Sonntag, 26. März 2017

Verschläft die Tourismusbranche einen Trend?

Eine Studie mit dem Titel „Tourismus 2011“ von Peppermind und Kochan und Partner, die jetzt erschienen und bei www.internetworld.de nachzulesen ist, zeigt, dass sich kaum ein Reiseunternehmen die Mühe macht, seine Kunden auch auf mobilen Weg via Apps oder über die sozialen Netzwerke zu erreichen. Statt Information und Kommunikation für Smartphone- und Handybesitzer setzen die meisten Unternehmen in der Touristikbranche nach wie vor auf die Klassiker Reisebüro und Prospektmaterial. Bestenfalls die eigene Homepage ist noch ein Bestandteil der Werbung, aber auf den Gedanken auch über die sozialen Netzwerke oder entsprechende Apps fürs Mobilphone auf sich aufmerksam zu machen, kommen nur wenige Unternehmen der Branche.

Die Zahlen der neuen Studie sprechen eine sehr deutliche Sprache. Rund ein Viertel aller Nutzer von Smartphones und Handys informieren sich unterwegs über die Angebote der Reiseunternehmen, buchen Hotelzimmer und Mietwagen, oder halten nach neuen attraktiven Reisezielen Ausschau, wobei das Interesse kontinuierlich steigt. Leider bietet aber nur jedes zehnte Reiseunternehmen auch Angebote in Form von Apps und macht so dem Kunden die Auswahl und auch das Buchen einfacher, schneller und bequemer. Nur ein Viertel der für die Studie befragten Unternehmen nutzt die mobile Werbung auch als festen Bestandteil ihrer Werbestrategien. Ein weiteres Viertel zieht die Möglichkeiten immerhin in Erwägung und der Rest ist immer noch zögerlich. Nach Meinung von Experten wird hier sehr viel gutes Potenzial verschenkt, denn die mobile Werbung über das Handy und auch die konsequente Nutzung der sozialen Netzwerke ist mehr als nur ein Trend, sondern sehr wahrscheinlich zukunftsweisend.

Eine Kurzreise nach Mallorca, ein Trip in ein exotisches Strandparadies, eine interessante Städtereise in die Metropolen dieser Welt oder einfach nur eine Familienreise an die Nordsee oder ein entspannter Wanderurlaub in den bayrischen Alpen – die Wünsche und Ziele der Kunden sind verschieden und viele Reiseunternehmen meinen, diese Wünsche anhand von Gesprächen im Reisebüro oder beim Durchblättern von bunten Prospekten erraten zu können. Was der Kunde aber genau möchte oder welche Reiseziele momentan ein heißer Trend sind, das kann man auf die klassische Art und Weise natürlich nicht erfahren. Immerhin setzen 44 % der für die Studie befragten Reiseunternehmen mittlerweile auf die sozialen Netzwerke, bevorzugt auf Facebook. 65 % verlassen sich dabei auf die eigene Recherche und 23 % fragen bei ihren Kunden detailliert nach, welche Vorstellungen und Wünsche sie im Bezug auf den Urlaub und die nächste Reise haben. 32 % gehen auf Nummer sicher und machen eine Marktanalyse zu diesen Themen.

Viele Unternehmen mussten in diesem Zusammenhang aber auch feststellen, dass Praxis und Theorie immer nur bedingt zueinanderpassen, wenn es um die Werbung von neuen Kunden oder die Steigerung des eigenen Images geht. Aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass bei Kunden sehr wohl standortbezogene Dienste, gute Empfehlungen von Freunden und Bekannten und vor allem auch die Bewertungsportale der sozialen Netzwerke immer mehr an Bedeutung gewinnen konnten. Das sollte ein Grund sein, mehr auf die mobile Werbung mittels App oder auch auf die sozialen Netzwerke zu setzen.

Bildquelle: © berlin-pics / Pixelio.de

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