Donnerstag, 21. September 2017

Mobil surfen ist IN

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und das Marktforschungsinstitut YouGov haben in einer repräsentativen Umfrage 1.142 Deutsche über 16 Jahre befragt, ob sie mobil surfen und dann die Zahlen mit einer Umfrage aus dem Jahr 2008 verglichen. Die erstaunlichen Zahlen kann man jetzt bei www.ibusiness.de nachlesen.

In welchem Bundesland surfen besonders viele Einwohner mobil und sind es eher Frauen oder Männer, die gerne mit dem Smartphone einkaufen gehen? In welchem Alter sind die meisten mobilen Surfer, sind sie jung oder gehören sie schon zur älteren Generation? Spielt das Einkommen eine Rolle, wenn man im mobilen Internet surft? Alle diese Fragen waren im Rahmen der Studie relevant und es gab zum Teil verblüffende Antworten. Immer mehr Frauen sind begeistert von der Möglichkeit des mobilen Surfens im Internet und kaufen sich deshalb ein Smartphone und buchen auch gleich die passende Flatrate dazu. Waren es im Jahre 2008 noch gerade einmal 16 %, so hat sich die Zahl drei Jahre später fast verdoppelt und liegt jetzt bei 31 %. Mobiles Surfen ist aber nach den Zahlen der neusten Umfrage immer mehr zu einer Sache für die jüngere Generation geworden. Obwohl das Interesse der Menschen über 50 Jahre am Internet im Allgemeinen zugenommen hat, beim mobilen Surfen dominieren die 16-24-jährigen die Umfrage mit 65 %. 47 % der Befragten zwischen 25 und 34 surfen regelmäßig, aber nur 17 % der Teilnehmer an der Umfrage der BVDW waren über 55 Jahre alt und begeisterte mobile Surfer. Hier gilt das Motto: je älter, desto weniger Interesse an Smartphones, mobilem Surfen und Flatrates.

Auch die Bundesländer spielten im Zusammenhang mit der Umfrage eine wichtige Rolle. Wo wird am meisten mobil gesurft? Erstaunlicherweise ist es keines der großen Bundesländer, sondern die zweitgrößte Stadt des Landes, Hamburg. In der Hansestadt surfen 54 % der Einwohner regelmäßig mobil. Ein großes Interesse besteht auch in Sachsen-Anhalt, das mit 46 % auf den zweiten Platz kam, gefolgt vom größten deutschen Bundesland, Nordrhein-Westfalen, mit 39 %. Einen Prozentplatz dahinter landete Rheinland-Pfalz.

Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage war das Einkommen im Zusammenhang mit dem mobilen Surfen im Internet. Hier gilt der Trend: Je mehr Geld im Monat zur Verfügung steht, desto mehr Interesse besteht auch am mobilen Surfen im Internet. Bei denjenigen, die 4.000,- Euro oder mehr im Monat verdienen, surfen 49 % mobil im Netz. 25 % sind mit dem Smartphone mobil im Netz, wenn sie zwischen 2.500,- und 4.000,- Euro verdienen. Von denen, die weniger als 2.500,- Euro im Monat zur Verfügung haben, surfen nur 27 % unterwegs. Das ist einleuchtend und nicht sehr überraschend, denn wer surft, der kauft auch und wer mehr Geld hat, der muss nicht dreimal überlegen, ob er sich eine Handtasche oder auch vielleicht Tickets für ein Konzert leisten kann. Alle, die weniger Geld haben, überlegen und kaufen nicht spontan. Dafür ist in dieser Gruppe das Surfen in den mobilen Netzwerken mehr von Interesse, denn das ist schließlich kostenlos und macht zudem auch noch Spaß.

Bilquelle: Niko Korte / Pixelio.de

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