Donnerstag, 27. Juli 2017

Im Gespräch bleiben

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft kurz BVDW genannt, hat eine repräsentative Umfrage mit 1.050 Bundesbürgern ab 16 Jahren durchgeführt, die man bei www.wuv.de nachlesen kann. Bei dieser Umfrage zu 20 verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten wollte der BVDW wissen, ob es in Deutschland überhaupt noch Mode ist, Briefe zu schreiben oder ob vielleicht alles auf dem online Weg geschieht. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht interessant.

Die Deutschen sind komplett im Internet- und Handyzeitalter angekommen, denn 90 % der Befragten nutzen für die Unterhaltung mit anderen Menschen entweder das Telefon oder aber die Mail. 95 % telefonieren vom Festnetz in der Firma oder zu Hause und 94 % haben ein Handy oder ein modernes Smartphone. 92 % verlassen sich lieber auf die Mail und tippen jeden Tag ihre Nachrichten an Freunde, Bekannte, Kollegen, Verwandte oder Geschäftspartner. Aber nicht nur das Telefon und der Computer sind bei der Kommunikation in Deutschland sehr beliebt, die sozialen Netzwerke sind es auch.

58 % gaben im Rahmen der Studie an, dass sie gerne und auch regelmäßig über soziale Netzwerke wie Facebook oder wer-kennt-wen mit Freunden plaudern oder den neusten Tratsch austauschen. Diese 58 % der Befragten beschränken sich bei ihrer Kommunikation aber nicht nur auf den Computer zu Hause, sondern gucken auch im Büro gerne mal nach, ob sie Nachrichten auf Facebook bekommen haben.

Auch wenn es vielleicht im Internetzeitalter ein wenig komisch klingt, greifen viele Deutsche aber immer noch gerne zu Papier, Federhalter oder Kugelschreiber und nutzen besonders bei persönlichen Nachrichten nicht gerne den PC oder das Handy. 88 % gaben an, dass sie noch regelmäßig Briefe und Postkarten schreiben und 62 % verschicken ihre Nachrichten, Glückwünsche und Gedanken per SMS. 61 % benutzen noch das Fax-Gerät, was aber in der Hauptsache in beruflichen Belangen nach wie vor als beliebtes Mittel benutzt wird, um sich auszutauschen.

Nicht so beliebt sind die hochmodernen Kommunikationsmittel, denn nur neun Prozent der für die Studie befragten Bürger gaben an, dass sie mobile Chat Apps nutzen. Nur magere sechs Prozent mögen das Microblogging als Kommunikationsmittel. Die Studie interessierte sich aber nicht nur dafür, welche Mittel besonders beliebt sind, um im Gespräch zu bleiben, es sollte auch festgestellt werden, ob sich Männer und Frauen unterscheiden und wenn ja, inwiefern. Grundsätzlich kann man sagen, dass Männer, was die modernen Kommunikationsmittel angeht, deutlich aufgeschlossener sind als die Damen. 56 % der befragten Männer setzen bei schnellen Nachrichten auf die Mail und 55 % mögen es zu chatten. Auch die Möglichkeiten der Chat Apps und das Microblogging sind offenbar Männersache, denn Frauen können sich (noch) nicht so richtig damit anfreunden. Wenn es aber um die Kommunikation im Rahmen der sozialen Netzwerke geht, gibt es keinen Unterschied, denn Facebook und andere Netzwerke werden von Männern und Frauen im gleichen Umfang genutzt. Auch was die mobile Kommunikation angeht, gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auch die Frauen, die vorher noch etwas zögerlich waren, wenn es um das mobile Surfen und Chatten ging, holen langsam aber sicher auf und fühlen sich im mobilen Internetzeitalter immer wohler.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de

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