Sonntag, 19. November 2017
Provisionsmodelle im Affiliate Marketing

Provisionsmodelle im Affiliate Marketing

Letzte Woche erschien auf www.xpose360.de/blog der letzte Artikel der dreiteiligen Serie „Provisionsmodelle im Affiliate Marketing“. Die wichtigsten Inhalte möchten wir an dieser Stelle zusammenfassen.

Verbreitete Provisionsmodelle und 5 Tipps für Programmbetreiber

Der erste Teil stellt im Affiliate Marketing verbreitete Provisionsmodelle mit deren Vor- und Nachteilen vor.
Dazu gehören Cost per Order, Cost per Lead, Cost per Click sowie Hybrid-Modelle, bei denen verschiedene Vergütungsformen kombiniert werden. Advertiser können ihr Provisionsmodell wie gewünscht festlegen. Dabei muss zum einen nicht jeder Publisher dieselbe Provision erhalten – hier können individuelle Absprachen getroffen werden – und zum anderen können auch mittels Basket Tracking z. B. verschiedene Produktkategorien unterschiedlich vergütet werden.

Wie Programmbetreiber ein sinnvolles Provisionsmodell entwickeln, wird im Artikel in 5 Tipps vorgestellt:

  1. Provisionen der Wettbewerber prüfen
  2. Eigene Marge berücksichtigen
  3. Nicht bis an die Grenze gehen
  4. Erfolge belohnen: Staffelmodelle und Zielvereinbarungen
  5. Budget für Sonderwerbeleistungen

Vielschichtige Provisionsmodelle und Branchenbesonderheiten

Teil 2 der Serie steigt etwas tiefer in das Thema Provisionsmodelle ein und stellt zum einen vielschichtige Modelle und zum anderen Branchenbesonderheiten mit Beispielen vor.

Neben der Unterscheidung von Produktkategorien im Provisionsmodell – durch das schon angesprochene Basket Tracking – unterscheiden einige Advertiser auch bei der Werbeform des Publishers (prominente Platzierung / eher passive oder aktive Bewerbung?) und vergeben davon abhängig niedrigere oder höhere Provisionen.

Über Lifetime-Provisionen kann honoriert werden, wenn Publisher Kunden an den Advertiser vermitteln, die weiterhin aktiv sind bzw. zu Bestandskunden werden. Dies ist vor allem in der Glücksspiel- und Gaming-Branche verbreitet.
Besonders hohe Provisionen lassen sich unter anderem in der Finance-Branche erzielen – je nach vermitteltem Produkt bis zu 200 €. Aber auch im Bereich Internet, Hosting und Domains können sich Publisher über mittlere dreistellige Beträge pro Sale freuen.
Zum Teil sehr kreativ bei der Festlegung ihrer Provisionsmodelle sind Advertiser im Bereich Partnervermittlung und Dating-Plattformen, die beispielsweise je nach Alter oder Geschlecht der vermittelten User unterschiedlich hohe Provisionen zahlen.

Abschließend findet sich im Artikel ein Überblick über durchschnittliche Provisionshöhen in den Branchen Retail, Telko, Travel, Dienstleistung und Lead-Kampagnen.

Customer Journey Tracking im Affiliate Marketing

Das Customer Journey Tracking und eine entsprechende Vergütung zählt schon in den letzten Jahren zu häufig diskutierten Themen und wird daher im dritten Teil der Affiliate Serie aufgegriffen.

Laut unserem Affiliate Trend-Report 2017 sehen 50 % der Affiliates Probleme durch Last-Cookie-Wins Vergütungen, und auch für Advertiser ist eine darauf beruhende Einschätzung nicht optimal. Denn führen Advertiser den Grund für den Kauf eines Kunden immer zu 100 % auf den Kanal mit dem letzten Kontakt vor Kauf zurück, können sie ihre Marketing-Strategien nicht bestmöglich optimieren.

Mittels Customer Journey Tracking können alle Touch Points eines Kunden nachvollzogen werden.
Im Affiliate Marketing kann dadurch auch eine entsprechende Vergütung erarbeitet werden. Dass dies im Gegensatz zu einer reinen Last-Cookie-Wins Vergütung fairer ist und erfolgreich sein kann, zeigt auch eine Analye von Awin.

Da die Umsetzung eines Customer Journey Trackings mit nicht zu vernachlässigendem Aufwand verbunden ist, sollten Advertiser sich Schritt für Schritt herantasten.

Wenn man zunächst den Affiliate Kanal einzeln betrachten möchte, um erste Erkenntnisse zu erlangen, können Advertiser bei einigen Netzwerken entsprechende Funktionen nutzen – Touch Points außerhalb des Affiliate Kanals können aber nicht berücksichtigt werden.

Über Verena Weiß

Verena Weiß studierte in Würzburg Medienkommunikation und ist seit März 2016 als Senior Affiliate Managerin bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 mit Sitz in Augsburg tätig. Die zertifizierte Affiliate Managerin betreute seit 2014 bereits unterschiedliche Kunden, vor allem im Bereich Retail.