Freitag, 26. Mai 2017

Facebook – ein Karrierekiller?

Es gibt eine neue sehr interessante Studie zum Thema Facebook von Schwartz Public Relations, die man bei http://www.ibusiness.de/ nachlesen kann und die nachdenklich macht. Es ist bekannt, das Facebook der größte Datensammler im Netz ist, aber wie es scheint, kann Facebook auch ein Killer für die Karriere sein. In diesem Zusammenhang ist allerdings nicht das Netzwerk schuld, sondern die Unbesonnenheit der Nutzer. Wer zu viel oder auch das Falsche von sich preisgibt, der landet schnell auf der Abschussliste und kann eine Karriere in der Führungsetage unter Umständen komplett vergessen. Viele sind naiv und meinen, dass sich die Firmen und Unternehmen wie in früheren Zeiten nur alleine auf das Bewerbungsschreiben verlassen, aber das ist ein großer Irrtum. Auch die Unternehmen haben das Potenzial der sozialen Netzwerke wie Facebook erkannt und nutzen es nicht nur um Geschäfte zu machen, sie suchen dort auch gezielt nach Mitarbeitern. Oder besser gesagt, sie suchen nicht nur, sie versuchen mehr über einen Kandidaten oder Bewerber herauszufinden und wo geht das besser als in einem Netzwerk wie Facebook, das für viele zu einer Art Bühne der Selbstdarstellung gehört.

Bei der Suche nach geeignetem Personal gehen viele Unternehmen allerdings weniger zu Facebook, sondern vertrauen mehr auf LinkedIn, einem Netzwerk mit 150 Millionen Mitgliedern, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Plattform für alle zu bieten, die in den Führungsetagen der großen Unternehmen Karriere machen wollen, aber auch für Unternehmen, die nach geeigneten Kräften suchen. Rund 74% der Unternehmen sind bei LinkedIn aktiv, aber nur 64% bei Facebook. 67% versuchen ihr Glück übrigens bei Twitter und 56% klicken zu Youtube. Was bei Facebook gesucht wird, ist etwas anderes. 40% der für die Studie befragten Unternehmen gab an, dass sie, nachdem sie eine Bewerbung bekommen haben, erst mal einen Blick in dessen Facebook Profil werfen, bevor sie sich entscheiden. Jeder fünfte Bewerber wird abgelehnt, weil sein Profil im größten sozialen Netzwerk nicht mit dem übereinstimmt, was das Unternehmen sich von einem Bewerber für den Posten vorgestellt hat. Für die Unternehmen und Firmen ist das ein vollkommen normales Vorgehen, denn sie sind der Ansicht, dass jeder, der im 21. Jahrhundert lebt und in einem sozialen Netzwerk aktiv ist, auch wissen muss, dass das, was er dort tut, digitale Spuren hinterlässt, die nicht mehr auszulöschen sind.

Es ist für jeden, der Karriere machen will, also immer eine sehr gute Empfehlung, sich nicht dazu hinreißen zu lassen, ein Bild von sich halb nackt mit einem Cocktail in der Hand und bester Laune bei Facebook zu posten, denn es kann immer sein, dass vielleicht der zukünftige Arbeitgeber auf das Profil klickt, seine Schlüsse zieht und dann eine Absage erteilt. Aber nicht nur Bilder können zu einem Karrierekiller bei Facebook werden, auch das, was man sagt, ist wichtig, und deshalb ist es besser, einige Dinge ganz einfach für sich zu behalten und nicht mit Freunden bei Facebook zu teilen.

Bildquelle: © Benjamin Thorn / Pixelio.de

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