Freitag, 28. Juli 2017

Ist billig wirklich billig?

Eine neue Studie des deutschen Instituts für Service-Qualität, die man jetzt bei http://www.internetworld.de nachlesen kann, wollte wissen, ob die vielen Preisvergleichsportale auch wirklich immer den besten und preiswertesten Anbieter aufspüren, oder ob man sich eher nicht auf die Angaben bei Geizkragen, Idealo und Co. verlassen kann. Das Ergebnis dieser Studie ist verblüffend, aber leider auch ernüchternd, denn nicht immer finden die Preissucher auch wirklich das beste Angebot.

Wer im Zeitalter des Internets einen neuen Fernseher oder eine Waschmaschine braucht, der muss nicht mehr von einem Geschäft ins nächste laufen oder stundenlang Prospekte vergleichen, wo es den Fernseher oder die Waschmaschine besonders preiswert gibt, es reicht, den Computer anzuschalten und ins Netz zu gehen. Dort gibt es nämlich sogenannte Preisvergleichsportale, bei denen man auf einen Blick sehen kann, welcher Händler welches Gerät zum günstigsten Preis anbietet. Das macht es natürlich sehr einfach das beste Angebot zu bekommen, sollte man meinen. Laut Studie sieht das in der Realität aber leider ein wenig anders aus, denn nicht immer finden diese Preisportale auch tatsächlich das beste Angebot.

Idealo.de, Geizkragen.de oder auch Billiger.de sind die Portale, die am meisten angeklickt werden, wenn es um die Suche nach dem besten und günstigsten Anbieter geht. Auf diesen Seiten wird das Internet immer wieder durchstöbert, um auch kein preiswertes Angebot zu verpassen, aber nicht immer kann man sich auf die Angaben, die auf diesen Seiten gemacht werden, auch wirklich verlassen. Für die Studie wurden zehn der man meisten genutzten Preissuchportale genauer untersucht und dabei stellte sich heraus, dass kein einziges dieser Portale bei Testanfragen auch wirklich das preiswerteste Angebot gefunden hat. Nur magere zwei der insgesamt zehn Vergleichsportale kann nach der Studie ein „Gut“ verbuchen, die anderen schnitten mit „Befriedigend“ oder sogar nur mit einem „Ausreichend“ ab. Die Studie untersuchte die Seiten unter anderem auf ihre Benutzerfreundlichkeit und auch auf ihren Inhalt sowie den Aufbau der Seite. Im Vordergrund stand aber die Funktion, das jeweils günstigste Angebot zu finden. Dabei stellte sich dann heraus, dass viele der gezeigten Angebote mitnichten die günstigsten sind, aber das ist noch nicht alles, denn auch die Informationen bei einigen Portalen waren mangelhaft und die Nutzung ließ zu wünschen übrig. Bei nur vier von zehn Produkten war auch eine App verfügbar und ein mobiler Preisvergleich fiel damit aus.

Aber es gab auch einen Sieger und der hieß in diesem Fall Billiger.de. Auf dem zweiten Platz konnte sich nach der Studie Idealo.de behaupten und auf dem Bronzerang landete Geizkragen.de. Ganz unten in der Liste der getesteten Preisportale landete Dooyoo.de auf dem achten Rang, Neunter wurde Ciao.de und das Schlusslicht auf dem zehnten Platz wurde Preisvergleich.de. Es ist immer empfehlenswert mehrere Preisportale zu besuchen, wenn man auf der Suche nach einem wirklich günstigen Angebot ist. Wer sich auf nur ein einziges Portal verlässt, der muss unter Umständen einen höheren Preis bezahlen.

Bildquelle: © RainerSturm / Pixelio.de

Über Nadine