Neue OVK-Reports vom BVDW

Die Mitglieder des Online-Vermarkterkreises (OVK) des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlichten vor wenigen Tagen eine spannende Trendstudie zum Thema Akzeptanz im Internet sowie einen interessanten Report hinsichtlich des aktuellen Werbewachstums in Deutschland.

Beide Themen zeigen nennenswerte Zahlen auf, welche insbesondere auch für das Affiliate-Marketing von hoher Relevanz sind.

Eine Zusammenfassung:

Am 20.04.2022 veröffentlichte der BVDW seinen Online-Report 2022/01, welcher ein weiterhin hohes Wachstum der Online-Werbebranche bestätigt.

Digitale Endgeräte verbreiten sich weiterhin stark und auch die kontinuierliche Digitalisierung ist in einer Prognose erkennbar.

Allein das Segment der Display-Werbung konnte im Jahr 2021 ein Wachstum von 24,7 % erreichen. Für das Jahr 2022 wird ein Wachstum in Höhe von 11,8 % prognostiziert.

Auch das Thema Programmatic Advertising wurde unter die Lupe genommen. So werden in 2022 voraussichtlich über 4 Milliarden Euro Umsatz durch programmatisch ausgespielte Werbung erwirtschaftet. Im Jahre 2021 lag der Anteil an Programmatic bei 70 %. Für das aktuelle Jahr wird ein Anteil in Höhe von 71 % vorausgesagt. Eine Stabilisierung des Anteils für 2022 sollte entsprechend sicher sein.

Bewegtbildwerbung wird auch im Jahr 2022 weiter von Relevanz sein. In 2021 lag der Anteil dieser Werbeform bei 34 %. 2022 wird dieser Anteil voraussichtlich auf 37 % steigen.

Übersicht Displaywerbung nach Branchen:

Diese entsprechenden Wachstumszahlen werden unter anderem auch durch die weiterhin starke Verbreitung digitaler Endgeräte unterstützt. Von 2020 auf 2021 konnte ein knapp 10 %-iges Wachstum hinsichtlich vorhandener Digitalgeräte (PC, Laptop und/oder Tablet) erreicht werden. Die digitale Transformation erreicht somit nun auch die Bürger.

Der OVK-Report beinhaltet zudem noch eine Studie zum Thema Paid Content – Spoiler: Redaktionelle Inhalte werden von jedem fünften Nutzer bezahlt!

Insbesondere große Verlage, Affiliates und Redakationen setzen immer mehr auf die „PUR-Abo“ Methodik. E-Paper oder E-Magazine werden am häufigsten kostenpflichtig abonniert. Knapp dahinter liegen aber auch Nachrichtenportale oder generelle Onlineservices.

Kostenfreie Inhalte werden aber weiterhin vom Großteil der Nutzer verlangt und erwartet. Generell liegt das Verhältnis zwischen Nutzer kostenpflichtiger Inhalte und Nutzer kostenfreier Inhalte bei 1:4.

Werbeakzeptanz im Internet – eine weitere OVK-Trendstudie

Kontextuale Werbung erfreut sich einer hohen Akzeptanz – aber personalisierte Werbung wird stärker beachtet.

71 % der befragten Trendstudien-Teilnehmer gaben an, dass ihnen bewusst ist, dass Werbung für entsprechende Publisher ein unverzichtbares Finanzierungsmittel ist. Jedoch finden mehr als 50 % der Befragten, dass Onlinewerbung allgemein störend ist. Eine ansprechende Gestaltung der entsprechenden Werbemittel wird von 67 % als prägnanter wahrgenommen. Grundsätzlich zeigt sich zudem, dass insbesondere die Zielgruppe der Digital Natives (16 – 29 Jahre) offener mit digitalen Werbeformen umgehen.

Auch die Unterscheidung von kontextuellen Ads zur personalisierten Werbung wurde betrachtet.

„Nutzer gehen davon aus, dass Werbung und Webseiteninhalte aufeinander abgestimmt sind. Sie sehen die Werbung als wertvolle Ergänzung. Passt die Werbung nicht zu den Inhalten der Seite, ist dies irritierend“, erklärt Timo Lütten (Ad Alliance/RTL Data), Leiter der OVK-Unit Umfeldqualität und Werbewirkung im BVDW. Die Wahrnehmung der User an dieser Stelle zeigt jedoch etwas anderes, denn fast 2/3 dieser empfindet auf einen selber angepasste Werbung als besorgniserregend. Eine offensichtliche Markierung von Werbeinhalten ist für über 70 % der User extrem wichtig. Insbesondere die Zielgruppe mit einem Alter von über 50 Jahren ist hier sehr empfindlich.

Ebenfalls betrachtet wurden Einflüsse auf das Image von Marken/Firmen in Zusammenhang mit den entsprechenden Werbepartnern. Mehr als 50 % der Studienteilnehmer gaben ab, dass entsprechende Transfereffekte von Publishern zu Advertisern erkennbar sind. Insbesondere die bereits genannten Digital Natives erkennen entsprechende Effekte im eigenen Umfeld. Was jedoch weiterhin zu beachten ist, ist das dieser Effekt auch in die falsche Richtung gehen kann. Über 80 % der Befragten gaben an, dass das Ansehen eines Angebots sinken kann, wenn dieses durch unseriöse Werbung vermarktet wird.

Daniel Kocher
Daniel Kocher ist Teamleiter Affiliate Marketing bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH. Der Diplom Kommunikationswirt ist seit 2010 im Affiliate-Marketing tätig und hat mehrere Jahre Erfahrung innerhalb von Netzwerken und auf Affiliate-Seite vorzuweisen. Heute betreut er Kunden der xpose360 GmbH aus verschiedenen Sektoren und tritt regelmäßig als Speaker auf Events wie der Affiliate Conference auf.
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