Bei Marketingkampagnen wird Suchmaschinenmarketing vernachlässigt

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Foto: Konstantin Gastmann / PIXELIO
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Wie eine neue Studie der Performance-Marketing-Agentur Eprofessional bestätigt, setzen viele Großunternehmen nach wie vor auf Printkampagnen und ähnliches. Diese um ein gezieltes Suchmaschinenmarketing zu verlängern, darauf sind bisher nur wenige Anbieter gekommen. Der Grund liegt häufig darin, dass dieser Sektor noch nicht ausreichend bekannt ist. Dabei ließen sich durch das gezielte Marketing über das Internet und die Suchmaschinen der Erfolg der Kampagnen deutlich vergrößern.

So verschenken die Großunternehmen mit dem Verzicht auf das Suchmaschinenmarketing ein großes Potenzial neuer Kunden. Alleine 10.000 Suchanfragen für Verdauungsprobleme und einen gesunden Darm haben somit Activia und Danone verspielt. Auch bei anderen Unternehmen sieht es nicht besser aus, Clearasil verpasste 600.000 Suchanfragen zum Thema Hautunreinheiten, Lätta Probiotik immerhin noch 3.000 Anfragen zum Thema Abwehrkräfte stärken. Welche Möglichkeiten das Suchmaschinenmarketing tatsächlich bietet, kann zwar niemand vorhersagen. Doch es kann als ideale Ergänzung zu den klassischen Printkampagnen für deutliche Umsatzsteigerungen sorgen.

Dies bestätigt auch Martin Hubert, Geschäftsführer von Eprofessional. Nach einer Befragung unter den Kunden wird nur jede vierte Marketing-Kampagne online unterstützt. Durch die Kampagne in Printmedien oder durch Plakatwerbung werde die Aufmerksamkeit rund um das Thema erhöht. Die meisten Menschen nutzen aber das Internet für weitere Informationen und an diesem Punkt setzt das  begleitende Suchmaschinenmarketing an und könnte so für mehr Umsätze sorgen.

Im Februar und März wurden 25 Großkampagnen untersucht, die über das TV liefen. Ein Mediavolumen von 25 Millionen Euro war gegeben. Gerade einmal zwei dieser Kampagnen wurden jedoch um Online-Marketing-Aktivitäten ergänzt. Dabei handelte es sich um das MacBook von Apple und den Pay-TV-Sender Premiere. Erschreckend ist, dass selbst sehr große Markenhersteller sich nach wie vor nicht mit den Online-Instrumenten befassen, wie die Eprofessionals-Studie deutlich zeigt.

Foto: Konstantin Gastmann / PIXELIO