Montag, 16. Januar 2017

Google hat nichts gegen Affiliate Abitrage

So kann man zumindest den Beitrag von Google Mitarbeiter Lennart Paulsen auffassen, der in seinem Blog über einen Artikel von der amerikanischen Agentur Pepperjam berichtet.

Ich möchte deswegen hier auf den interessanten Artikel von Kris Jones eingehen, der berichtet, wie man auch weiterhin sehr erfolgreich Umsatz über Affiliate Marketing mit SEM-Kampagnen erziehlen kann.

Affiliates, die SEM benutzen um dadurch Traffic zu generieren und Geld über Affiliate-Provisionen verdienen, werden Search Abitragers genannt.

Search Abitrage ist also, wenn man Keywords günstig einkauft und für diese Keywords im Endeffekt mehr einnimmt, als man ausgibt.

Entweder die Affiliates kaufen diese Keywords und senden den Traffic über einen Direktlink zum Partnerprogrammbetreiber (Merchant) oder sie senden den Traffic auf eine eigene Landingpage die extra fürs Abitrage erstellt wurde.

Super Affiliate Abitragers verdienen in den USA damit mehrere Millionen Dollar Provision im Monat (Top 1%), weitere erfolgreiche Affiliates machen mehrere tauschend Dollar Gewinn (4%).

Dazu kommt jetzt allerdings noch der Google Adwords Qualityscore Algorithmus. Zur Erinnerung: Google´s Qualityscore bestimmt u.a. wie viel ein Advertiser für eine bestimmte Keywordplatzierung bezahlen muss. So kann z.B. eine Anzeige auf Platz 1 oder 2 weniger kosten als eine Anzeige auf Platz 5 oder 6, weil einfach der Qualityscore dieser Seite besser ist. Google möchte damit einfach verhindern, dass z.B. Affiliate-Websites, 35 Cent pro Klick verdienen, während sie für das Keyword nur 10 Cent bezahlen.

Und genau das ist das Problem zwischen Affiliate Search Abitrage und dem Google Adwords Qualityscore Algorithmus.

Doch wie erkennt Google automatisch Affiliate-Websites und kann ihnen damit einen geringeren Qualityscore zuordnen?

Kris Jones von Pepperjam sieht dafür folgende Gründe, warum Google die Landingpages der Affiliates erkennt und herabstuft:

1. Wenig Content
2. Doppelter Content
3. Zuviele Affiliates Links und keine zusätzlichen Links zu hochwertigen Websites
4. Nicht maskierte Affiliate Links
5. Aktualität des Contents

Wenig Content:
Kris Jones erfuhr auf vielen Veranstaltungen mit Google und aus seiner Erfahrung, dass wenig Content einer der wichtigsten Gründ für einen geringen Qualityscore sind. Google ist der Meinung, dass der Google User nicht davon profitiert, wenn auf der Landingpage kein Inhalt steht und straft diese deswegen ab.

Tipps für guten Content:

– gute Angebote einbinden
– erstelle eine Rubrik „Neues“ oder „Sonderartikel“ und bewerbe spezielle Sonderangebote.
– erstelle Top 10 Gründe warum die Kunden bestimmte Produkte kaufen sollten
– erstelle Produktberichte (von Experten oder Käufern)
– erstelle Produktbewertungen
– erstelle Websites über spezielle Nischenthemen (z.B. Hundenahrung) und biete unique Content zu diesem Theman an. Blogs sind hier einfach und gut zu verwenden. WordPress z.B. ist kostenlos.

Doppelter Content:
Affiliates neigen dazu wenig Geduld zu haben für ein langfristiges Businessmodell. Viele Affiliates möchten einfach schnell reich werden. Dies ist oft auch ein Grund warum keine Landinpages mit eigenen Seiten erstellt werden, da die Texte ja zeitaufwändig recherchiert und getextet werden müssen. Da ist es doch für manchen einfacher, Content einfach von Seiten zu kopieren, bei denen es um ähnliche Themen geht. Um allerdings vom Qualityscore nicht abgetraft zu werden, wird unbedingt empfohlen eigenen Content zu erstellen.

Viele Affiliatelinks
Viele Affiliatelinks auf der Landingpage und wenig zusätzliche Links zu anderen Websites im Netz führen ebenfalls zu einem niedrigen Google Adwords Qualityscore. Die Empfehlung ist deswegen Websites zu einem bestimmen Thema zu erstellen (z.B. Umwelt, Tiere, Partys, usw.) und dort dann sinnvollen Content unterzubringen. Z.B. kann man eine Entertainment-Website erstellen bei der es um bestimmte TV-Shows wie z.B. „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Let´s Dance“ geht. Dort kann man über die aktuellen Sendungen berichten, über die Teilnehmer und Stars und dadurch dann Traffic generieren, den man dann wiederum in Affiliate-Provisionen umsetzen kann. Ganz einfach indem man bestimmte Partnerprogramme auf die Seite einbindet.

Zusammengefasst kann man sagen, Google erkennt Websites, die nichts anderes enthalten als Affiliatelinks. Baue deswegen richtige Websites und linke u.a. dabei auch auf andere Websites, wo Deine Besucher sinnvolle Informationen finden.

Nicht maskierte Affiliateslinks
Man sollte unbedingt alle Affiliatelinks auf seiner Landingpage maskieren, sprich man sollte nicht erkennen, dass es sich um Affiliatelinks handelt. Wie man URLs über Mod Rewrite maskieren kann wird auf WebMasterWorld erklärt.

Es gibt zwar keine Garantie, dass maskierte Affiliatelinks zu einem höheren Google Adwords Qualityscore führen, allerdings gibt es jede Menge Tests, die beweisen dass es hilft.

Aktualität des Contents
Die Aktualität des Contents ist natürlich für den User interessant und die User suchen auch nach neuesten Informationen. Deswegen ist dies ein weiterer Faktor zur Verbesserung des Qualityscores. Die Aktualität des Contents wurde bisher auch von den Affiliates ignoriert, da dies ebenfalls sehr zeitaufwändig ist (siehe oben). Wenn man als Top-Affiliate 10.000 Landingpages aktualisieren muss ist das natürlich sehr aufwändig.

Deswegen ist es zu empfehlen, für die Landingpages Content-Management-Systeme zu verwenden, mit denen man die Inhalte schnell und einfach aktualisieren kann.

Zusätzlich kann man auch Advertiser-Infos wie RSS feeds oder Content Syndication Netzworks verwenden um den Inhalt aktuell zu halten.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.