Sonntag, 28. Mai 2017

affilinet zum Thema Postview

In der aktuellen IWB steht ein Gastkommentar von Christoph Röck, dem Geschäftsführer des Affiliate Netzwerkes affilinet, zum Thema Postview.

Hier die wichtigsten Aussagen zu dem sehr guten Beitrag:

Kritik an der Postview-Methode

Es gab einiges an Kritik an Postview in den letzten Monaten. Der Hauptpunkt war, dass die Postview-Methode Abverkäufe messe, die auch ohne den zugrunde gelegten Werbemittelkontakt stattgefunden hätte und somit Budgets falsch allokiert werden.

Man kann allerdings feststellen, dass genau dies ein Effekt ist, der nicht nur innerhalb der Onlinemarketing-Kanäle stattfinden kann, sondern auch allgemein im Zusammenspiel mit Offlinemarketing-Maßnahmen. Deswegen sei es unverständlich warum diese Bedenken von den Kritikern in einem Atemzug mit Affiliate Marketing genannt werden. Schließlich besteht, wenn Performance technisch ermittelt wird, immer die Möglichkeit eines rein zufälligen Abverkaufs, mit dem der Werbemittelkontakt nichts zu tun hatte.

Des Weiteren muss man auch bedenken, dass die Affiliates im Postview-Verfahren meistens ja auch nur für die ersten 48 Stunden nach dem Werbemittelkontakt eine Provision erhalten (Anmerkung von mir).

Die Vorteile des Postview

Der Vorteil der Postview-Messung liegt darin, dass reichweitenstarke Werbeflächen auf Basis performancebasierter Abrechnung genutzt werden können, die sonst nur über TKP-Buchungen zu erreichen sind. Postview schlägt also die Brücke zwischen klassischer TKP-Mediabuchung und rein abverkaufsorientiertem Affiliate-Marketing.

eCPM vs. TKP

Die Werbetreibenden sollten neben dem reinen Transaktionserfolg weitere Parameter berücksichtigen, um den Marketingerfolg genau zu messen:

Wie viele unique User werden mit den Werbemedien erziehlt, deren Abverkauf über Postview gemessen wird und welchen eCPM (effektive Kosten pro Tausend) zahlt man im Vergleich zum klassischen Onlinemediaeinkauf (TKP).

Wird Postview auf den richtigen Umfeldern und den passenden Seiten eingesetzt? Wie sichtbar und intensiv ist das Werbemittel für den Nutzer?

Transparenz

Die Affiliate Netzwerke sollten noch mehr Transparenz schaffen hinsichtlich welche Publisher innerhalb des Netzwerkes auf Postview-Basis arbeiten dürfen. Hier kann der Advertiser dann selbst entscheiden, mit welchen Partnern genau er zusammenarbeiten möchte.

Möglich ist auch eine Analyse der „Late Conversion“ um aufzuzeigen, wann nach dem Setzen des Cookies wie viele Transaktionen stattgefunden haben.

Gängige Praxis ist auch die gesonderte Kennzeichnung von Postview-Cookies in den Netzwerkstatistiken.

Fazit

Postview ist also nicht per se „böse“, sondern kann für Marketingverantwortliche eine echte Chance sein, ihre Budgets optimal zu verteilen. Voraussetzung dafür ist allerdings die Zusammenarbeit mit technisch kompetenten und transparent arbeitenden Dienstleistern (wie z.B. explido WebMarketing – Anmerkung von mir 🙂

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

Ein Kommentar

  1. Hallo Markus,
    leider ist hinter deinem Link der Gastkommentar auf IWB nicht zu finden, was allerdings weniger mit deinem Link zu tun hat, als dass die IWB leider keine vollständigen Permalinks für die Beiträge vergibt. Schade eigentlich, denn ich lese und verlinke auch sehr gerne auf bestimmte Artikel.

    Die Diskussion um PVT ist im vollen Gange, denn was ist gut, was ist schlecht und wo verschwimmen die Grenzen zwischen sauberem Tracking und Betrug?

    Denn die Frage die bei richtigem PVT ist: Wird einfach nur eine High Traffic Landingpage aufgerufen, der dadurch für einen Forced Click sorgt, der zwar zum Teil als PV-Cookie ausgegeben wird, aber trotzdem die Wertigkeit und die Lebensdauer eines Clickcookies hat?
    Oder ist wirklich die Umgebung für ein echtes PVT gegeben, wobei beide Cookies sauber voneinander getrennt werden?

    Die PVT-Anbieter, die dies wirklich gewährleisten können, werden in naher Zukunft sicher sein können, die Gunst und das vertrauen der Kunden und auch der Publisher gewinnen zu können.

    Viele Grüße

    Tibor