Montag, 25. September 2017

Werbung in der Hosentasche – mobile Advertising schlägt klassische Onlinewerbung

630891_web_R_K_by_Tony Hegewald_pixelio.deMobile Advertising ist angesichts der aktuellen Zahlen zur Nutzung von Mobiltelefonen das Schlagwort der Zeit und künftig aus einem erfolgreichen Affiliate-Marketing wohl nicht mehr wegzudenken. Laut dem Nielsen-Report zur Smartphone-Nutzung besaßen im 1. Quartal 2013 etwa zwei Drittel der Handybesitzer in Deutschland ein Smartphone. Rein statistisch betrachtet überschreitet die Verbreitung von Mobiltelefonen hierzulande die 100-Prozent-Marke. Der einstige Verwendungszweck eines Telefons, nämlich das Telefonieren, spielt allerdings mittlerweile eine untergeordnete Rolle. Heute konzentriert sich der Nutzer lieber auf das Surfen, Mailen und Spielen. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen, egal wo man ist. Spaß und Information nehmen einen hohen Stellenwert ein.

Knapp 37 Prozent der über 14-jährigen Deutschen sind mit ihrem Mobiltelefon im Internet unterwegs, ergab die Studie „ der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof), welche damit das Resultat des oben genannten Reports untermauert. Fast 26 Millionen Menschen in Deutschland zählen zu den Unique Mobile Usern, kurz UMU genannt. Es ist klar, dass das mobile Internet in unser Leben Einzug gehalten hat und einen wichtigen Bestandteil desselben darstellt. Dies bedingt zugleich ein Umdenken bei den Werbenden. Das Medium „mobiles Internet“ hat sich längst aus dem Schatten des klassischen Internets am heimischen PC gelöst und es eröffnet eine Reihe von neuen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Die Menschen sind über das sogenannte Mobile Advertising gut erreichbar, sofern es passend eingesetzt wird. Wie das klassische Internet muss sich die mobile Version des Netzes erst noch beweisen, dennoch sind bereits jetzt Auswirkungen auf den Nutzer erkennbar.

Im vergangenen Jahr befragte das Beratungsunternehmen Deloitte für seinen „Mobile Consumer Survey“ 2.000 Mobilfunkkunden. Zwei Drittel von ihnen gaben an, dass sie Banner und Anzeigen auf ihren Smartphones beziehungsweise Tablets ignorierten. Für Carsten Frien in seiner Eigenschaft als CEO des Mobile-Advertising-Vermarkters Madvertise ist aber genau das der Beweis, dass ein Drittel für Online-Werbung auf mobilen Endgeräten empfänglich ist. Außerdem kritisiert Frien die Beschränkung auf Banner- und Anzeigenwerbung. Wären Video Ads oder Rich Media berücksichtigt worden, dürften die Zahlen eindeutig für die mobile Werbung sprechen, ist seine Meinung. Das Argument dafür liefert eine unternehmenseigene Studie in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Interrogare sowie der Media-Agentur Vivaki, die vom Mobilfunkanbieter O2 in Auftrag gegeben wurde. Bei ihr ging es anlässlich der Einführung des Samsungs Galaxy SIII gepaart mit einem neuen Tarif um das Markenimage, den Wiedererkennungswert und die Kaufbereitschaft der Verbraucher. Die O2-Kampagne bewies unzweifelhaft, dass interaktive Rich-Media-Formate auf dem Smartphone sehr wohl eine Wirkung auf die Menschen haben. Schließlich stiegen alle drei Werte spürbar an.

Der Vermarkter Interactive Media ist gleichfalls von dem Effekt mobiler Werbung überzeugt. Er war für das Produkt „Nivea Pure“ vom Unternehmen Beiersdorf in Sachen Mobile Advertising aktiv und setzte dabei auf Bewegtbilder sowie interaktive Sondereffekte. Das hatte einen Anstieg der bereits bei über 80 Prozent liegenden Markenbekanntheit auf mehr als 92 Prozent zur Folge. Ein Ergebnis mit einer mehr als eindeutigen Aussagekraft. Und als sei das nicht genug, hatte sogar noch ein Viertel der Befragten eine Erinnerung an diese Werbung. Somit dürfte es außer Frage stehen, dass sich das mobile Internet als Werbemedium längst etabliert hat. Nun liegt es an den werbenden Unternehmen, das vorhandene Potential zu nutzen und für den eigenen Erfolg gezielt einzusetzen.

Bildquelle: © Tony Hegewald / Pixelio.de

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