Samstag, 23. September 2017

Verlage setzen zukünftig auf Affiliate Marketing

Der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) hat eine neue Studie zum Thema „Digitale Erlösquellen für Verlage“ veröffentlicht.

Dabei hat der VDZ über 440 Verlage kontaktiert. Insgesamt nahmen 78 Vorstände, Geschäftsführer, Verlags-, Bereichs- und Abteilungsleiter an der Befragung teil.

Es stellte sich heraus, dass über 41,1% der Verlage Affiliate Marketing als neue Umsatzquelle einplanen. 15,1% nutzen es bereits.

Somit ergibt sich auch zukünftig großes Umsatzpotential, denn wenn über 41% der Verlage damit beginnen, Affiliate Werbung auf Ihren Online-Portalen zu integrieren, eröffnet sich dadurch eine weitere sehr große Reichweite, die dem Affiliate Marketing zu weiterem Wachstum verhelfen wird.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

5 Kommentare

  1. na da bin ich doch mal gespannt, wie lange es dauert, bis die großen verlage schnallen, wie das mit postview (speziell multimerchant-banner) funktioniert. dann können die das nämlich sehr schnell selber machen.

    das würde im umkehrschluss bedeuten, dass es schwerer wird, flächen für arbitragegeschäft zu bekommen. und damit würde es nochmal deutlich härter für player werden, die keine eigenen sites haben, sondern nur werbeflächen einkaufen.

    den netzwerken/agenturen wird´s egal sein, denn der umsatz würde ja gleich bleiben, wenn nicht sogar steigen.

    das jahr bleibt spannend. mal sehen, wer es überlebt.

  2. @Jens Die Verlage können sich ja auch Leute holen, die das schnallen. 😉

  3. @inga: mir war klar, was du bei jan machen würdest, bevor du es mir gesagt hast. für jeden, der klar denken kann, liegt auf der hand, was passieren MUSS.

    dann mache ich doch gleich mal den hypothesen-live-test: würdet ihr euer inventar an affiliates verkaufen, wenn ihr es auch mit den selben merchants selber monetarisieren könnt?

    und komm mir jetzt nicht mit „kommt drauf an“, sonst läuft ab morgen werbung mit meinen netzwerk-ids bei euch und wir machen nen 50/50-split.

  4. Interessante Diskussionsrude 🙂

    @Jens

    Häufig ist es ja auch so, dass die Netzwerke Kooperationen mit den Verlagen haben und die Werbung dort steuern. Manchmal kommt man so als Merchant einfacher an die Verlage ran.

    Oft ist es auch so, dass die Verlage oder Vermarkter auch nicht den direkten Kontakt mit den verschiedenen Merchants möchten, sondern mit einem Netzwerk- oder Agentur-Ansprechpartner, der mehrere interessante Kampagnen betreut.

  5. @markus: ganz genau. so wie du sagst, ist es.

    und noch ist es so, dass dazwischen in vielen fällen ein affiliate hängt (ich denke mal, dass da neben noch fehlenden kontakten/fachwissen ein paar politische gründe mitspielen werden) und meine hypothese ist die, dass das nicht mehr allzulange der fall sein wird.

    dann werden die zwischenhändler (affiliates, die arbitragegschäft machen) ausgeschaltet. das führt NICHT zu sinkenden umsätzen bei netzwerken/agenturen (im gegenteil: wenn die verlage mehr geschäft aufs affiliatemarketing verlagern gehen die umsätze dort sogar hoch), aber zu sinkenden umsätzen bei arbitrage-affiliates bzw. im falle postview (größeres postview-volumen der verlage vorausgesetzt bei stabilen rahmenbedingungen) zu sinkenden tkps bei allen affiliates, die mit postview arbeiten.

    was dann passieren (bzw. beschleunigen) würde, wäre ein ebenfalls normaler prozess: marktkonzentration bei den großen verlagen und weitere erhöhung der markteintrittsbarriere für neue affiliates. gräbt man mit der maßnahme desweiteren gleichzeitig noch den bestehenden affiliates das wasser ab, passiert genau das, was ich ja bereits x-fach angekündigt hatte – die kleineren affiliates sterben mehr oder weniger aus (was dann wiederum zu einem neuen gleichgewicht führen könnte, das für mittelgroße/große affiliates von vorteil sein könnte).

    will ich allerdings als merchant dauerhaft niedrige preise haben, würde ich ernsthaft anfangen, nachzudenken, wie man dem trend entgegensteuern kann. ein oligopol ist immer teurer als ein normales marktumfeld mit vielen playern. auf die weitergabe von skaleneffekten würde ich nicht setzen, denn dafür sieht die kostenstruktur der verlage viel zu schlecht aus.