Sonntag, 26. März 2017

Guter Partner oder böser Partner

Es ist immer wieder ein Diskussionsthema: die Partner, Affiliates oder auch Publisher genannt.

Doch wer sind eigentlich diese „Affiliates“? Dies wollen wir uns heute mal etwas genauer anschauen.

Wenn man es positiv betrachtet, sollte man die Affiliates als Vertriebspartner sehen, also als Angestellte die im Auftrag des Programmbetreibers (auch Merchant oder Advertiser genannt) Produkte verkaufen. Als Mensch in Fleisch und Blut, als netten Kollegen und guten Freund.

Der Vertriebspartner sorgt dafür, dass der Umsatz des Merchants steigt und dieser mehr Gewinn macht und viele neue Kunden gewinnt.

Doch betrachten wir das Ganze einmal Objektiv:

Der Merchant bietet über das Affiliate-Netzwerk Werbemittel wie Banner, Textlinks oder Produktfeeds an, welche sich der Affiliate auf seiner Seite einbindet.

Wie schauen diese Seiten nun aus? Das können ganz triviale private Homepages sein, die der Partner vielleicht zum ersten Mal erstellt hat und dort mit Bannern den Wunsch hat Geld zu verdienen. Das können aber auch richtig professionelle Portale sein zu bestimmten Themen, bei der die Affiliates richtig kalkulieren und wirklich gute Umsätze über Werbemitteleinbindungen generieren können. Dazu gibt es natürlich noch eine Vielzahl von anderen Affiliates-Arten wie Affiliates die Anhand von Keywordadvertising, also SEM-Einbuchungen bei Google, Yahoo oder Miva die Besucher an den Advertiser weiterleiten, oder Bonus- und Gutscheinwebsites und und und

Doch um zurückzukommen zum eigentlichen Thema des Beitrages „Guter Partner, böser Partner“. Nun ist es doch so, dass das Affiliate-Marketing ein performancebasiertes Marketing-Instrument ist, das heißt es geht darum Umsatz (oder auch Leads) auf Provisionsbasis zu generieren.

Bei den meisten Partnerprogrammen sind tausende von Affiliates angemeldet. Ein bestimmter Anteil dieser angemeldeten Partner baut sich dann auch ein Werbemittel auf seinen Seiten ein. Doch ob es dann bei den einzelnen Partnern auch zum Kauf kommen muss, dies kann man nicht garantieren und hängt von vielen Faktoren ab, z.B. wie gut sind die Werbemittel, damit diese auch für die Besucher ansprechend sind und zum Klick verführen oder wie gut passen die Werbemittel zur Zielgruppe des Partners oder auch wie gut ist die Usabillity des Onlineshops des Programmbetreibes, so dass die Kunden sich dort auch zurechtfinden und kaufen. Sie merken schon, hier fliesen sehr viele Faktoren mit ein.

Doch auch wenn der Partner keinen Kauf oder Lead generiert, so muss das nicht heißen, dass es sich um einen schlechten Partner handelt. Sehen sie es doch auch mal von der Seite, dass ganz viele Websites die Werbemittel des Programmbetreibers kostenlos bewerben. Die Partner bekommen ja häufig dafür keine Klickvergütung und auch keine View-Vergütung (TKP), sondern die Werbepromotion ist völlig kostenlos. Der Merchant zahlt nur im Falle eines Sales/Leads.

Was ich mit diesem Beitrag nun also sagen will ist, sicherlich gibt es im Affiliate-Marketing auch ganz schwarze Schafe, um diese geht es hier allerdings gar nicht, sondern man sollte den eigenen Partnern einfach etwas positiver gegenüber stehen und einfach auch mal versuchen sich mit den Partnern etwas anzufreunden. Der Umsatz wird es einem danken.

Weitere Beiträge von Markus Kellermann:

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Partnerbindung
Partneraktivierung
Produktdaten im Affiliate-Marketing

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

Ein Kommentar

  1. Aus Merchant-Sicht ist es nicht so entscheidend, ob ein Partner Umsatz macht oder nicht – es wird ja nur Umsatz vergütet. Es ist auch kein Problem, wenn die im Affiliate-Marketing gewonnenen Kunden nicht den gleichen Lifetime-Value haben wie in anderen Segmenten – dann stellt man sich halt darauf ein.
    Aber jeder Merchant stellt sich die Frage „Hätte ich diesen Sale auch ohne den Affiliate gemacht?“ und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Affiliates, die Falschschreib-Domains des Merchants besetzen und dann (automatische) Redirects zum Merchant setzen, machen meiner Meinung nach keinen zusätzlichen Umsatz. Der Kunde wollte sowieso zum Merchant und hätte bei einer 404 o.ä. bestimmt seine Eingabe überprüft und korrigiert. Leider ist die Methode sehr lukrativ und einfach in der Anwendung und gilt dabei – wenn überhaupt – nur als Kavaliersdelikt. Sie ist aber für den Merchant sehr ärgerlich, da er damit Kosten produziert, aber keinen zusätzlichen Umsatz generiert. Daher ist man halt nach solchen Erfahrungen vielleicht manchmal zu übervorsichtig, was die Partnerwahl angeht und sieht das Affiliate-Marketing risikoreicher als es eigentlich ist.