Montag, 24. Juli 2017

Neue Service-Gebühr der Affiliate-Netzwerke?

Laut einer neuen Studie der Ratingagentur ServiceRating nervt den Großteil der Deutschen der schlechte Service in Deutschland.

Deswegen sind über 76% der deutschen Verbraucher bereit, für zusätzlichen Service bei Produkten und Dienstleistungen mehr zu bezahlen. 57% der Kunden würden für besseren Service sogar einen Aufschlag von bis zu 5% auf den Grundpreis akzeptieren, weitere 37% sogar von bis zu 10%.

Auch unter Affiliates wird teilweise immer wieder über den teilweise schlechten Support bei bestimmten Affiliate-Netzwerken geschimpft. Vielleicht wäre es eine Lösung, den Affiliates für eine bestimmte Service-Fee einen speziellen Publisher-Manager anzubieten, bei dem man sofort Antworten auf allen Fragen erhält und der einen auch bei bestimmten Problemen weiterhilft, bzw. proaktiv mit Informationen und Tipps versorgt.

In Amerika ist es ja schon üblich, dass Affiliates z.B. für die Verwendung der Produktdaten eine Gebühr an das Netzwerk bezahlen müssen (CJ).

Wie denkt Ihr darüber?

Über eine konstruktive und sachliche Diskussion über die Kommentare würde ich mich freuen.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

10 Kommentare

  1. Die Fee bei CJ für die Produktdaten ist mehr ein Schutz gegen möchtegern Publisher die den Namen der Merchants vllt. nicht besonders gut vertreten würden.

    Statt einer Service Fee sollten die deutschen Netzwerke, ähnlich wie die amerikanischen oder teilweise auch die englischen Netzwerke, dazu übergehen Top Publishern spezielle Kontaktpersonen / Affiliatemanager zuweisen deren einziger Job es ist einigen Top Affiliates dabei zu helfen mehr Umsatz zu machen.

    Wer mehr Umsatz macht bekommt auch besseren Support.

  2. Einen persönlichen Ansprechpartner zu haben und diesen auch schnell via ICQ/Skype zu erreichen würde ich mir allzugerne wünschen.

    Ich bewerbe einige Amerikanische Portale und dort gehört ein solcher Ansprechpartner zur „Standardausrüstung“.

  3. lol! das kann nicht dein ernst sein, markus. ich legs mal unter linkbait ab.

    warum soll hier plötzlich für arbeitszeit bezahlt werden? viel sinnvoller wäre es, affiliates eine service-fee oder eine setup-fee zu bezahlen, um programme anzuschieben.

    wenn die strukturen passen, kann mit mit sehr geringem aufwand an der schnittstelle affiliate-netzwerk arbeiten. das hauptproblem ist, dass man ins risiko geht, wenn man zeitintensive seo-/programmierer-ressourcen von programm a (etabliert, stabilie umsätze, programmierung abgeschlossen) zu programm b (neu, umsätze unklar, programmierung noch zu erbringen) verschiebt.

    wenn man sicheres geld gegen unsicheres geld tauschen soll, dann muss dieses risiko eingepreist werden. affiliates, die das nicht machen, betreiben ein pures glücksspiel.

  4. Dafür bezahlen den Netzerken Umsatz generieren zu dürfen? Nö!

  5. Ich wäre klar gegen eine WEITERE Gebühr. Die Affiliate-Netzwerke nehmen sich mit einer Provision von 30% schon eine ganze Menge heraus. In der Vermittlung sind in so ziemlich allen anderen Branchen eigentlich 15-20% üblich. Dafür, dass die Netzwerke schon 30% vom Kuchen bekommen, sollte ein exzellenter Service eigentlich inbegriffen sein.

  6. Hi,
    Markus hat da Recht: es gibt eine Gebühr bei CJ in den USA für Produktdaten, und Peter auch – damit nicht jeder mit den Produktdaten machen kann was er will. Sicherlich ist aber auch der US Markt ganz anders: durch die Exklusivität der Advertiser sind diese i.d.R. nur bei CJ oder ein paar auch bei Linkshare. Und das macht den Unterschied: es gibt so gut wie keine Affiliate Agenturen (Sorry Markus 😉 und die Publisher müssen sich an viele Richtlinien halten. Vieles was in DE akzeptiert wird, geht in US gar nicht. Das der DE Markt durch die vielen Netzwerke (und eben Advertiser die auf vielen Netzwerken sind) sich eher nach der Reichweite richtet als nach den Wünschen der Advertiser (Schutz der Marke, Fraud Protection) sieht man an den in letzter Zeit aufgekommen Diskussionen. Bei CJ DE halten wir uns an die Regeln aus US und bekommen dafür inzwischen viel Zuspruch von den Advertisern – und auch Exklusivität.
    Trotzdem – oder gerade deshalb – bieten wir den Publishern den bestmöglichen Service durch persönliche Ansprechpartner – Gruß an unser PDM Team 🙂 Und das nicht erst wenn ein bestimmter Umsatzlevel erreicht wird (wie soll das auch gehen wenn sich keiner um den Publisher kümmert?!) sondern wenn wir Potential beim Publisher sehen.
    Achja, bei uns können Publisher auch umsonst anrufen – 0800-AFFILIATE 🙂
    Wir sehen das auch wie Patrick – für 30% Fee sollte exzellenter Service möglich sein – nachdem es aber personalintensiv ist braucht es 30%.

  7. Sollen die Netzwerke die interfaces doch erstmal nutzbar machen und basics wie validierung , anzeigen der nicht beworbenen programme , und PPs mit möglichen Steigerungsraten einbauen, dann kann man weiter reden.

  8. Der Service in bei den deutschen Affiliatentzwerken ist mitunter so schlecht, dass es Wochen dauern kann, bis man zu einem bestimmten Thema einen Ansprechpartner findet. Das heißt dann aber noch lange nicht, dass man auch eine sinnvolle Antwort bekommt. Auch die Umsetzung der API’s ist meist mehr als dürftig und das Thema Sub-ID-Tracking wird zur Entdeckungsreise.

    Ich denke nicht, dass man für solch selbstverständliche Services zahlen sollte. Würden diese in guter Qualität angeboten, würden sich die Netzwerke über rapide steigende Umsätze und innovative Lösungen Seitens der Publisher wundern.

  9. Also ich warte immer noch auf Datenfeeds die so brauchbar sind, dass ich bereit wäre dafür zu bezahlen. Datenfeeds, die kein valides XML-Darstellen bis dahin, dass wochenlang einfach nur Datenmüll rauskommt (Hyroglyphen, mit denen niemand mehr was anfangen kann) sind die offensichtlichsten Schwächen, aber fast genauso schlimm sind Datenfeeds die inhaltlich unvollständig sind, deadlinks beinhalten, Produkte falsch kategoriesiert und/oder verschlagwortet sind.

    Auf der A4U war ein Netzwerk noch nicht mal in der Lage mir zu sagen OB sie einen Datenfeed Qualtitätsprüfungsprozess überhaupt haben… Wofür soll ich da zahlen? Dafür dass ich einen fehlerhaften Dump aus dem Warenwirtschaftssystem des Merchants ungeprüft durchgeleitet bekomme?

    Wenn der Datenfeed so aufgebaut ist wie ICH (nicht die Affiliates allgemein) ihn brauche, dann können wir auch übers Bezahlen reden.