Mittwoch, 24. Mai 2017

Mode aus dem Internet? Nicht für jeden interessant

Das Marktforschungsinstitut YouGov hat eine Umfrage mit 1.068 Teilnehmern über 16 gestartet, die man jetzt auch bei http://www.internetworld.de nachlesen kann. Wenn es nach den Ergebnissen dieser Umfrage geht, dann stellen die Deutschen an die Mode aus dem Internet hohe Anforderungen, und sind nicht so schnell bereit, einen Pullover, eine Hose oder ein paar Schuhe im Onlineshop zu bestellen. Immerhin, ein Viertel aller Smartphone- und Tablet-Besitzer hat nach eigenen Angaben schon einmal Mode und modische Accessoires in einem Internetshop gekauft, aber im Vergleich zu den anderen Ländern in Europa ist die Zahl eher gering. Auch wenn es um die entsprechenden Apps geht, sind die Deutschen User nicht überzeugt, denn nur gerade einmal 10% hat Apps zum Thema Mode auf dem Smartphone oder dem Tablet PC.

Vielleicht liegt es auch daran, dass es in Deutschland noch nicht so viele stolze Besitzer von mobilen Einkaufsmöglichkeiten gibt, denn in der Bundesrepublik haben 24% ein Smartphone und nur 5% ein Tablet. Wenn es aber um die Mode aus dem Internet geht, dann spielen ganz unterschiedliche Komponenten eine Rolle. In erster Linie achten die meisten auf eine sehr gute Qualität und das wiederum erklärt, dass viele eine bestimmte Marke bevorzugen, die einen guten Namen hat, was die Qualität angeht. No Name Modeartikel haben da weniger eine Chance. Der Preis spielt natürlich eine sehr große Rolle und auch die Optik sollte in jedem Fall stimmen. Ist ein Internet Shop nett aufgemacht und wird die Ware ansprechend angeboten, dann steigt auch die Kauflaune und es wird Mode geshoppt. Sogenannte warenfreie Onlineshops, wie sie in Großbritannien bekannt und auch sehr beliebt sind, spielen in Deutschland so gut wie gar keine Rolle und auch nur die wenigsten können sich mit dem Gedanken anfreunden, in einem solchen Shop zu kaufen. Dabei kann es sehr praktisch sein, in einem solchen Shop seine modischen Einkäufe zu machen.

Das „House of Fraser“ ist ein Renner unter den Onlineshops auf der britischen Insel, denn dieser Shop bietet über 100 verschiedene Brands unter einem Dach an. Man kann sich von der Bluse bis zu den Schuhen komplett einkleiden, ohne den Shop wechseln zu müssen. Sogar die passende Kosmetik wird im „House of Fraser“ angeboten. Für das deutsche Einkaufsverhalten ist das (noch) kein Thema, denn nur jeder Zweite würde die Ware auch kaufen, ohne sie anzuprobieren. Nur 25% der Befragten könnten sich vorstellen, in einem solchen Onlineshop einzukaufen. In Augenschein nehmen, den Stoff mit den Händen anfassen und natürlich auch die Kleidung anprobieren – das alles ist für die deutschen Käufer von großer Bedeutung. Viele kaufen einen Teil ihrer Kleidung im Netz, aber den meisten ist es einfach zu unsicher und letztendlich auch zu umständlich. Passt etwas nicht oder fällt ein Teil nicht so aus, wie man es erwartet hat, dann muss man es zurückschicken und das ist vielen mit zu viel Aufwand verbunden.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Über Nadine

Ein Kommentar

  1. Danke Nadine,

    super interessant! Als alter Händler beobachte ich die jetzt rasante Entwicklung vom Offline- zum Online Handel. Seit 2011 kann man diese Entwicklung nur als dramatisch bezeichnen, und ich bin sicher das ist erst der Beginn.

    Allerdings: Meines Wissens nach verdient kein größerer Online Händler in D Geld…ich prognostiziere mörderischen Wettbewerb, nicht nur bei den Versandkosten.

    Danke für den Link zu diesem sehr interessanten Artikel…

    Grüße

    Daniel