Montag, 23. Oktober 2017

Unfreiwilliger Werbestar durch Facebook

Wie man bei www.ecin.de lesen kann, ist es möglich zum neuen Werbestar zu werden, wenn auch eher unfreiwillig.

Soziale Netzwerke sind für viele Firmen und Unternehmen die ideale Plattform, um Produkte und Dienstleistungen an den Mann und an die Frau zu bringen. Wer sich in einem der vielen Netzwerke registrieren lässt und dort mit seinem Profil gespeichert ist, der kann sicher sein, dass seine Daten nicht immer so sicher sind, wie man es gerne sehen würde. Vor allem wenn man sich mit anderen Nutzern austauscht, dann sind diese Informationen für andere sehr interessant. Diese Praxis ist bekannt, denn wer sich zum Beispiel als leidenschaftlicher Bahnfahrer outet oder allen Bekannten und Freunden erzählt, dass er eine bestimmte Kaffeesorte bevorzugt, der ist als Werbefigur deutlich glaubwürdiger als ein Schauspieler, der für diese Produkte Werbung macht. Firmen und Unternehmen wissen sehr genau, dass die meisten Menschen eher dem glauben, was ihnen Dritte erzählen, als den Werbeaussagen in Zeitschriften oder den Werbespots im Fernsehen, von denen die meisten nur noch genervt sind. Diese Tatsache hat sich Facebook zunutze gemacht und wer leichtsinnigerweise den „Like“ Button bei Facebook drückt, der kann sich unter Umständen als unfreiwilliger Werbestar wiederfinden.

Facebook hat keine Probleme mit dieser Art von „Vermarktung“ und spricht offen aus was andere schon wissen, dass nämlich bestimmte Bilder aus dem ständigen Informationsfluss herausgefiltert und zu Werbezwecken genutzt werden. Beim größten sozialen Netzwerkbetreiber der Welt kann man die Empörung und den Ärger der User einfach nicht verstehen, denn wer sich bei Facebook anmeldet, der sollte schließlich wissen, dass seine Daten gespeichert werden und viele Dinge sehr transparent gemacht werden.

Die meisten unfreiwilligen Werbestars stört es vielleicht noch nicht einmal, dass sie ihr Gesicht in Werbekampagnen wiederfinden, was sie viel mehr stört ist die Tatsache, mit welcher Selbstverständlichkeit und fast schon Arroganz Facebook an diese Sache herangeht. Sie möchten schlicht und einfach nur von Facebook darüber informiert werden, wenn sie schon als Gesichter für die Werbung hinhalten müssen. Als Facebook zum ersten Mal mit diesen Vorwürfen konfrontiert wurde, hat man versucht, das Ganze als eine Art Missverständnis abzutun, mittlerweile geben die Betreiber des Netzwerks aber offen zu, was sie mit den Profilen und Daten einzelner Nutzer machen. Aus Sicht von Facebook wissen die Nutzer auf was sie sich einlassen, wenn sie sich bei Facebook anmelden und man hat keinerlei Verständnis für die Verärgerung und Empörung.

Das was Facebook mit den Daten seiner User macht, bringt natürlich jeden Datenschützer auf die höchste Palme. Aber etwas dagegen unternehmen können sie leider (noch) nicht. Bleibt nur der Rat, den „Like“ Button nicht allzu oft zu betätigen.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de

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