Sonntag, 26. März 2017
Neues Google Update eine Gefahr für Affiliates?

Neues Google Update eine Gefahr für Affiliates?

Am letzten Wochenende fand in Berlin die SEO Campixx mit über 500 Teilnehmern statt. Ein wichtiges Thema in den Gesprächen mit vielen Affiliates war dabei auch das letzte Google Page Layout Algorithmus Update. Dieses wurde zwar bereits am 06. Februar 2014 in der Version 3 veröffentlicht, aber dennoch wurde in Affiliate-Blogs bisher nur selten darüber berichtet.

google-update

Was genau hat es mit dem Google Page Layout Update auf sich?

Das Update wurde erstmals im Januar 2012 weltweit eingeführt. Die Algorithmus-Änderung betrifft ca. 1% aller weltweiten Suchanfragen und soll damit die Qualität in den Suchergebnissen weiter verbessern.

Warum betrifft dieses Update viele Affiliate-Seiten?

Viele Affiliates verwenden zur Monetarisierung ihrer Seiten immer noch Werbebanner. Durch das Update achtet Google noch wesentlich intensiver auf das Verhältnis zwischen Inhalt und Werbe-Ads die sich direkt im sichtbaren Bereich (above the fold) befinden. Wenn also zuviele Werbeanzeigen im sichtbaren Bereich platziert werden, so könnte die Website dadurch abgestraft werden.

Was möchte Google dadurch erreichen?

Google möchte dadurch die User Experience einer Website noch mehr in den Fokus rücken.

Wie sollten Affiliates nun darauf reagieren?

Natürlich können Affiliates nun mit dieser Erkenntnis ihre Webseiten entsprechend optimieren. Für Google ist es auch weiterhin völlig legitim, dass sich Webseiten über Werbung finanzieren. Hierzu hat auch Matt Cutts von Google sich geäußert:

This algorithmic change does not affect sites who place ads above-the-fold to a normal degree, but affects sites that go much further to load the top of the page with ads to an excessive degree or that make it hard to find the actual original content on the page.

Dennoch sollten Affiliates noch intensiver darauf achten, dass der Content einer Seite für den User gut erkennbar ist, v.a. im sichtbaren Bereich. Hierzu möchte ich auch auf die Ursprünge des Affiliate-Marketings verweisen, denn Affiliate-Marketing kommt ja ursprünglich aus dem klassischen Empfehlungsmarketing. Daher bietet es sich generell immer an, Produkte oder Dienstleistungen im Zuge des Contents auch entsprechend zu empfehlen. Hierzu kann man neben Bannern auch Textlinks oder Produktbilder verwenden und diese diskret im Content platzieren.

Eure Meinung dazu?

Habt Ihr selbst schon Erfahrungen mit dem Google Update gemacht? Helft durch Euren Kommentar und Eure Erfahrung anderen Affiliates.

 

Bildquelle: © Kurt Michel / Pixelio.de

 

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

8 Kommentare

  1. Ich habe bei meinen Seiten die Werbung reduziert, die Headergrafiken und Logos verkleinert, sodass der Content weiter nach oben rutscht.

    Dann gibte es noch genügend Lösungen den Crawlern, wikipedia admins und allen anderen Werbekritischen keine Werbung anzeigen zu lassen.

  2. Google macht in diesem Punkt aber einen ziemlich schlechten Job. Ein Projekt von mir, welches nicht ein Tropfen Werbung auf der Seite hat, hat 84 % an Sichtbarkeit verloren laut Sistrix durch das Update.

    Wahrscheinlich denkt Google, die Artikelbilder, die über jedem Artikel passend zum Thema dargestellt werden, seien Werbebanner. Kann ich mir fast aber nicht vorstellen, Google sollte mittlerweile so schlau sein, Grafiken (Artikelbilder) und Werbebanner unterscheiden zu können.

  3. Ich finde diese ganze regelmäßige Aufregung um die Änderungen von Google etwas ermüdend und nicht zielführend. Google will die relevantesten Seiten ranken. Wer nicht relevant ist und trotzdem rankt, wird mittelfristig weg vom Fenster sein. Google kennt das Verhalten der Besucher auf den Seiten und braucht deshalb mittelfristig keine externen Signale, um zu erkennen, ob eine Seite relevante Inhalte liefert. Zukünftige Rankingkriterien sind Time on Site, Bounce-Rate, Click-back-Rate usw. Adieu Links, adieu Keywords-Dichte usw.

  4. Gerade Google zeigt über und neben dem eigentlichen Inhalt ja relativ viel Werbung an. Da hat es doch schon einen recht merkwürdigen Beigeschmack wenn man nun den Webmastern solche Vorgaben auferlegt. Aber ich denke für die Affiliates wird das Update eher keine schlimmeren Auswirkungen haben. Der Werbemitteleinsatz erfolgt bei den meisten nachhaltigen Angeboten ja eher auf Textlinkbasis. Die Adsense Seiten wo vor dem Inhalt 2-3 Medium Rectangle Ads eingebaut wurden habens nun aber sicherlichn zurecht schwer ;).

  5. Manche Seiten haben einfach nichts anderes im Sinn, als Banner zu platzieren. Mittlerweile setzt da allerdings auch schon eine Blindheit ein, man bemerkt solche Anzeigenteppiche oft kaum noch.

    Selbstverständlich sollen gerade auch Redner auf diversen Veranstaltungen auch selber darauf aufmerksam machen können, aber zudem noch Produktbanner und auch noch AdSense und und und … ich denke, das ist eine Entscheidung Googles, die in die richtige Richtung geht.

    Fasse mich dabei auf eineigen meiner Blogs an die eigene Nase … manches Mal muss man selbst drauf gestossen werden, da sich Fehler im Alltag immer mal wieder einschleichen. Ist keiner vor gefeit, ich finde die Entscheidung grundsätzlich gut, denn sie legt wieder mehr Gewicht auf den Inhalt, der schliesslich eine Seite erst wertvoll macht. Dazu einen empfehlenden Link und einen Banner sind immer drin, wenn der Text überzeugt hat.

    Wenn der Inhalt nicht überzeugt, dann bringen auch noch so viele Banner keinen Gewinn.

    Danke für den Artikel,

    Michael Marheine

  6. Patrick Bormann

    Hallo,

    das bedeutet nicht nur Umstellungen für Affiliates, sondern auch für Merchants, die sowieso schon immer mit der Attraktivität und Sichtbarkeit ihres Angebotes zu kämpfen haben. Plakativ: Reduziert sich die Zahl der Werbebanner eines Affiliates aufgrund des Algorithmus von 7 auf 4, so wird sich der Affiliate genau überlegen, welchem Merchant er diesen begrenzten Platz zur Verfügung stellt.

    VG

    Patrick

  7. ehrlich gesagt, geht es bei Google nicht logisch zu.
    Und das nicht nur bei euch im Affili Bereich.

    Ein Onlineshop ohne Banner, ständig aktuell und neue Produkte und Informationen, mobil tauglich was passiert…?!

    Man findet sich binnen 3 Wochen auf Seite 4 oder 5 wieder!!!

    Andere Mitbewerber(chen), mit ungepflegten, alten Inhalt, ohne Lagerbestände und miserablem Design + uralten Shopsystemen spült es wieder nach oben!

    Was soll das für einen Kundenmehrwert geben?

    Habe den Eindruck, dass Google wieder nur Werbegelder einstreichen möchte.

  8. „Anzeigenteppiche“ sind doch schon länger im Affiliate-Marketing verpönt. Um das herauszufinden, brauchte es nicht Google Update. Dezent untergebrachte Links oder mal ein unaufdringlicher Banner schaden keiner Affiliate-Seite. Ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht.
    „Zitat: Das ist wie im Offline-Leben von allem zuviel ist ungesund!“

    Danke für den informativen Artikel.