Freitag, 21. November 2014
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Sicherheit ist wichtig wie nie

Eine internationale Studie von TNS Infratest, die man bei http://www.internetworld.de nachlesen kann, ging der Frage nach, wie sicher oder besser wie unsicher sich die Nutzer von sozialen Netzwerken im Allgemeinen und Facebook im Besonderen fühlen. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem die deutschen User sehr verunsichert sind, wenn es um ihre Daten und besonders wenn es um die Weitergabe ihrer Daten bei Facebook geht. 78% der für die Studie befragten Deutschen haben Angst um ihre Privatsphäre bei Facebook und auch bei anderen sozialen Netzwerken. In Österreich sind es 77% und in der Schweiz, einem Land, das sehr viel Wert auf Diskretion legt, sind es immerhin noch 75%. In Europa sehen die Dänen den Umgang mit vertraulichen Daten sehr locker, denn nur 37% der dänischen Facebook Nutzer haben Angst, dass ihre Daten in die falschen Hände geraten könnten. Sehr locker gehen die Menschen in Thailand mit ihren Daten um, denn in einem weltweiten Vergleich haben nur 35% Angst um ihre Daten und in Vietnam sieht es mit 35% ähnlich relaxt aus.

Die Zahlen der Studie, an der 72.000 Internetnutzer zwischen 16 und 65 Jahren in 60 Ländern teilnahmen, sind verständlich und auch nachvollziehbar, aber das Verhalten der User gibt Rätsel auf. So sind zum Beispiel 67% der deutschen Nutzer mehr als nur beunruhigt, dass die sozialen Netzwerke eine Unmenge von Daten bekommen und diese auch speichern. Diese Datenspeicherung macht Sorge und auch ein eventueller Missbrauch für kriminelle Zwecke ist etwas, was den Usern zu schaffen macht. Auf der anderen Seite, und das ist das Seltsame an der Geschichte, sind besonders diejenigen, die sich am meisten um ihre Daten und um ihre Privatsphäre sorgen, sehr oft in sozialen Netzwerken unterwegs sind. Rund 16 Stunden in der Woche surfen die Ängstlichen im Schnitt im Netz, die Sorglosen sind nur rund 14 Stunden pro Woche online bei Facebook oder ähnlichen sozialen Netzwerken. Alle, die ängstlich besorgt sind, kann man aber nicht nur bei Facebook, sondern auch bei Twitter und anderen Plattformen finden.

Nach Meinung von Experten befinden sich die User von sozialen Netzwerken in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite wollen sie die Möglichkeiten nutzen, sich mit Freunden zu unterhalten, zu chatten oder neue Bekannte zu finden, auf der anderen Seite wollen sie aber nicht, dass ihre Daten gespeichert und weiter gegeben werden. Die Meisten, die sich im Rahmen der Studie besorgt gezeigt haben, vergessen aber sehr schnell, wovor sie Angst hatten, wenn sie erst bei Facebook sind, chatten oder die neusten Bilder von sich hochladen. Sie verdrängen dabei ihre Angst, denn der Reiz und die Möglichkeit, eine Plattform zur Selbstdarstellung zu haben, ist einfach größer.

In diesem Zusammenhang sollte man sich immer sehr genau überlegen, was man ins Netz stellt oder was man von sich preisgeben will, denn hinterher ist es meistens für eine Korrektur zu spät.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de

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Ein Kommentar

  1. Ich finde auch, dass man mit den sozialen Netzwerken vorsichtiger umgehen soll. Leider laufen nicht nur junge Nutzer Gefahr, Daten ins Netz zu stellen, von denen sie nicht wollen, dass sie öffentlich werden, sondern vor allem User mit weniger Erfahrung.