir können sicher behaupten – wie es auch einige Studien belegen – dass ein Vorteil über eine Cashback- oder Gutscheinseiten für viele Endkunden ausschlaggebend für den Kauf in einem Online-Shop ist. Es gibt natürlich noch Bestellungen bei denen es sich lediglich um einen Mitnahmeeffekt handelt und kein aktives Zutun der Vorteilsseite nötig war. Jedoch muss auch anerkannt werden, dass durch Gutschein- und Cashback-Seiten Warenkorbwerte erhöht werden, Neukunden auf einen ihnen bisher unbekannten Shop aufmerksam gemacht werden und sie oftmals den entscheidenden Kaufimpuls liefern. Eine Zusammenarbeit empfiehlt sich also auch in 2015, da vor allem die großen Vorteilsseiten Ihre Reichweiten immer weiter ausbauen.

Offen bleiben für Neues

Die Branche entwickelt sich rasant weiter und neben der Etablierung von neuen Affiliate Geschäftsmodelle werden stetig neue Technologien entwickelt. Um langfristig erfolgreich zu sein ist es daher wichtig offen für neue Entwicklungen zu sein und Innovationen auszutesten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein erfolgreiches und spannendes Affiliate Jahr 2015!

© GG-Berlin  / pixelio.de

Über Romy Habelt

Romy Habelt ist Senior Affiliate-Manager bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Die Dialog- und Onlinemarketing-Fachwirtin (BAW) ist für den Ausbau der Branchen-Verticals zuständig. Seit 2009 ist Romy Habelt im Online Marketing aktiv und trat zudem schon als Speakerin auf Konferenzen wie der Affiliate Conference auf.

Ein Kommentar

  1. Besonders beim Punkt „verbesserte Produktdaten“ bin ich hellhörig geworden. Viele, auch große, Shops liefern einen ziemlich großen Berg Müll ab – leider. Alte Preise, falsche Beschreibungen, oftmals werden durch Sonderzeichen sogar die CSV/XML/Whatever zerstört.

    Das ist schade, denn viele Publisher arbeiten mit diesen Daten um den Besuchern automatisiert gute Inhalte (oder Ergänzungen zu manuell erstellten Inhalten) zu bieten. Leider gibt es da auch diverse Netzwerke, die dann die eigentlich guten Datensätze nicht anständig per API/Feed ausgeliefert bekommen.

    So wird einem dann oft (unnötiger Weise!) die Entscheidung leicht gemacht, welchen Merchant bzw. welches Netzwerk genutzt wird.

    MfG Kristian

    PS: toller Artikel!