Mittwoch, 18. Januar 2017

Kaufst Du noch oder shoppst Du schon?

Eine interessante Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach, die man bei http://www.internetworld.de nachlesen kann, hat sich mit dem Thema einkaufen im stationären Geschäft und dem Shoppen im Internet beschäftigt und gefragt, warum immer mehr Menschen lieber im Netz kaufen und weshalb es die Einzelhändler der heutigen Zeit so schwer haben zu überleben. Die Mehrheit der Internetnutzer, die unter 30 Jahre alt sind, shoppt bereits im Internet und rund 20% bezeichnen sich selbst als „begeisterte Shopper“. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Entwicklung in der Zukunft des sogenannten E-Commerce. Zu diesem begeisterten Shoppern gesellt sich jetzt aber eine neue Gruppe, und zwar die der Intensiv Shopper.

Ein Einkauf im Internet verzeichnet rasante Zuwächse und es kommt zu einem immer größeren Unterschied zwischen den sporadischen und den intensiven Käufern. In einem Zeitraum von nur elf Jahren stieg der Anteil der Menschen in Deutschland, die Online shoppen und zwischen 14 und 64 Jahre alt sind, von 25% auf satte 74% an. Auch wenn die ältere Generation nach wie vor gerne stationär einkauft, die jungen Leute haben das Online Shoppen für sich entdeckt. Diese Entwicklung stellt für den stationären Handel eine mehr als große Herausforderung dar. Was hingegen die Geschäfte vor Ort den Onlineshops entgegensetzen können, ist sehr wenig.

Der Preiskampf und der Wettbewerbsdruck sind im stationären Handel weitaus größer als im Internethandel und das trifft besonders auf die kleinen Geschäfte in ländlichen Regionen zu. Aber auch die Geschäfte in den Innenstädten der großen deutschen Städte haben zu kämpfen. Die Immobilienpreise und auch die Ladenmieten sind in den letzten Jahren stark angestiegen und auch die Bindung an den Kunden lässt deutlich nach. Wer heute auf dem Land wohnt und vielleicht nicht so mobil ist, der kann sich mit einem Mausklick alles nach Hause liefern lassen, und sucht nicht mehr nach einer Möglichkeit in die Stadt zu kommen, um dort einzukaufen. Das Parken in den Innenstädten hat sich mehr und mehr verteuert, und durch die gestiegenen Mieten werden viele Dinge in den Geschäften zu deutlich teureren Preisen angeboten, als das in einem Internetshop der Fall ist.

53% der Händler in den Großstädten hat heute zu kämpfen, um über die Runden zu kommen. In den mittelgroßen Städten sind es 64%, und in den kleinen Städten fürchten 60% der Einzelhändler um ihre Existenz. Für die Geschäfte in ländlichen Regionen sieht es noch schlechter aus, denn hier sind 62% von sinkenden Einnahmen betroffen. Die einzigen Geschäfte, die auf dem Land noch existieren können, verkaufen Lebensmittel. Bekleidung, Schuhe oder sonstige Dinge, die man zum Leben braucht, wird man in Kleinstädten und auf dem Land kaum noch finden.

Der Trend zum Shoppen im Internet steigt weiter an und diesen Trend werden die Einzelhandelsgeschäfte in den Innenstädten so schnell nicht stoppen können.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de

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