Samstag, 27. Mai 2017

Wohl doch kein Google CPA-Modell

Aus gut informierten Kreisen habe ich erfahren, dass Google wohl kein Affiliate-Modell auf CPA-Basis (cost-per-action) starten will. Anscheinend ist Google das Tracking zu ungenau. So kann Google z.B. nicht die Sales tracken, wenn ein Kunde auf der Website des Advertisers die Telefonhotline benutzt, um eine Bestellung zu tätigen.

Zudem wäre das ganze Modell wohl zu manipulierbar und untransparent. Da die Anzeigen hauptsächlich über Adsense angezeigt werden, kann von den Advertisern nicht genau nachvollzogen werden, auf welchen Seiten ihre Anzeigen stehen. Dadurch könnten Advertiser kreativ werden und den Zählpixel auf der Bestellbestätigungsseite manipulieren und nicht immer anzeigen.

Dies sind viele Dinge, bei denen Google Gewinn verlieren könnte. Googe wird deswegen wohl vorerst nur bei seinem CPC-Modell bleiben.

Anmerkung: Dies ist übrigens keine offizielle Google-Meldung, sondern reine Spekulation aus bestimmten Kreisen.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

4 Kommentare

  1. Das macht Sinn. Googles Vorgehensweise (hochgradige Automatisierung, Zusammenarbeit mit einer sehr großen Zahl auch sehr kleiner Webmaster) verträgt sich nicht mit den Betrugsmöglichkeiten, die es im Affiliate Marketing gibt, sowohl von Seiten der Merchants als auch von Seiten der Affiliates. Eine enge Beziehung zwischen Affiliate und Merchant schafft die nötige soziale (und finanzielle) Kontrolle, solche Betrugsmöglichkeiten zu begrenzen. Fehlt diese Beziehung, sind Betrügern kaum Grenzen gesetzt: Im schlimmsten Fall fliegen sie (wie jetzt bei Adsense) einfach aus dem Programm.

  2. Wie auch immer – Google schreckt die Brachne gerne auf und Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft…

  3. Würde Google auch CPA ins Programm aufnehmen, würden massig viele Anbieter nicht mehr per CPC werbern sondern auch per CPA. Ein Klick auf ein Werbebanner ist die eine Hürde, aber dass der Benutzer sich auch anmeldet eine andere. Ich bin jedenfalls noch nie über ein Adsense Klick auf eine Seite gekommen, bei der ich auch die Dienste in Anspruch nehmen würde.
    Natürlich wären die Provision für CPA höher, aber ich glaube sie stehen nicht ganz so in Relation, wie es bei CPC der Fall ist.