Dienstag, 17. Januar 2017

Google+ holt auf

Nach einer Umfrage der GfK für INTERNET WORLD Business, die man jetzt bei www.internetworld.de nachlesen kann, ist Facebook nicht mehr das einzige soziale Netzwerk mit großer Fangemeinde, auch das neue Netzwerk von Google erfreut sich großer Beliebtheit. 1,5 % aller in Deutschland lebenden Internetbenutzer haben der Studie zufolge schon mindestens einmal Google+ angeklickt. Aber Facebook hat seine Reichweite auf 50 % ausgedehnt. 1,5 %, das sieht auf den ersten Blick nicht nach sonderlich viel aus, wenn man aber andere Netzwerke betrachtet, die länger auf dem Markt sind als Google+ und die nach Jahren immer noch keine 1,5 % erreicht haben, dann war der Start des sozialen Netzwerks des Internetgiganten Google sehr erfolgreich. Wer aber sind die Menschen, die bei Google+ zu finden sind und was unterscheidet sie von den Nutzern, die auf Facebook zu finden sind? Die Studie mit 15.000 Internetnutzern ging dieser Frage nach.

Es sind in der Hauptsache junge Männer, die einen gehobenen Bildungsstand haben und die täglich im Netz unterwegs sind, die sich auch bei Google+ angemeldet haben. 93 % von ihnen sind mindestens einmal am Tag online, gegenüber den 63 % aller Internetnutzer in Deutschland, die einmal am Tag im weltweiten Netz unterwegs sind. Die meisten der Nutzer von Google+ sind auch bei Facebook zu finden, nämlich neun von zehn und jeder Fünfte ist auch bei Xing angemeldet. Interessant ist aber auch, wie lange der Google+ Nutzer bei Facebook und der Facebook Nutzer bei Google+ verweilen. Wer Google+ nutzt, der verbringt bei Facebook doppelt so viel Zeit wie der durchschnittliche Facebook-Nutzer, der nicht bei Google+ zu finden ist. Was aber interessiert den Google+ Nutzer im Netz ganz besonders und welche Seiten klickt er gerne an?

Wer bei Google+ ist, der surft vor allen in den Suchmaschinen und hat sein Herz an diverse Blogs verloren. Auch shoppen im Internet gehört zu seinen Hobbys. Kein oder nur sehr wenig Interesse haben die Google+ Nutzer an Seiten, auf denen es um die nüchterne Welt der Finanzen geht und auch kochen und Spiele im Internet spielen kaum oder gar keine Rolle für die Google+ Fans. Kein Zweifel, Google+ holt langsam, aber sicher auf und vielleicht müssen sich die Macher von Facebook um Mark Zuckerberg bald etwas einfallen lassen, um die Fans der sozialen Netzwerke auf ihre Seite zu holen. Es erinnert ein bisschen an die Aussagen der Herausgeber des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, die einmal gesagt haben, es wird neben ihrer Zeitschrift kein Platz für ein weiteres Nachrichtenmagazin geben. Dann kam die erste Ausgabe des „Focus“ auf den Markt und heute hat der „Focus“ den „Spiegel“, was die Auflage angeht, locker überholt. Es bleibt also spannend zu beobachten, welches der beiden sozialen Netzwerke, Facebook oder aber Google+, in der Zukunft das Rennen um die Gunst der Internetnutzer machen wird. Aber wie heißt es doch so schön? Konkurrenz belebt immer auch das Geschäft.

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / Pixelio.de

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2 Kommentare

  1. Wettbewerb belebt das Geschäft und man sieht ja, gott sei danke, wie viel jetzt Facebook von Google+ abgeguckt hat und wie viel besser geworden ist!

  2. Zum jetzigen Zeitpunkt, kurz nach Freigabe von Google+, über Nutzergewohnheiten und Entwicklungspotentiale zu spekulieren, zeugt von ähnlich viel Hirnschmalz wie bei Spekulanten in der Finanzbranche. Der Grad an Seriosität dieses Textes lässt sich auch an dem extrem schiefen Vergleich mit Focus und Spiegel ablesen, der zudem mit völlig falschen Zahlen hantiert: Die Auflage des Focus dümpelt, siehe http://daten.ivw.eu, seit Jahren bei rund 550.000 bis 600.000, zuletzt mit fallender Tendenz, der Spiegel liegt bei 950.000 bis 1.000.000 verbreiteten Exemplaren.