Steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheit verändern das Konsumverhalten. Gespart wird jedoch nicht überall: Reisen bleibt für viele Menschen eine Ausgabe, die bewusst priorisiert wird.
Der Grund liegt in einem wesentlichen Wandel: Statt immer mehr Dinge zu kaufen, investieren Konsument:innen zunehmend in Erlebnisse, persönliche Erfahrungen und gemeinsame Zeit. Besonders jüngere Zielgruppen zeigen, wie stark dieser Trend inzwischen ausgeprägt ist.
Reisen bleibt eine Priorität
Die Zahlen aus aktuellen Travel-Trend-Studien unterstreichen diese Entwicklung. Denn 49 Prozent der Gen Z und Millennials unternahmen 2025 mindestens zwei längere Reisen. Gleichzeitig plant mehr als die Hälfte der Gen Z für 2026 mit einem höheren Reisebudget. Auch insgesamt bleiben die Reiseausgaben stabil. Für den Sommerurlaub 2026 wird ein Anstieg der Ausgaben deutscher Reisender um 2,4 Prozent erwartet.
Für die Travel-Branche bedeutet das: Reisen konkurriert nicht mehr nur mit anderen Reiseangeboten, sondern zunehmend mit anderen Formen des Konsums und kann diesen Wettbewerb um das verfügbare Budget für sich entscheiden.
Auch Luxus wird erlebnisorientierter
Diese Entwicklung zeigt sich sogar im Premiumsegment. Während klassische Luxusgüter nur moderat wachsen sollen, entwickeln sich Bereiche wie Reisen, Events und kulinarische Erlebnisse dynamischer.
Der Wert von Luxus verschiebt sich damit: Nicht unbedingt das, was man besitzt, zählt – sondern das, was man erlebt und woran man sich erinnert.
Was Marken daraus mitnehmen können
Für Travel-Marken wird es deshalb immer wichtiger, nicht nur Angebote zu präsentieren, sondern Reiselust zu erzeugen. Hochwertige redaktionelle Inhalte, starke Visuals und authentischer User Generated Content können dabei genau den Moment erreichen, in dem aus Interesse konkrete Reiseplanung wird. Denn wer Menschen für ein Erlebnis begeistern möchte, muss dieses Erlebnis zunächst vorstellbar machen.
Quelle: by Burda Verlag

