Sonntag, 28. Mai 2017

Mehr Geld zum Einkaufen?

Die aktuelle GfK-Konsumklimastudie für Deutschland, die jetzt bei internetworld.de veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Deutschen mit steigendem Einkommen auch mehr Lust haben Geld auszugeben, und sie wollen sehr gerne im Internet shoppen. Die Finanzmärkte sind ruhig, aus Griechenland kommen auch keine alarmierenden Nachrichten mehr und das alles sorgt für ein zaghaftes Aufatmen der Verbraucher. Auch wenn die Ruhe vielleicht nur trügerisch ist, viele Deutsche lassen sich verführen und geben wieder mehr Geld für schöne und nützliche Dinge aus. Gab es 2012 noch Einbußen, so legt die Konjunktur im ersten Monat des neuen Jahres wieder etwas zu.  Ein Plus von 6,6 % stimmt zuversichtlich, denn so wurden die Verluste, die es zum Jahresende 2012 noch gab, wieder ausgeglichen. Die Deutschen rechnen damit, im neuen Jahr auch wieder mehr zu verdienen und dieses Geld wollen sie gerne ausgeben. Besonders werthaltige Güter sind gefragt, das schnelle Shopping ist weniger im Trend, das, was gekauft wird, soll eine Weile halten. Das Konsumklima wird nach Aussage von Experten deutlich besser werden, als das noch im letzten Drittel des vergangenen Jahres der Fall war.

Wenn die Experten recht behalten, dann stützt die vermehrte Kaufbereitschaft der Menschen die Konjunktur und die Zahlen vom Arbeitsmarkt tun das Übrige dazu. Wenn die Zahl der Beschäftigten steigt, dann steigt automatisch auch das reale Einkommen, das wiederum führt dazu, dass die Menschen mehr Geld ausgeben, die deutsche Wirtschaft damit stützen und das ist ein bewährtes Mittel gegen eine drohende Rezession. Aber leider ist es nicht ganz so einfach, denn es gibt zwei Faktoren, die für ein weiteres Wachstum der Konjunktur sehr wichtig sind. Zum einen ist es von großer Bedeutung, dass die Zahlen auf dem Arbeitsmarkt stabil bleiben und danach sieht es zumindest im Moment nicht aus, wenn man den aktuellen Zahlen aus Nürnberg glauben darf. Der zweite Faktor ist vielleicht noch entscheidender, denn in den Ländern des Euroraums muss die Schuldenkrise aus den Schlagzeilen, sie muss zumindest nach außen hin ihre Dramatik verlieren. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass sich die Zahlen der realen privaten Ausgaben im letzten Jahr um 0,8 % erhöht haben, und damit haben sich die Schätzungen und Prognosen bestätigt. Ob es auch im neuen Jahr so bleibt, ist fraglich, denn es ist noch zu früh, um genauere Prognosen stellen zu können.

Die Lust sich etwas zu kaufen, ist deutlich gestiegen, lag sie im Dezember 2012 noch bei 20,1 % so stieg sie im ersten Monat des neuen Jahres auf 35,3 % an. Wesentlich höher war sie aber im Januar 2012, denn vor einem Jahr waren es noch 41,8 %. Weniger dramatisch sind die Zahlen, wenn es um das Konsumklima geht. Im Januar 2012 und auch 2013 waren es 5,7 Punkte, im Dezember, auch bedingt durch das stärkere Weihnachtsgeschäft, waren es 5,8 Punkte und damit nur unwesentlich höher. Gestiegen ist die Einkommenserwartung, die Ende 2012 noch bei 21,2 % lag und im Januar 2013 auf 36,0 % anzog.

Bildquelle: © Markus Wegner / Pixelio.de

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