Mittwoch, 23. Juli 2014
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Zerstört Microsoft das Affiliate-Marketing?

Noch in diesem Jahr will Microsoft seinen neuen Internet Explorer 8 auf den Markt bringen. Das Besondere daran ist, dass dieser den Internet-Nutzern die Möglichkeit bietet, anonym im Web zu surfen.

Dazu bietet der IE 8.0 die Möglichkeit eine In-Private-Funktion zu aktivieren, welche verhindert dass eine Surfhistorie, Kennwörter, temporäre Dateien und v.a. Cookies auf dem eigenen Rechner gesetzt werden.

Da das Tracking der Affiliate-Netzwerke hauptsächlich auf Cookie-Basis funktioniert, sollten die Affiliate-Netzwerke hier baldmöglichst eine Lösung finden, auch über andere Wege die Umsätze zu messen.

Dies könnte ein sehr großes Problem für die gesamt Affiliate-Branche werden, aber auch für Webanalyse-Anbieter und Targeting-Spezialisten, da auch diese auf Cookie-Tracking setzen.

Vor allem auch, weil der Internet Explorer in Deutschland mit über 58% immer noch sehr weit verbreitet ist.

Eine Lösung dafür könnten z.B. Flash-Cookies oder Local Shared Objects sein. Der Unterschied zu herkömmlichen Cookies liegt im Speicherort. Die sog. Flash-Cookies werden dabei im Anwendungs-Ordner von Flash gespeichert. Des Weiteren sind Flash-Cookies Browser-Unabhängig. Allerdings haben laut Webhits im Moment nur 52,8% der User Flash installiert, somit dürfte dies auch problematisch sein.

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und der Affiliate TactixX drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

14 Kommentare

  1. Ok, dann wird zwar unter anderem kein Normaler Cookie mehr benutzt sondern der Flash-Cookie!
    Was ist aber mit den Leuten, die kein Flash Installiert haben?
    Ich denke das die Wahrscheinlichkeit größer ist als das Leute im IE die oben beschriebene Option aktivieren oder?

    Solch eine Funktion gibt es bei dem Safari Browser vom Mac bereits.

  2. Das wird ein Problem für fast jeden, der eine Website betreibt. Bzw. eher für den Nutzer. Ich erlaube in der Regel nie Cookies und viele Seiten sind dann schlicht nicht benutzbar. Außerdem bieten Cookies Komfort. Sowas wie Twitter dürfte ohne Cookie kaum Spaß machen.

  3. Ich habe mir gerade den Technikwuerze Podcast angehört und dort wird eine Whitelist vorgeschlagen, für Seiten die “harmlose” Cookies setzen. Das finde ich eine tolle Idee, allerdings muss MS davon erst mal überzeugt werden, was wohl nur funktioniert, wenn die großen Netzwerke gemeinsam diese Möglichkeit bei Microsoft einfordern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass MS wirklich was dagegen haben kann, denn letzten Endes schneiden die sich damit ja auch ins eigene Fleisch: denn wozu hat Microsoft Millionen in Gatineau und andere Tools und Webseiten investiert um sie dann durch so eine Funktion unbrauchbar zu manchen?!
    Noch ist ja Zeit bis zum endgültigen Release, also abwarten und Tee trinken oder besser: Protestbriefe schreiben!!!

  4. Naja, seien wir mal ehrlich: Bei vielen Aff-Programmen kann man aufgrund der kurzen Cookielaufzeit eh auf diesen verzichten. Gerade im Reisebereich gibt es allerhand Programme, die nur Cookies mit 3 oder 7 Tage Gültigkeit setzen. Das macht auch keinen Spaß mehr.

    Wenn man dann wie ich verstärkt auf Google Adsense setzt (auf die Werbeflächen, auf denen früher die o.g. Aff-Prog. waren – mit nun recht guten eCPM’s), schreibt man auch noch im Impressum, dass Adsense Cookies setzt und wie man diese ausschaltet. Tut man das nicht, wird man abgemahnt. Ist doch eine Crux, oder?

    Ich finde, da ist schon längst eine neue Technik überflüssig. Einige Netzwerke setzen ja schon Kombis ein, doch Sessions sind ja auch nicht optimale Lösung. Bin gespannt, wie nun die Aff-Netzwerke auf den IE 8 reagieren.

  5. 1. Es surfen ja nun nicht alle ständig im Privacy-Modus rum. Die Funktion muss man manuell für eine Session einstellen, was vielleicht 5% der Leute tun.

    2. Soweit ich mich entsinne, sind Cookies für die jeweilige Privacy-Session gültig. Wer also direkt einen Lead/Sale generiert, kann also noch zugeordnet werden. Später halt nicht mehr. Aber gerade bei den bekannten Programmen ist eine Cookie-Lifetime von zig Wochen eh utopisch. In der Zeit kann auch ohne Privacy-Modus viel passiern.