Samstag, 22. Juli 2017

Spam oder nicht Spam – das ist hier die Frage

Einen interessanten Bericht zum leidigen Thema Spam Mail kann man jetzt bei www.ecin.de lesen. Der Bericht untersucht sehr ausführlich die Problematik der Mailanbieter, auf der einen Seite dem Kunden entgegenzukommen und so viele Spam-Mails und Junk-Mails effektiv zu filtern, und auf der anderen Seite immer mit der Gefahr zu leben, den Kunden zu bevormunden. Das Email Marketing ist eine schwierige Sache und kann für denjenigen, der sich über ein ständig übervolles Postfach ärgert, zu einem Dauerthema werden. Nicht selten wechseln Kunden den Anbieter, weil sie ständig mit Spam Mails zugeschüttet werden, nur um dann beim neuen Mailanbieter genau das Gleiche zu erleben. Wie soll man der Flut von Mails Herr werden, die in der Regel nur nerven, aber keinen geistigen Sinn mehr haben? AOL, G-Mail, Yahoo, Google und auch Hotmail haben sich über dieses schwierige Thema so ihre Gedanken gemacht und fast übereinstimmend beschlossen, den Kunden mehr eigene Verantwortung zu übertragen, welche Mail sie wie einordnen. Gefiltert werden soll in der Zukunft nach den Bedürfnissen des Kunden und nicht mehr nach den Kriterien der Mailanbieter.

Die neuen Wege, die die Mailanbieter gehen wollen, klingen ein bisschen nach Resignation, denn es scheint fast, als hätten sie den ständigen Kampf ums Filtern der Mails bereits aufgegeben. Nach dem Motto: Soll der Empfänger doch einfach selber bestimmen, was Spam ist und was nicht. Das Thema, inwieweit der Mailanbieter in die Belange des Kunden eingreifen kann oder soll, ist schon lange etwas, das kontrovers diskutiert wird. So war AOL schon besorgt, wenn Kunden über einem Prozentsatz von 0,1 Spam Mails bekamen und reagierte entsprechend. Die Folge von dieser fast schon ein wenig hysterischen Filteraktion war zuweilen ein heilloses Durcheinander. „Gute“ Mails wurden rigoros in den Spamordner gelegt und „Schlechte“ kamen ungefiltert ins normale Postfach. Zu dieser ganzen Problematik gesellten sich auch immer ausgereiftere und clevere Techniken, die auch die schärfsten Filter umgehen konnten. Jetzt so scheint es, als ob die bekannten Mailanbieter die Notbremse gezogen haben. Wie sehen die Neuigkeiten zum Thema Spam aus?

G-Mail, Hotmail und auch AOL setzen auf verschiedene, aber sehr ähnliche Neuheiten mit dem Namen Inbox Verwaltung. In dieser Box gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und der Kunde kann weitgehend selbst bestimmen, was passiert. Es gibt die Buttons „Wichtig und ungelesen“, „Markiert und alles andere“. Es ist die Sache des Kunden, was er wie und wo einsortiert. Bei Hotmail hat man sich noch mehr Gedanken gemacht und die Inbox noch ein wenig mehr verfeinert. Wenn in der Zukunft eine Mail, die eigentlich in den Spamordner gehört, vom Empfänger aber positiv aufgenommen wird, dann landet sie automatisch beim nächsten Mal nicht mehr unter der Kategorie Spam. Die Provider haben sich ehrgeizige Ziele gesteckt. Sie wollen mit den Neuerungen den Kunden in die Verantwortung nehmen und gleichzeitig die Spams ausmerzen. Ob das allerdings so gelingt, ist mehr als fraglich.

Bildquelle: © iwona golczyk / Pixelio.de

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Ein Kommentar

  1. Prinzipiell bin ich der Meinung, der ISP sollt edem Kunden die Eingruppierung überlassen und lieber eine lernende Software installieren, die lernt, was der Kunde als Spam einsortiert und was nicht.
    Bei mir landen fast alle Re:-Sachen automatisch im Spam. Da muß ich dann immer selber schauen, ob ich nicht doch eine Konversation am Laufen habe. Im geschäftlichen Bereich fahre ich mit Klick-Tipp gut.

    Gruß
    Christoph