Samstag, 25. März 2017

Kein M-Commerce auf der Insel

Eine neue Studie von MoPowered, die man bei http://www.internetworld.de lesen kann, zeigt, welches etwas seltsame Verhalten die Modehändler im Königreich an den Tag legen, wenn es ums mobile Einkaufen geht. Sie halten nichts davon, durch Webseiten auf sich aufmerksam zu machen. Auch wer etwas Modisches via Smartphone bestellen möchte, der schaut auf der Insel in die Röhre. Zu teuer und viel zu zeitaufwendig – das sind die am Häufigsten genannten Ausreden der britischen Modeproduzenten, wenn es ums mobile Shoppen geht. Vielleicht ist es aber auch einfach nur so, dass die guten alten Traditionen aufrechterhalten bleiben, denn wie schon gesagt, in England gehen die Uhren nach wie vor ein wenig anders als auf dem Kontinent. Aber es gibt Licht am Horizont, wenn auch nur ein sehr Schwaches.

Am guten Willen scheint es nicht zu mangeln, denn 90 % der mittelgroßen und auch kleinen Modehändler in Großbritannien kann es sich durchaus vorstellen, das mobile Einkaufen ins Programm aufzunehmen. Es werden aber kaum oder gar keine Bemühungen in die Tat umgesetzt, denn 84 % der für die Studie befragten Händler bieten den Kunden keine Möglichkeit, auch unterwegs einkaufen zu gehen, sie haben nämlich keine Webseite, die fürs mobile Shoppen aktiviert ist. 36 % der befragten Händler sind der Ansicht, dass eine mobile Bestellung zu viel Zeit in Anspruch nimmt und 33 % haben so ihre Bedenken, wenn es ums Bezahlen geht. Aber neben den vermeintlich hohen Kosten und dem großen Aufwand an Zeit spielt auch die Sicherheit eine große Rolle. Auch mangelnde Ressourcen werden gerne genannt, wenn es darum geht, warum die Modehändler der britischen Insel ihren Kunden kein mobiles Shopping anbieten.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang aber die Aussage der Modehändler, dass sie davon überzeugt sind, dass wenn sie auf M-Commerce setzen würden, sich in den nächsten fünf Jahren ihr Umsatz erhöhen könnte und das um ein sattes Drittel. Dass diese Aussage ein bisschen kurios ist, wundert nicht, wenn man bedenkt, wie langsam sich die Briten an den modernen Fortschritt gewöhnen. 23 Millionen Briten besitzen in der heutigen Zeit ein Smartphone und nutzen es sehr eifrig. Sie würden wahrscheinlich auch gerne die neuste Mode mobil shoppen, aber das geht nicht bei den heimischen Modeanbietern. Wenn es nach Experten der M-Commerce Branche geht, machen sie einen riesigen Fehler. Nach einer neuen Untersuchung, die der Suchmaschinendienst Google in Auftrag gegeben hat, verdanken die Unternehmen, die M-Commerce anbieten, diesem Service rund 15 % ihrer Umsätze. Wer laut Expertenmeinung auf M-Commerce verzichtet, der kann auch ebenso gut einmal in der Woche seinen Internetshop zusperren und muss dann auf den Umsatz an diesem Tag komplett verzichten.

Wer aber clever ist, der mischt beim M-Commerce mit und bietet auch das Shoppen von unterwegs an. Die Konkurrenz schläft nicht, aber es hat den Anschein, als würde die britische Modeindustrie noch in einer Art sanftem Dornröschenschlaf liegen.

Bildquelle: © pan / Pixelio.de

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