Donnerstag, 21. September 2017

Neue Zeitung für das iPad

Wie www.ibusiness.de jetzt berichtet, gibt es bald eine neue Form der Tageszeitung, die alle lesen können die ein iPad haben.

Die Zeitung lesen gehört einfach dazu, wenn man sich ausführlich über das aktuelle politische Tagesgeschehen informieren will, oder wissen möchte wie der Lieblingsfußballverein im letzten Spiel abgeschnitten hat und auch die Börsendaten sind von Interesse. Normalerweise kauft man sich eine Zeitung und hat dann oftmals Probleme. Im Freien lesen kann schwierig sein, besonders bei regnerischem und stürmischem Wetter und die Hände bleiben nicht ganz so sauber, vor allen Dingen bei den Zeitungen, die die Überschrift gerne fett und groß haben und dementsprechend nicht mit der Druckerschwärze sparen. Einfacher ist es natürlich eine elektronische Zeitung zu lesen, denn das geht bei jedem Wetter und die Finger bleiben auch noch sauber. Der Medienunternehmer Rupert Murdoch will jetzt eine neue Tageszeitung an den Start bringen, die besonders die Besitzer eines iPads ansprechen soll.

„The Daily“ – so soll die neue Zeitung von Rupert Murdoch heißen und sie bringt gegenüber den bereits bestehenden Zeitungen für das Notebook und den Computer wie zum Beispiel „Wired“, einige Neuheiten mit. Rupert Murdoch und sein Team wollen das Lesen und auch das Abonnement für die Kunden einfacher machen und haben sich etwas einfallen lassen. So können alle die in Zukunft die neue iPad Zeitung lesen wollen, das Abonnement nicht mehr mit einem Update bezahlen, wie das normalerweise der Fall ist, sondern die Gebühren werden automatisch eingezogen. Für 99 Cent kann man bei Rupert Murdoch eine Woche lang jeden Tag die Zeitung lesen.

Neu bei der iPad Zeitung ist auch, dass man per Klick seine Freunde und Kollegen am Lesevergnügen teilhaben lassen kann. Rupert Murdoch setzt bei seiner Zeitung auf die großen sozialen Netzwerke Facebook und Twitter. „The Daily“ bietet die Möglichkeit, einen Artikel der vielleicht besonders spannend oder kontrovers ist, via Klick an Facebook oder Twitter zu schicken, damit andere diesen Artikel lesen und man gemeinsam darüber diskutieren kann. Nach Meinung von Experten sind Murdoch und Twitter was die Aktualität angeht, ihren Konkurrenten wieder einmal mehr weit voraus.

Bleibt nur noch die Frage der Wirtschaftlichkeit einer solchen Zeitung fürs iPad. Bei „Wired“ hat sich gezeigt, dass es nicht ganz so einfach ist, eine elektronische Zeitung erfolgreich über einen längeren Zeitraum am Leben zu erhalten. Von anfänglich 100.000 Exemplaren werden heute gerade noch 20.000 an den Leser gebracht. Rupert Murdoch ist allerdings ein sehr erfahrener Mann, wenn es um die Verkaufsstrategien einer Zeitung geht. „The Daily“ ist so kalkuliert, dass die Betriebskosten in einer Woche nicht die Grenze von einer halben Millionen Dollar überschreiten. Wenn es Murdoch gelingt, jede Woche 500.000 Leser für seine Zeitung zu begeistern, dann rechnet sich „The Daily“.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio

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2 Kommentare

  1. Wobei ja noch Apple 30% der Einnahmen behält, dann sind es gleich wieder ein paar mehr Leser. Allerdings hat man das Glück, dass man als erster anbieten kann. Das sollte erstmal für ein paar Leser sorgen.
    Problem dürfte sein, dass die Nachrichten ja überall kostenlos gelesen werden können. Bevor die Zeitungen nicht ihre Webseiten massiv einschränken dürfte es für viele Zeitungen problematisch werden, genug Geld über sowas zu verdienen.

  2. Da kann ich Matthias nur zustimmen, Websites sind da eine starke Konkurrenz.

    Andererseits kann ich mir aber auch vorstellen, dass eine Zeitungs fürs IPad, die genauso aufgebaut ist wie eine normale Zeitung, also die Informationstiefe von der Redaktion bestimmt und ohne Hyperlinks, durchaus für Anklang sorgt, da der Leser die Verantwortung wieder ein wenig abgegeben hat und insbesondere am Morgen möchte man ja eigentlich nur gut informiert werden und nicht noch während der Busfahrt und mit dem Kaffee in der Hand entscheiden müssen, welche Themen nun so wichtig sind, dass man noch 3 Hyperlinks dazu lesen muss. DWK bietet etwas in der Art ja schon an – das nun noch mit einer einfachen App kombiniert, die auch ein zeitlich abgestimmtes Downloaden und Offlinelesen ermöglicht (nicht jeder hat eine entsprechende Flat), würde zumindest meine Begeisterung wecken 😉