Affiliate-Marketing bei Sage: Wie B2B-Affiliate-Marketing 2026 eben doch funktionieren kann

*Sponsored Post: Marius Hasselkus von Sage

Affiliate-Marketing ist in vielen Unternehmen fester Bestandteil des Online‑Marketing‑Mix – wird jedoch häufig auf schnelle Conversions, Gutschein‑Platzierungen und einen reinen B2C‑Fokus reduziert. Gerade im B2B gilt der Kanal noch immer als ungeeignet für erklärungsbedürftige Produkte, lange Sales‑Zyklen und komplexe Entscheidungsprozesse. Völlig zu Unrecht.

Denn mit dem Wandel der User Journeys, zunehmenden No‑Click‑Searches und der wachsenden Bedeutung von AI‑Overviews gewinnt Affiliate-Marketing auch im B2B massiv an strategischer Relevanz. Neutrale Fachportale, Vergleichsplattformen und Expert:innen‑Content werden immer häufiger als vertrauenswürdige Quellen zitiert – genau hier setzt ein professionell aufgesetztes B2B‑Affiliate‑Programm an.

Nach über fünf Jahren im B2C‑Affiliate‑Marketing arbeite ich heute bei Sage im B2B‑Umfeld und sehe täglich, welches Potenzial der Kanal gerade für B2B‑SaaS bietet: als skalierbarer, performancebasierter Partnerkanal, der qualifizierte Leads, Umsatz und Sichtbarkeit entlang der gesamten Customer Journey liefert.

Dieser Beitrag richtet sich an Publisher, Performance‑Marketer, Sales‑Teams und Entscheider im B2B‑ und SaaS‑Umfeld. Er zeigt, wie B2B‑Affiliate‑Marketing strategisch aufgebaut wird – partnerschaftlich, fair vergütet, sauber getrackt und eng verzahnt mit bestehenden Marketing‑ und Sales‑Kanälen.

B2B vs. B2C Affiliate-Marketing – Warum Affiliate Marketing gerade jetzt strategisch relevant ist?

Affiliate-Marketing (auf Deutsch: „Partner Marketing“) ist ein Marketingkanal, in welchem zwei Parteien eine Zusammenarbeit eingehen. Der Advertiser zahlt dem Affiliate Provision auf eine vermittelte Conversions in seinem System – ein simples Konzept, welches schon 1996 von Amazon im großen Stil angewandt wurde. Wer mehr Infos zu den Affiliate Basics möchte, finde diese zum Nachlesen direkt beim BVDWoder in diesem kostenlosen E-Book.

AI führt zur Disruption der klassischen Marketing

Mit AI als offen zugängliches Werkzeug shiftet sich auch die User Journey – gerade bei beratungsintensiveren Produkten. Wenn selbst die Suche nach aktuellen Modetrends und günstigen Deals via AI-Overview abgewickelt wird, dann wird es bei der Lohnabrechnung, ERP-Software oder Buchhaltung in Unternehmen noch viel essenzieller, einen fachlichen Einblick entlang der spezifischen Needs von Unternehmen zu erhalten. Hier dient AI zur Vorqualifizierung, Wissensvermittlung und Produktempfehlung in einem Schritt. Wenn ich als SaaS-Unternehmen eben in diesen AI-Suchergebnissen auftauchen will, reicht es nicht, einen günstigen Preis und eine beliebige Software zu bieten – es braucht vertrauenswürde Lösungen für die Probleme der Zielgruppe. Man kann also seine Produkte und seinen Content für die Zielgruppe optimieren, hat dann jedoch nur eine potenzielle AI-Quelle abgedeckt – die eigene Website. Das ist wichtig, aber eben nicht alles. Gerade neutrale Fachliteratur, Expert*innen-Ratgeber und Plattformen für Unternehmer werden von der KI als Quelle zitiert – genau da sollte die eigene ebenso stattfinden. Das kann ein Magazin sein, eine Vergleichsplattform oder sogar die Website des Wettbewerbs. Letztere für sich zu gewinnen, wird vermutlich aber eher schwieriger.

Eine Chance für Affiliate- und Partner-Marketing

Affiliate-Marketing eignet sich hier hervorragend, um eben mit diesen relevanten zitierten Quellen in seiner zuvor definierten Nische zu arbeiten. Relevanter Content, der bei der Zielgruppe zur Informationsbeschaffung und Vorqualifizierung dient, sowie Trust, der von den Fachquellen auf die Marke übertragen wird – AI-Overview-Optimierung at it’s best. Dabei stellt die CPA-Vergütung sicher, dass beide Seiten an der Conversion-Optimierung arbeiten und die User zielführend vorqualifizieren. Mit dieser User-Journey-Entwicklung in Richtung No-Click-Searches, sollte hier die Relevanz des Contents jedoch auch als solches und nicht nur in Verbindung mit einem Kauf gewürdigt werden. Fix-Fees für Platzierungen dürfen hier aber nicht missachtet werden der Fokus sollte dabei eher auf strategisch relevante Partnerschaften als schnellen Conversions und Clicks ausgelegt werden. CPA-Kooperationen sind für beständige und langfristige Kooperationen zwar sinnvoll und essenziell, werden jedoch dem initialen Aufwand und der Bedeutung des Contents fernab von messbaren Klicks und Käufen nicht gerecht.

Abbildung 1: Umfrageergebnisse der Advertiser im Affiliate-Marketing Trend Report

Unterschiede zwischen B2C- und B2B-Marketing

Affiliate-Marketing als solches schreibt als keine direkte Zielgruppe vor, sondern ist eher ein Werkzeug für Partner Marketing. Um ein B2B-Partnerprogramm von Anfang an richtig aufzubauen, hilft es, sich zunächst die Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Marketing vor Augen zu führen. Diese liegen nicht im Marketing-Channel selbst, sondern vielmehr in Zielgruppe, Entscheidungslogik und Erwartungshaltung. Oder wählt ihr Google oder UX-Optimierung als Kanal grundsätzlich auch ab, weil dort mehr B2C-Marketing betrieben wird!?
Fangen wir mit den Entscheidungsträger*innen direkt an – genau diese werden ja mit der Werbung konfrontiert.
Während sich B2C‑Marketing an Einzelpersonen richtet, die häufig emotional, spontan und preisgetrieben entscheiden, adressiert B2B‑Marketing Unternehmen, bei denen Kaufentscheidungen rationaler, risikobewusster und langfristig getroffen werden. Ebenso sind hier bei wachsenden Unternehmen gern auch mehrere Personen mit einbezogen.

Im B2B sind Kaufprozesse meist komplexer: Mehrere Stakeholder sind involviert, Entscheidungen dauern länger und basieren auf BusinessMehrwert, EffizienzGewinnen und Return on Investment. Es geht im SaaS-Bereich nicht selten darum, einen Prozess zu vereinfachen und das erworbene Produkt langfristig zu integrieren. Entsprechend liegt der Fokus im Marketing auf Vertrauensaufbau, Expertise, Education und Beziehungspflege – etwa durch Whitepaper, Case Studies, Webinare, Content oder Fachartikel. Hier stehen Fakten und Usecases über Emotionen und Impulsen. Im B2C hingegen stehen Reichweite, Markenemotion, Convenience und schnelle Conversions im Vordergrund und es kann auch mal auf einen Impulskauf gehen. Im Gegensatz zu klassischen B2C-Kampagnen, ist der klassische Lead im B2B-Sektor von hohem Wert und neben dem klassichen Sale ein wichtiges Element. Da Produkte im B2B-Bereich meistens auch nur ein Mal als Abonnement oder Lizenz mit regelmäßigen Kosten erworben werden, sind Lifetime-Vergütungen oder Boni aus Basis des wiederkehrenden Umsatzes viel relevanter als eine klassische Sale-Provision, wie sie im B2C-Bereich gern priorisiert wird.

Customer Journeys durchleben gerade allgemein einen großen Wandel und die messbaren Klicks werden aufgrund von KI-Integrationen immer weniger. Noch dazu werden die Journeys und Touchpoints immer komplexer und eine einheitliche Attribution wird immer schwerer. Auch wenn B2C‑Journeys tendenziell immer noch kürzer und linearer verlaufen, sind meistens mehrere Touchpoints in einer Journey am Kauf beteiligt. Das macht die ohnehin längeren Entscheidungszyklen in B2B‑Journeys noch komplexer. Diese dauern im Schnitt deutlich länger an, verlaufen noch weniger linear und haben noch zusätzliche Touchpoints mit Pre-Sales, Inside-Sales- und Channel-Sales-Teams. Marketingmaßnahmen im B2B müssen daher früher ansetzen, kontinuierlich begleiten und unterschiedliche Informationsbedürfnisse innerhalb eines Buying Centers bedienen. Dabei werden externe, neutrale Vergleiche immer wichtiger und dienen als Vorqualifizierung auf „neutraler Ebene“ und eben als Quelle für AI-Suchanfragen.
Die Entwicklung von klassichen Keyword-Suchen zu long-term AI-Chats ist hier ein wesentlicher Faktor, den B2B-Marketers auf dem Schirm haben müssen.

Trotz oder gerade wegen dieser Entwicklungen gilt: B2B‑Marketing ist nicht emotionsloser – es spricht nur andere User und Situationen an. Vertrauen, Authentizität, Glaubwürdigkeit und persönliche Empfehlung spielen eine zentrale Rolle – nur eben auf Basis von fachlichem Nutzen und Relevanz, nicht auf Impuls oder Unterhaltung. Genau hier eröffnen sich für B2B‑Affiliate‑Marketing besondere Chancen, wenn Partner als fachliche Multiplikatoren und vertrauenswürdige Quellen agieren. Die Suchmaschinen werden von Ads überflutet und gerade in einem KI-Zeitalter werden Content, Nahbarkeit und Lösungen wichtiger denn je. Themen, die über „neutrale“ Affiliates effizient finanziert und fokussiert werden kann.

Der richtige Aufbau für Brands im B2B-Affiliate-Marketing

Diese wesentlichen Unterschiede sind auch im Affiliate-Marketing für B2B-Unternehmen zentral und es gibt einen zentralen Punkt, der in jedem Affiliate-Programm ganz oben stehen sollte: Partnerschaftlichkeit. Da Affiliates auf Basis des generierten Umsatzes vergütet werden, liegt es in der Natur der Sache, dass alle Beteiligten an einer nachhaltigen und Effizienten Zusammenarbeit interessiert sind. Was sind also die wesentlichen Aspekte beim Aufbau eines Affiliate-Programms und wie sollte im B2B angesetzt werden?

Kickoff – vor dem Start: Produktstrategie, Provision & Zielgruppe

Vor dem Start eines Programms sollte man sich auch im B2B-Bereich genau im Klaren sein, welche Produkte man mit den Partner*innen vertreiben will, welche Marketingstrategie im Unternehmen angewendet wird und vor allem, welche Zielgruppe die zu verkaufenden Produkte erreichen sollen. Dabei hilft es einen Status Quo zu erarbeiten, diese mit den internen Zielen abzustecken und ganz klar zu definieren, was das Ziel des Unternehmens mit den Produkten ist und wie Affiliate-Marketing in seinem Beitrag dazu bemessen werden kann. Wenn also Buchhaltungs-, Lohn und ERP-Software vertrieben wird, sollte für jeden Zweig ein ICP (Ideal-Customer-Profile) gefestigt sein, welches von den Produkten zufriedengestellt werden kann. In diesem Zuge sollten ebenso die Ideal-Partner-Profiles ausgearbeitet werden. Wer erreicht diese Customers und passt zu unserer Marke? Ebenso gilt es, zu festigen, welche KPIs und Kernziele bestehen und danach die Affiliate-Marketing Ziele auszulegen. Messbare Zielwerte wie der ROAS, die allgemeine CPA-Kosten, durchschnittliche Lead-Zahlen und am Ende der generierte Umsatz im Marketing-Mix bieten sich hier zum Start an, sollten aber stets klar definiert und eng mit allen Stakeholdern abgesprochen sein. Auf dieser Basis lässt sich dann nämlich auch eine ungefähre Provisionshöhe pro Conversion pro Produkt definieren. Vom Download, über Leads oder Sales bis hin zu ACV-Boni oder Lifetime-Vergütungen sollten hier hier alle wichtigen Events in der Customer Journey bewertet und mit Provision versehen werden. Das ist nicht nur realitätsnah sondern ebenso fair für Partner*innen. Ein B2B-SaaS-Sale ist im Bestcase der Start einer langfristigen Zusammenarbeit und liefert regelmäßig höheren Umsatz (monatlich oder jährlich). Auch Fix-Fees für einmalige Einbindungen sollten Bedacht werden, um auch initialen Aufwand bei den Partner*innen abzudecken. Diese geben den Traffic letzten Endes in die Hände des Advertisers und haben dann keine Handhabe mehr über die Konvertierung eines Leads.

Marktanalyse & Referenzcheck

Der Aufbau eines B2B‑Affiliate‑Programms beginnt leider nicht direkt mit Umsatz und Ergebnissen, sondern mit einer ehrlichen Marktanalyse. Welche Wettbewerber setzen Affiliate bereits in welchem Umfang ein? Welche Publisher dominieren die relevanten Suchergebnisse‑, welche Quellen werden von AI-Overviews zitiert, was sagen die Vergleiche und Business-Content-Plattformen? Ein Blick auf Vergleichsplattformen, Fachmedien, Communities und Berater‑Netzwerke liefert schnell ein realistisches Bild davon, welche Partnerschaften im Markt funktionieren. Ebenso helfen dort SEO- und LLM-Tools wie beispielsweise SISTRIX, Profound oder Peec.AI, um potenzielle Partnerschaften zu identifizieren, die funktionierten. Ein Blick in die gängige Praxis zeigt ebenso: Welche Modelle werden vergütet (CPL, Hybrid, Revenue‑Share)? Welche Inhalte performen sichtbar? Das Ziel ist nicht die Kopie, sondern ein realistischer Erwartungshorizont für Volumen, Qualität und Einordnung in die eigene Strategie.

Tracking, Attribution & Reporting

Um die Werbeleistung der Partner entsprechend ihres Marketingbeitrags zielführend zu incentivieren zählt nicht nur der Erstkontakt, sondern dessen Beitrag zur gesamten Pipeline. Lückenloses Tracking und Reporting müssen daher über das initiale Conversion‑Event hinausgehen und MQL‑, SQL‑ und Sale‑Status berücksichtigt werden. Dazu gehören einheitliche Order‑ bzw. Lead‑IDs, die über CRM, Marketing‑Automation und Affiliate‑Netzwerk hinweg konsistent geführt werden. Nur so lassen sich einzelne Touchpoints sauber miteinander verknüpfen und später korrekt attribuieren. Klassisches Cookie‑Tracking allein reicht hierfür oft nicht aus; serverseitige Tracking‑Ansätze und First‑Party‑Setups gewinnen übergreifend an Bedeutung. Im B2B-Business wird in der Regel mit höheren CPL- & CPA-Werten gearbeitet als bei klassischen Consumer-Products – eine De-Duplizierung ist hier essenziell, um gerade bei Multi-Touch-Journeys alle teilhabenden Kanäle korrekt zu würdigen.

Ein sauberes Tracking‑ und Reporting‑Setup schafft nicht nur Transparenz, sondern ist die Grundlage für faire Incentivierung, belastbare Optimierungen und langfristige Partnerbeziehungen im B2B‑Affiliate‑Marketing.

Es ist wichtig alle Events zu verprovisionieren, die den User auf der Journey zum Kauf leiten. Das ist im B2B bei weitem nicht nur die Sale-Provision sondern viel mehr Lead-Provision für unterschiedlich wertige Leads (z.B. Info-Download, Trial-Signup, Demo-Anfrage), Gated Trials, Sales nach Produkt-Tier (z.B. anhand des durchschnittlichen Jahresumsatzes pro Produkt). Gerade im B2B sind längere Attributionszeiträume essenziell, da zwischen Erstkontakt und Kaufentscheidung häufig Wochen oder Monate liegen. Entsprechend müssen Cookies, Attributionsfenster und Vergütungslogiken auf lange Sales‑Zyklen ausgelegt sein, um den tatsächlichen Beitrag eines Publishers fair abzubilden.

No‑Go: Keine End-to-End Identifizierung sicherstellen, die den Weg vom Lead zum bestehenden Customer nachverfolgt und bewertet. Ebenso wäre die reine Sale-Vergütung im B2B-Affiliate-Marketing unattraktiv für Partner und fahrlässig von Advertisern.

Ein passendes Affiliate‑Netzwerk wählen

Nicht jedes Affiliate‑Netzwerk ist automatisch für B2B geeignet. Entscheidend sind Tracking‑Fähigkeiten entlang des gesamten Funnels, Flexibilität bei Attributionsmodellen, Transparenz auf Publisher‑Ebene und Erfahrung mit Lead‑ und Hybrid‑Modellen. Ebenso wichtig: Wie gut lassen sich CRM‑ und Marketing‑Automation‑Systeme anbinden? Ein gutes Netzwerk unterstützt nicht nur Abrechnung, sondern auch Governance, Compliance und Fraud‑Prävention – zentrale Faktoren im B2B‑Umfeld. Über das Netzwerk werden die Provisionen berechnet und somit die wichtigste Grundlage der Zusammenarbeit geschaffen.

Publisher Scouting & Publisher‑Validierung

Wir legen beim Publisher Scouting den Fokus auf Relevanz vor Reichtweite. Hochwertige Publisher sind oft kleiner, thematisch fokussiert und genießen hohes Vertrauen – etwa in der Zielgruppe KMU, Finance-Teams oder HR-Verantwortliche. Auch erwarten viele, dass Affiliate-Partnerschaften nur innerhalb der eigenen Branche funktionieren, aber auch hier sollte nicht die thematische Überschneidung sondern die Zielgruppe der Partner mit der eigenen abgeglichen werden. Sind Executives auf eben genau diesen Seiten unterwegs, oder nicht? Gerade das ist im Bereich Display- und Retargeting ein wichtiger Punkt.

Jeder Publisher sollte aber trotzdem vor dem Start validiert werden: Geschäftsmodell, ContentAnsatz, TrafficQuellen und geplante Maßnahmen. Der Publisher wirbt für das Unternehmen und sollte sowohl zur Marke selbst passen als auch ein relevantes Geschäftsmodell vorweisen. Dieser Prozess ist zentral. Viele Affiliate-Geschäftsmodelle wie beispielsweise Gutschein-, Cashback und Deal-Websites sind im B2C-Affiliate-Segment ein wesentlicher Umsatztreiber, im B2B-Segment jedoch nicht.
Ein NoGo: Publisher ausschließlich nach Reichweite, schnellem Umsatz oder versprochenem LeadVolumen auswählen.‑Teams oder HR‑Verantwortliche. Jeder Publisher sollte vor dem Start validiert werden: Geschäftsmodell, Content‑Ansatz, Traffic‑Quellen und geplante Maßnahmen.‑Go:‑Volumen auswählen.

Weiterbildung, Networking & interne Anbindung

B2B‑Affiliate‑Marketing funktioniert nur, wenn es intern verankert ist. Content‑Teams, SEO, Paid, Marketing Automation und Sales müssen verstehen, welchen Zweck Affiliate erfüllt. Regelmäßige interne Abstimmung im Unternehmen und Weiterbildung sorgen dafür, dass Affiliate nicht als „externer Lead‑Kanal“, sondern als Teil des Go‑to‑Market‑Ansatzes wahrgenommen wird – gerade essenziell, wenn es um Deduplizierung geht. Extern stärken Networking und persönlicher Austausch mit Publishern die Qualität der Partnerschaften und die beständige Optimierung.
No‑Go: Affiliate isoliert im Performance‑Team betreiben, ohne interne Schnittstellen einzubinden.

Ongoing Tasks, Fraud‑Monitoring & Optimierungen

Nur ein nachhaltiges B2B‑Affiliate‑Programm ist ein nachhaltiger Conversion-Lieferant. Regelmäßige Performance‑Reviews, Geduld, Fraud‑Monitoring, Optimierung von Vergütungsmodellen und Priorisierung der besten Publisher sind Pflicht. Da es im B2B ebenso um Lead-Conversions geht, wird Fraud‑Prävention ein unverzichtbarer Bestandteil: Fake‑Leads oder incentivierte Form‑Fills sind im B2B besonders schädlich, da sie direkt Sales‑Ressourcen binden. Es ist zentral, einen nachvollziehbaren, fairen und transparenten Prozess zu etablieren, in welchem einlaufende Leads und Sales auf Gültigkeit, Datenqualität und Legitimität geprüft werden. Bewertet werden sollte stets die Werbeleistung – wenn aus einem Lead kein Sale wird, heißt das aber nicht, dass die Leistung des Publisher nicht erfüllt wurde.
No-Go: Keinen transparenten Sales-Clearing-Prozess etablieren oder willkürlich stornieren, um zu Provisionsparen.

10 Steps für erfolgreiches B2B-Affiliate-Marketing für Advertiser

  1. Marktanalyse & Strategie: Kenne den Wettbewerb, deine Zielgruppe, deine Produkte und definiere klare Ziele.
  2. Zieldefinition & KPIs: Setze den Fokus entlang deiner Strategie auf Beitrag in der gesamten Journey (MQL, SQL, Opportunities), nicht nur Leads.
  3. Tracking‑Setup: Schaffe lückenloses Tracking, einheitliche Lead‑/Order‑IDs über CRM & Netzwerk, längere Attributionszeiträume, Hybrid‑Modelle (Fix-Fee, Performance-Provision).
  4. Lead‑Qualität: Kommuniziere klare Qualifikationskriterien je Event (Download, Demo, Trial, Sale).
  5. Publisher‑Portfolio: Bewerte nach Relevanz vor Reichweite und challenge deine Publisher regelmäßig.
  6. Partner‑Strategie: Schaffe Partnerschaft, gemeinsame Ziele, Entscheidungshilfen und nimm deine Affiliate mit. Sie entscheiden über dein Image.
  7. Fraud‑Monitoring: Die kritische Bewertung des Beitrags sollte in allen Performance-Kanälen zum Daily-Business gehören – auch im B2B-Affiliate-Marketing. Setz klare Regeln und setze diese um.
  8. Interne Anbindung: Aligne dich strategisch und operativ mit den Teams im Sales, Content, SEO & Performance-Marketing.
  9. Optimierung & Weiterbildung: Tausche dich in der Branche aus, spreche dich regelmäßig mit Partner*innen ab und teste neue Möglichkeiten.

Fazit

B2B‑Affiliate‑Marketing ist längst kein Nischenexperiment mehr, sondern kann auch im B2B-Segment für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten, langen Sales‑Zyklen und hohen Vertragswerten. Richtig aufgesetzt, verbindet Affiliate Performance mit Partnerschaft, Branding und Content. Effizient, risikoarm und mit vielseitigem Impact auf Conversions, Image und die AI-Visibilität.

Für Advertiser bedeutet das: Affiliate ist kein isolierter Lead‑Kanal, sondern ein Ökosystem aus relevanten Touchpoints, das früh in der Customer Journey ansetzt und Plattformen nutzt, die außerhalb des eigenen Kosmos liegen. Gerade in Zeiten von AI‑Overviews, fragmentierten Journeys und sinkender Sichtbarkeit klassischer Owned Channels gewinnen neutrale Publisher, Fachportale und Expert:innen‑Inhalte massiv an Bedeutung. Wer hier präsent ist, wird nicht nur gefunden, sondern auch ernsthaft evaluiert. Entscheidend ist dabei, Affiliate nicht nach B2C‑Maßstäben zu bewerten, sondern auf Qualität, Attribution und nachhaltigen Umsatz auszurichten.

Bei Sage haben wir genau aus diesen Gründen bewusst in den Ausbau unseres B2B‑Affiliate‑Programms investiert. Unser Ziel ist es, Affiliate als professionellen, nachhaltigen Kanal zu etablieren – mit sauberem Tracking, fairer Vergütung, klaren Qualitätsstandards und echtem Austausch auf Augenhöhe. Wir sind überzeugt, dass die Zukunft des B2B‑Marketings partnerschaftlich, datenbasiert und inhaltlich relevant ist.

Deshalb freuen wir uns, unser Affiliate‑Ökosystem gemeinsam mit neuen Publishern, Plattformen und Expert:innen weiter auszubauen – und B2B‑Affiliate‑Marketing 2026 aktiv mitzugestalten.

Abbildung 2: Zitat von Marius Hasselkus aus dem Affiliate Trend Report 2026


FAQ

Ist B2B-Marketing sinnvoll? Ja! Es ist mindestens einen Versuch wert, wenn es richtig aufgesetzt ist und mit der internen Strategie aligned ist. In Zeiten von AI-Overviews ist der Kanal eine gute Möglichkeit, um Sichtbarkeit positiv zu beeinflussen.

Was ist B2B‑Affiliate‑Marketing und wie unterscheidet es sich von B2C? Im Ansatz nichts, jedoch ist die Betrachtung der B2B-Zielgruppe essenziell. Es basiert ebenfalls auf Performance-Vergütungen, setzt jedoch qualifizierte Leads und langfristige Umsatzbeiträge mehr in den Fokus statt auf schnelle Sales zu gehen. Entscheidungsprozesse sind länger, komplexer und stärker auf Vertrauen und Fachlichkeit ausgerichtet. Auch das Publisher-Portfolio ist grundsätzlich mehr im Bereich Content, Vergleich & Unternehmensberatung angesiedelt.

Wie finden Advertiser die richtigen Publisher für ihr B2B‑Programm? Versetzt euch in die Lage eurer Zielgruppe. Wie würdet ihr bspw. die Suche nach der richtigen Lohn-Software angehen? Chat-GPT, Google, Website-Recherchen? Genau da wollt ihr platziert werden. Scannt diese Ergebnisse nach Möglichkeiten zur Platzierung und bietet Affiliate-Koops an.

Wie relevant ist B2B‑Affiliate‑Marketing für AI‑Search und AI‑Overviews?AI‑Systeme bevorzugen neutrale, fachlich fundierte Inhalte. Publisher‑Content aus Affiliate‑Partnerschaften wird daher häufig als Quelle in AI‑Antworten herangezogen.



      Katharina Hörmann
      Katharina Hörmann
      Katharina Hörmann startete im April 2022 als Trainee im Affiliate Marketing bei der MAI xpose360 GmbH. Inzwischen ist sie als Affiliate Marketing Managerin tätig und betreut sowohl B2C- als auch B2B-Kunden in den Bereichen Retail und Vertragswesen. Zudem ist sie verantwortlich für das Format #AskTheExpert hier auf dem Blog.

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