Donnerstag, 30. März 2017

Betrug bei Affiliate-Programm?

Das ist echt der Hammer. Da ich ja auch noch sehr viel als Affiliate unterwegs bin, hat ein Bekannter von mir über mich einen DSL-Vertrag bei einem großen deutschen DSL-Anbieter abgeschlossen.

Die Provision über das Affiliate-Netzwerk waren insgesamt 92,- EUR (inkl. DSL-Router und USB-Stick).

Nach ein paar Tagen wurde dann auf einmal der Sale bei dem Affiliate-Netzwerk auf storniert gesetzt. Und das obwohl mein Bekannter den Anschluss nicht storniert hatte, sondern ganz regulär abgeschlossen hat.

Als ich daraufhin eine E-Mail an den Support des Partnerprogramms geschickt habe, kam nach 2 Tagen die Antwort, dass sie es überprüfen werden. Als ich nach 1 Woche nochmals nachfragte, kam die Antwort, dass man den Sale jetzt doch freigegeben hat. Ohne Entschuldigung.

Das finde ich echt den Hammer. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass mein Bekannter den Anschluss wirklich gebucht hätte, wäre ich davon ausgegangen, dass der Kunde eben storniert hätte und hätte 92,- EUR saußen lassen. Ich finde dieses Vorgehen des DSL-Anbieters schon sehr grenzwertig.

Vielleicht sollte sich der Anbieter mal an eine erfahrene Affiliate-Agentur wenden 🙂

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

9 Kommentare

  1. Tja – solche Dinge kenne ich aus eigener Erfahrung von mehreren Partnerprogramm-Anbietern – über 50 % aller Abschlüsse von Bekannten die mir das gemeldet haben, wurden nicht gutgeschrieben. Das muss man mal hochrechnen. Ich mach mir da immer ein schönes Spiel und reklamiere erstmal pauschal wo die Gutschrift bleibt und wenn dann die üblichen Ausreden kommen, dann lege ich erst die Beweise nach. Dann heißt es „technische Fehler, bitte Entschuldigen“ und wenn es über Callcenter ging, eben „menschlicher Fehler, Zuordnung wurde vergessen – usw“.
    Wir wissen natürlich leider nie, ob ein bestimmter Fall bewusst oder unbewusst oder ob er vom Partnerprogramm-Betreiber oder vom Merchant unterschlagen wurde.
    Fazit: Es fehlt ein Forum oder Netzwerk, wo man sich austauschen kann, wo man Fälle auflisten kann, damit die (vielen) Fehler oder bewusste Betrügereien aufhören. Ich sammle jeden Fall – die kompletten Vorgänge genau dokumentiert – ist schon ein ansehnlicher Ordner und irgendwann gehts zu AKTE X ins Fernsehen oder gleich zur Staatsanwaltschaft. Aber solche Aktionen wären in Gemeinschaft natürlich wesentlich wirkungsvoller!

  2. Ist das was Neues ?
    Gerade eben habe ich den zweiten Fall für diese Woche reingekriegt – gute Quote, denn ich habe diese Woche nur 3 Testbestellungen gemacht, sprich 66,6% haben Probleme…

  3. Unter dem Stichwort „Affiliate-Betrug“ wird meist über irgendwelche lächerlichen Klickbetrügereien berichtet. Ich vermute aber die WAHREN Betrüger auf der anderen Seite. Bei einem Hamburger DSL-Anbieter scheint man Onlineanfragen, die über Affiliates kommen nicht zu bearbeiten – bzw. mit einem telefonischen Rückruf durch die Hotline und darauf folgende Auftragsneuannahme – OHNE Affiliate – zu beantworten.

    Ich habe heute meinen Verdacht dem Anbieter mitgeteilt und um eine Stellungnahme gebeten. Bin gespannt wie man sich verhält. Ansonsten bestätigt obiger Beitrag meinen Verdacht, dass Partnerprogramme und Affiliateprogramme in erster Linie Verarschung der Doofen ist, welche kostenlos auf ihren Webseiten nicht nur Werbung betreiben, sondern ggf. auch noch kostenlos Kunden an Dritte vermitteln.

    Ist denn denen eigentlich bewusst, dass es sich bei Vorsatz um mindestens eine Straftat handelt? Und bei den Beträgen dürfte es sich um Betrug mit einem Schaden in Millionenhöhe handeln. Welche Instanz überprüft die Affiliate-Firmen und die Werbepartner? Beide profitieren gemeinsam von der Abzocke, denn der Affiliatevermarkter gibt sich natürlich NICHT mit reinen Provisionen auf Umsätze zufrieden.

  4. Tja, das ist natürlich ein Problem. Ich für meinen Teil suche mir die Unternehmen, für die ich werbe mit grosser Sorgfalt aus. Meine Stornorate ist sehr gering. Das wohl grösste Problem ist, das man solchen Betrug schwer nachweisen kann. Gerade dann, wenn etwa die Kunden über Suchmaschinen kamen und man nie direkten Kontakt zu denen hatte. Man kann dann einfach nicht nachprüfen, ob ein Storno wirklich vom Kunden stammt. Das nutzen leider einige aus. Vielleicht gibt es ja in Zukunft bessere Möglichkeiten, dem Problem wirkungsvoll zu begegnen.

    Übrigens, eine weitere Art von Provisions-Diebstahl, habe ich in einem Video aufgezeigt: http://www.youtube.com/watch?v=lFZPVJHn9_E

  5. Es ist eine Riesensauere was da geschieht und ich kann dir versichern das deine negativen Erfahrungen kein Einzelfall sind.

    Ich habe Merchants die zu 90% alles stornieren obwohl ein Großteil der Verkäufe ordentlich abgewickelt worden ist

    Es wird Zeit das sich jemand den Agenturen und Merchants stellt, Anzeige erstattet und wegen Betrug ermitteln lässt. Ich wünsche den zum Großteil depperten Mitarbeitern bei den Affiliate Netzwerken, den bescheissenden Agenturen und den bescheissenden Merchants selbst das Sie Ihre Jobs verlieren und auf der Straße landen.

    Es sollen nur die ehrlichen Verkäufer, Affiliate Agenturen und Netzwerke überleben. Alles andere soll eingehen wie Löwenzahn auf den ein Hund drauf gepisst hat!