Freitag, 26. Mai 2017

Wie Onlinehändler werben

So steigern Online-Händler ihren Umsatz“ – das ist der Titel einer Studie der Universität in Regensburg, die man jetzt bei http://www.internetworld.de nachlesen kann. Diese Studie brachte etwas Interessantes an den Tag, denn wenn man es genau nimmt, dann werben die meisten Onlinehändler überhaupt nicht, also nicht nach der klassischen Methode, sondern sie haben vielmehr andere Wege gefunden, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Uni Regensburg hat für diese breit angelegte Studie 400 Fragebögen an Onlinehändler verteilt und sie gebeten einmal aufzuschreiben, mit welcher Art von Werbung sie ihre Produkte und Waren an den Verbraucher bringen wollen. Das Ergebnis ist erstaunlich, denn alle kommen praktisch durch die Hintertür zum Kunden und nur sehr selten auf dem direkten Weg.

Optimieren ist optimal – das ist zumindest die Ansicht von 77 % der befragten Onlinehändler. Sie setzen bei ihrer Werbung alleine auf die Optimierung bei den Suchmaschinen. Die kleineren Unternehmen führen ihre Optimierung wahrscheinlich auch aus Kostengründen selbst durch und die großen Unternehmen beauftragen Profis mit der Suchmaschinenoptimierung. Ein Werbeplatz in den jeweiligen Suchmaschinen ist laut der Studie 62 % der Onlinehändler sehr wichtig, denn den zweiten Platz im Werberanking nimmt an dieser Stelle die Werbung ein. Newsletter spielen dabei eine sehr wichtige Rolle und auch hier Zusammenhang wird nichts dem Zufall überlassen. Eine fast schon strategische Planung geht dem Versenden der Newsletter voraus und man könnte meinen, es ist auch immer ein bisschen psychologisches Denken mit im Spiel. Viele sind der Meinung, dass es vollkommen ausreicht, einmal im Monat einen Newsletter zu versenden, andere tun das hingegen zweimal in der Woche, und zwar am liebsten einmal am Dienstag und dann noch einmal am Freitag. Die kleinen Onlinehändler verschicken ihre Neuigkeiten auch gerne mal am Wochenende. Auch die Zeit ist offenbar wichtig, denn viele Newsletter erreichen zwischen 9°° Uhr am Morgen und 12°° Uhr am Mittag ihren Bestimmungsort.

Die sozialen Netzwerke sind auch bei der Werbung der zahlreichen Onlinehändler ein heißes Thema, denn 46 % schalten ihre Werbung auf diesen Plattformen. 38 % vertrauen dabei Facebook und 22 % setzen lieber auf Twitter. Damit die eigenen Produkte auch im Social Network perfekt platziert werden, engagiert jeder fünfte Onlinehändler eine Agentur. 34 % der Händler, die ihre Geschäfte im Internet machen, haben einen ganz anderen Weg gefunden, denn sie schwören auf Seiten mit Preisvergleichen. Zwei Seiten spielen dabei die Hauptrolle, zum einen Google und zum anderen billiger.de. Wenn es zum Beispiel um Elektroartikel und Unterhaltungselektronik geht, dann hat eindeutig die Seite von billiger.de die Nase vorn. Geht es um Mode, Bekleidung, Hausrat, Sport und Freizeit, dann kann wiederum Google punkten.

Nicht nur mit der Gegenwart hat sich die Studie der Universität in Regensburg beschäftigt. Es war auch eine Frage, was die Onlinehändler in der Zukunft an Werbestrategien planen, die wie folgt beantwortet wurde: 30 % der befragten Händler wollen in der Zukunft verstärkt auf Newsletter setzen, um den Verbraucher direkt zu erreichen und 31 % sehen ihre Chancen eher bei den sozialen Netzwerken.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de

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