Sonntag, 22. Januar 2017

Wenn der Paketbote klingelt

Eine neue Studie mit 4.700 Onlinekäufern, die von Fittkau & Maaß mit dem Titel „Trends im E-Commerce“ in Auftrag gegeben wurde und die man bei http://www.internetworld.de nachlesen kann, beschäftigt sich mit dem Thema Versand der Onlinehändler und die Zufriedenheit der Kunden. Wer kennt das nicht? Man bestellt etwas im Internet und aus der vom Händler versprochenen Versandzeit von maximal drei Tagen werden zwei Wochen, und das ist mehr als nur ärgerlich, zumal wenn es sich um ein Geschenk handelt. Auch dass der Paketbote immer dann auf der Matte steht, wenn man nicht zu Hause ist, verärgert viele Onlinekäufer. Wie zufrieden sind die Deutschen mit dem Versand der Waren, die sie im Netz kaufen und wo gibt es Probleme, die die Onlinehändler beseitigen sollten?

Im vergangenen Weihnachtsgeschäft wurde ein Umsatz von 6,8 Milliarden Euro gemacht und alleine auf das, was im Internet gekauft wurde, entfielen 4,4 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von satten 22% gegenüber dem Vorjahr. So war der Spitzentag beim Marktführer Amazon der 18. Dezember 2011, denn an diesem Tag gingen 2,8 Millionen Bestellungen bei Amazon ein, also 32 in einer Sekunde. Am nächsten Tag gingen zwei Millionen Pakete und Päckchen mit Smartphones, Büchern, CDs und DVDs, Spielen und E-Readern raus zu den Kunden, verpackt auf 660 Lkws. Eine logistische Meisterleistung, die leider nicht allen Händlern so gut geglückt ist. Trotzdem war ein Fünftel der befragten Studienteilnehmer mit dem Versand zufrieden oder sogar sehr zufrieden. 45% würden allerdings nicht mehr im Internet bestellen, weil die von ihnen gewünschte Form der Lieferung nicht angeboten wird. Jeder Fünfte hat schon einen Kauf abgebrochen, weil ihm die Lieferbedingungen nicht gepasst haben. Die meisten Internetshopper bemängeln den falschen Zeitpunkt der Lieferungen und die Art und Weise, wie mache Internethändler eine erneute Zustellung bewerkstelligen. Jeder zweite Käufer wäre sogar bereit ein wenig mehr zu zahlen, wenn die Lieferung zum Beispiel am Morgen vor der Arbeit oder auch am Abend zugestellt würde, wenn man zu Hause ist. 57% sprechen sich dafür aus, dass die Händler am nächsten Vormittag noch einmal liefern und man nicht mit einem Abholschein zur Filiale der Post oder zu einem Hermes-Shop gehen muss. Ebenfalls jeder Zweite ist bereit, auch mehr zu zahlen, wenn die Sendung an einem Sonn- oder Feiertag geliefert würde.

Aber nicht nur wenn es um den Zeitpunkt der Lieferung geht, sind viele unzufrieden, auch die Auswahlmöglichkeiten passen vielen nicht. Fast drei Viertel der Kunden möchten, dass ein Händler mehrere Optionen anbietet, was den Versand angeht, und bei jedem Zweiten spielt eine wichtige Rolle, ob die von ihm bevorzugte Versandart auch angeboten wird. Nach diesen Kriterien werden die Online Shops ausgesucht und die Händler, die in diesem Fall keine große Flexibilität anbieten können, die haben schlechte Karten. Interessant für den Kunden sind dann die Shops, die mehrere Versandarten anbieten und bei diesen Händlern wird dann in der Regel auch gekauft.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

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Ein Kommentar

  1. Ich denke gerade die Auswahl bei den Paketdiensten wäre wichtig. 
    Ich hatte z.B. schon Zusteller, die generell nie geklingelt haben und direkt einen Abholschein in den Briefkasten geworfen haben. Wenn ich also die Wahl habe, lasse ich mir doch meine Ware von einem Paketdienst liefern, dessen Paketbote auch gerne mal zwei mal klingelt und einen kurzen Moment an der Tür wartet. Daher bestelle ich natürlich lieber bei einem Händler, der mehrere Paketdienste zur Auswahl anbietet.