Sonntag, 22. Oktober 2017

Vertrauen ist gut – aber nicht im Internet

Eine ACTA Studie, die jetzt bei http://www.internetworld.de online ist, wollte von den Nutzern des Internets wissen, wie sie es mit dem Vertrauen halten. Wer hat einen guten Ruf, wenn es um seine Reputation geht und wer ist bei den Usern nicht so sehr beliebt? Es ist keine allzu große Überraschung, wer sich am Ende der Liste befindet, wenn es ums Vertrauen geht, aber der Spitzenreiter der Vertrauensliste ist in den Augen vieler nicht gerade das, was man unter vertrauenswürdig versteht. Umso überraschender ist die Nummer eins.

Es gibt bestimmte Berufsgruppen, zu denen Menschen einfach kein gutes Vertrauensverhältnis aufbauen können. Politiker gehören ebenso dazu wie Versicherungsvertreter und auch Kaufleute und Anwälte finden sich mit schöner Regelmäßigkeit in den Vertrauenslisten wieder, die von Zeit zu Zeit erstellt werden. Aber wie schaut es im Internet aus? Wem vertrauen die Nutzer am meisten und wem überhaupt nicht? Erstaunlicherweise ist die Deutsche Telekom der Spitzenreiter, wenn es ums Vertrauen geht. Im Normalfall wird besonders der Deutschen Telekom gerne vorgeworfen, es mit den äußerst sensiblen und persönlichen Daten der Kunden nicht so genau zu nehmen und diese auch gerne man an Dritte zu verkaufen. Trotzdem sind laut Studie 45 % der Befragten der Meinung, dass die Deutsche Telekom ihr vollstes Vertrauen hat. Mit 27 % auf dem zweiten Platz in der Liste steht der Internetriese Amazon, und den dritten Platz belegt mit 25 % die Firma Microsoft. Vodafone landet ebenfalls mit 25 % auf dem vierten und eBay mit 23 % auf dem fünften Platz. Damit konnten sich beide noch vor dem Giganten Apple platzieren, der nur bei 21 % der Befragten als vertrauenswürdig gilt.

Das untere Drittel beginnt mit E-Plus und mit Google, die 20 % beziehungsweise 19 % bekamen. Es folgt 02 mit 18 % und 1&1 mit 16 %. Die beiden Schlusslichter heißen Yahoo (10 %) und wie nicht anders zu erwarten, Facebook mit gerade mal 8 % der User, die dem sozialen Netzwerk ihr Vertrauen schenken würden. Es geht besonders um die persönlichen Daten, die User geschützt wissen wollen. Wenn es um diese Daten geht, hat Facebook nach Ansicht vieler Menschen, die das soziale Netzwerk nutzen, immer noch gewaltige Defizite und das erklärt auch das mangelnde Vertrauen. Auch wenn Facebook nach wie vor boomt, so machen sich doch immer mehr User Gedanken darüber, was mit ihren Daten passiert. Auch wirtschaftlich steht Facebook gut da, denn im dritten Quartal dieses Jahres wurde der Umsatz auf satte 1,26 Milliarden Dollar gesteigert. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2011, wo sich der Umsatz auf 954 Millionen Dollar belief, ist das ein mehr als sattes Plus.

Es ist eine gewisse Zwiespältigkeit, die Facebook umgibt, denn auf der einen Seite wird die User Gemeinde weltweit immer größer und auf der anderen Seite entziehen immer mehr Menschen dem größten sozialen Netzwerk das Vertrauen und werden immer misstrauischer, wenn es um die persönlichen Daten und das geht, was Facebook damit anstellt.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

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Ein Kommentar

  1. Was heißt denn hier im „Normalfall“? Wie viele deutsche Unternehmen fallen dir denn ein, mit einem Datenschutz-Vorstand? Sei ganz beruhigt, dass das Thema Datenschutz bei der Telekom eine sehr hohe Priorität genießt. Viele Dienstleister, die mit der Telekom zusammenarbeiten können das sicherlich bestätigen.