Mittwoch, 18. Januar 2017

Google stellt Affiliate Network ein

Google hat soeben in seinem Unternehmensblog angekündigt, dass sie das Google Affiliate Network einstellen werden.

Die Aussage hierzu von Google, übersetzt ins Deutsche:

Unser Ziel mit Google Affiliate Network war es, Werbetreibende und Publisher über Affiliate-Marketing zusammenzubringen. Das Cost-per-Action (CPA)-Modell hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, und wir haben viel in CPA-Tools wie Product Listings Ads, Remarketing- und Conversion Optimizer investiert. Wir überprüfen regelmäßig unsere Produkte, um dadurch sicherzustellen, welche unserer Produkte den größten Nutzen für unsere Advertiser und Publisher haben.

Aus diesem Grund haben nun die schwere Entscheidung getroffen, Google Affiliate Network einzustellen und uns auf unsere anderen Produkte zu fokusieren, welche gute Ergebnisse für unsere Kunden erziehlen.

Wir werden unsere Kunden auch weiterhin beraten, bis wir Google Affiliate Network in den nächsten Monaten eingestellt haben. Es gibt aber auch noch andere Produkte, die Ihnen helfen können, Ihre Strategie umzusetzen. Affiliate Publisher können weiterhin Geld mit Google Adsense verdienen über das AdSense Netzwerk. Und Werbetreibende können auch unsere anderen CPA-Tools nutzen, wie Google Product Listing Ads, Remarketing und Conversion Optimizeer um damit ihre Online-Sales und die Conversion zu verbessern. Diese Bereiche wachsen derzeit auch sehr schnell und wir investieren dort gerade sehr stark.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung unserer Affiliate Produkte und wir freuen uns, dass wir Ihnen auch weiterhin helfen können, Ihr Geschäft in Zukunft auszubauen.

Ich muss sagen, dass mich diese Information doch mehr als überrascht hat, da ich in den vergangenen Jahren eigentlich immer sehr gute Gespräche mit Google Affiliate Network geführt hatte und der Meinung war, dass sie wirklich ein gutes und innovatives Netzwerk aufgebaut haben.

Zudem gehört Google Affiliate Network zu den größten Affiliate-Netzwerken in den USA!

Doch welche Auswirkung und v.a. welche wirklichen Gründe hat dies nun für das Affiliate-Marketing?

Sind das evtl. die Folgen der Markt-Stagnation? Befürchtet Google, dass das Geschäftsmodell Affiliate-Marketing aufgrund neuer Cookie-Richtlinien und Datenschutz-Änderungen gefährdet ist?

Es kann hier lediglich spekuliert werden und der Markt bleibt sicherlich weiter spannend?

Wie ist Eure Meinung dazu?

google-network

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

5 Kommentare

  1. Das wird vermutlich keinen großen Einfluss haben. Zumindest nicht für den deutschen Markt. Zanox und Affili.net dominieren hier (leider) die Szene, haben die meisten Publisher/Programmbetreiber. Deshalb ist der Einfluss hier nicht so stark.

    Ich würde mir wünschen, das sich die Marktteilnehmer hier ein Beispiel an Google nehmen und endlich für gute Analysemöglichkeiten in den Neztwerken sorgen. Was Affili.net und Zanox da im Angebot haben, reicht, wenn sich Liesschen Müller mal einen Bericht ziehen will. Aber wenn man wirklich wissen will, welcher Affiliate, welchen Traffic/Umsatz/Leads mit welchem Werbemittel verursacht hat und das noch auf Monatsbasis des vergangenen Jahres, dann Gute Nacht Marie…

  2. Hi,
    mich wundert der Schritt nicht wirklich. Auf der einen Seite kannst du nicht als google sagen Made for Adsense- und Affiliate- Seiten sind böse und werden aus dem Index verbannt und dann ein Netzwerk anbieten welches diese Seiten wiederum benötigt. Das beißt sich schon irgendwie 😉

    Als spürbar in DE habe ich das ganze zu keiner Zeit empfunden. Ich bin auch mal grundsätzlich abgeneigt auf einer „grenzwertigen“ Seite einen Dienst einzubinden der direkt meine Conversion an „Mutti“ (google) weitergibt damit die mich dann deswegen aus dem Index kicken.

    Grüße
    Dirk

  3. Ich denke auch, dass sich das mit anderen Google-Grundsätzen gebissen hat. Ich denke, dass vielleicht auch darunter das Google-Shopping gelitten hat, bzw. es zu Problemen gekommen sein könnte, da die Produkt-Feeds dann sicherlich mehrfach in Google-Shopping gelistet worden sind, außerdem wird DC (Duplicate Content) auch eine große Rolle gespielt haben.

    VG
    Chris