Sonntag, 19. November 2017

Recap Mobile Marketing Innovation Day 2015 in Wien

Am 13.05. fand in Wien der 4. Mobile Marketing Innovation Day – die Fachkonferenz zum Thema Mobile Marketing in Österreich – statt. Pünktlich um acht Uhr öffnete die Arena 21 im WienerMuseumsquartier ihre Pforten, um mehr als 300 Besucher für einen spannenden Konferenztag zu empfangen.

Josef Mantel - Veranstalter des MMID

Josef Mantl – Veranstalter des MMID

Um neun Uhr startete dann die Vortrags-reihe, eingeleitet durch die Begrüßung des unterhaltsamen Moderators Daniel Cronin und die offizielle Eröffnung des MMID2015 durch den Veranstalter Josef Mantl, Geschäftsführer der Full Service Kommunikationsagentur JMC.
In 20 kompakten Speaker Slots á 20 Minuten brachte ein hochklassiges Speaker-Line-Up den Besuchern die neuesten Entwicklungen und mobilen Zukunftstrends nahe. Dabei standen Themen wie das Internet of Things, Connectivity, Wearables, Mobile Advertising, Location Based Services, Big Data und Apps im Mittelpunkt.

Die Kaffeepausen sowie die einstündige Mittagspause konnten zum Networken genutzt werden. Kulinarisch wurden die Besucher über den Tag mit einem reichhaltigen Frühstücks- und Kuchen-Buffet, einem Burgervan und einem HotDog Wagen verwöhnt.

Internationales Speaker-Line-Up

Den Anfang der Vortragsreihe machten Martin Sternath und Alexander Gänsdorfer von T-Mobile Austria mit Ihrer Präsentation „Building new Foto 13.05.15 09 53 46Business Bridges“. Sie widmeten sich dabei den Themen Mobile Advertising und Big Data, wofür eigens das T-Mobile New Business Team gegründet wurde. Dieses entwickelt zukunftsträchtige mobile Strategien, fördert die Zusammenarbeit mit technisch innovativen Unternehmen und unterstützt thematisch passende Startups. Am Nachmittag folgte ein weiterer Vortrag von T-Mobile, der zeigte, wie durch anonymisierte Kundendaten von T-Mobile das Nutzerverhalten z.B. für Stadtplanungen genutzt werden kann, aber auch Plakatstellen und Shops vertagt werden können und somit der Besucherfluss gemessen werden kann.

Große Erwartungen wurden an Robert Venter und Raymond Wynne von Inspirado Technologies aus Dublin gestellt, die zeigten wie man bereits vor dem Start einer neuen App 1 Mio. Nutzer gewinnen kann. Alexis Johann von Styria Digital One berichtete in seinem Vortrag über die Macht des Second Screens, da inzwischen zwei Drittel aller Einstiege über mobile Endgeräte kommen. Da bei Werbung auf dem Smartphone nicht wie im TV weggesehen werden kann, wird sie oftmals als störend empfunden. Daher ist es essentiell für eine erfolgreiche mobile Kampagne, das passende Thema zum richtigen Zeitpunkt mit der passenden Sprache an die Zielgruppe durch sogenanntes Storytelling zu kommunizieren.

Jascha Samadi von Apprupt aus Hamburg präsentierte im Bewegtbildbereich Lösungen für stoppende Spots und verärgerte User, da für solche Werbung oftmals das Datenvolumen verbraucht wird und somit kein positiver Eindruck für die werbende Marke entsteht. Da über 50% der mobilen-Nutzer pro Woche über 20 Minuten Nachrichten uvm. über mobile Endgeräte ansehen, sind Lösungsansätze dafür essentiell. Z.B. gibt es die Möglichkeit, Videos in Apps bereits im Hintergrund und nur im Wlan Modus zu laden, ohne dass der User davon etwas merkt. Ebenso gibt es laut Samadi zwei Arten von Befindlichkeiten des Users: den Consumer state of need z.B. bei Uhr-, Wetter-App, sowie den Consumer state of want, etwa bei bei Spiele- und TV-Apps. In state of need Aplikationen wird Werbung als störend empfunden, während User im state of want Modus tendenziell offen dafür sind.

Consumer_State_of

Jascha Samadi – Apprupt

Marcel Aberle und sein Kollege von Insider Navigation und Card-eMotion aus Wien zeigten eindrucksvoll, wie durch Augmented Reality Desorientierung in großen Gebäuden, etwa an Flughäfen, mit Indoor Navigation über das Smartphone vermieden werden kann. Zusätzlich können dabei z.B. Couponing Aktionen für Shops vor Ort eingebaut werden und durch die Übernahme der persönlichen Daten aus dem Flugticket personalisiert ausgespielt werden.
Lukas Kinigadner demonstrierte in seinem Vortrag, wie das Smartphone über Anyline Texte statt QR-Codes lesen kann und zeigte so einen attraktiveren Weg der Verschmelzung der Off- & Online Welt auf.
Sehr unterhaltsam war der Vortrag von Chris Budgen, der anhand von Fallbeispielen erläuterte, wie man den Kunden im richtigen Moment gezielt und nachhaltig anspricht. Als Beispiel genannt eine Plakat Hundefutter Werbung in Deutschland. Am Werbeträger waren ein QR Code und ein Dispenser angebracht. Bei Scannen des QR Codes, kam aus dem Dispenser Futter für den Hund.
Mit Spannung wurde der Vortrag von Josh Partridge von Shazam erwartet. Er zeigte neue Möglichkeiten der App auf, wie z.B. die baldige Einführung des Shazam Logos in Print-Werbungen. Bei Scannen des Logos wird der zugehörige Spot mit weiteren Informationen direkt über das Smartphone abgespielt.

Shazam

Josh Partridge – Shazam, London

Im Vortrag von Dominik Wöber von Google ging es vor allem darum, dass die User Experience immer im Vordergrund stehen sollte. Mobile Seiten sind also für jedes Unternehmen Pflicht und die Learnings vom Desktop können nicht einfach auf mobile Bildschirme übertragen werden.
Björn Bollensdorff von Panono präsentierte eine Kamera, mit der erstmals 360 Grad Aufnahmen gemacht werden können. Dabei wird die Ball-Kamera in die Luft geworden – am höchsten Punkt lösen die 36 integrierten Kameras automatisch aus. So entsteht ein ganzheitliches Panorama, welches über das Tablet oder spezielle Brillen angesehen werden kann.
Besonders interessant fand ich den Vortrag von Fredrik Debong von mySugr – einem Diabetes Service Unternehmen. Dieses bietet mobile Lösungen wie Apps an, die den Therapie-Alltag erleichtern und den Nutzern dadurch mehr Lebensqualität bieten sollen. Frederik lebt selbst mit Diabetes und konnte so wirklich eindrucksvoll berichten, welche Erleichterung die mobilen Services von mySugr für seinen täglichen Alltag sind.

Weitere Speaker waren unter anderem Mario Aichlseder von Runtastic, Rafael Rasinger von der Aussenwirtschaft Austria, Bustya Attila von Colibri Labs, der über die Zukunft der Drohnen berichtete und diese über die Köpfe der Besucher fliegen lies, uvm.

Startups stellen sich vor

Ein weiterer toller Programmpunkt auf der Agenda des Mobile Marketing Innovation Days war das Startup Spotlight. Dabei bekamen sechs innovative, österreichische Jungunternehmer aus dem Mobile Bereich die Chance, sich und ihr Unternehmen in jeweils fünf Minuten vorzustellen:

  • Sweazer, eine mobile Shopping-Plattform
  • BRRRINGS, eine App die das Konzept von AirBnB auf Einkaufe überträgt
  • Smartmenu, ein innovatives Gastro-Konzept, v.a. für Speisekartenmanagement
  • ChatGrape, ein intelligenter Business Chat, der unterschiedliche Systeme vereint
  • Zoomsquare, eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Immobiliensuche
  • Noki, ein über das Smartphone-gesteuertes Türschloss

Im Anschluss an den Konferenztag lud der Veranstalter noch zu einer gemütlichen Networking Party ein. Der Mobile Marketing Innovation Day 2015 war für mich eine sehr gelungene und toll organisierte Veranstaltung, von der ich viel Input mit auf die Heimreise nach Deutschland nehmen konnte.

Über Romy Habelt

Romy Habelt ist Senior Affiliate-Manager bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Die Dialog- und Onlinemarketing-Fachwirtin (BAW) ist für den Ausbau der Branchen-Verticals zuständig. Seit 2009 ist Romy Habelt im Online Marketing aktiv und trat zudem schon als Speakerin auf Konferenzen wie der Affiliate Conference auf.