Dienstag, 28. März 2017

Produktdaten im Affiliate-Marketing

Was bringen eigentlich Produktdaten im Affiliate-Marketing? Das fragen sich immer wieder unwissende Publisher und Programmbetreiber.

Ich möchte deswegen einen kleinen Beitrag zum Thema „Produktdaten“ schreiben, was sie bringen und wie man sie verwenden kann.

Bei fast allen Affiliate-Netzwerken kann man als Merchant (Programmbetreiber) seine Produktdaten integrieren und diese den Publishern (Werbepartnern) zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung stellen.

Unter Produktdaten versteht man eine Datei, welche Produkte eines Onlineshops beinhalten, sprich jeweils eine Zeile mit dem Produktnamen, der Artikelnummern, einer ausführlichen Produktbeschreibung, dem Preis, einer Bild-URL (damit wird das Produktbild auf der Website des Partners angezeigt), einem Deeplink, mit der man direkt zum jeweiligen Produkt gelangt und was auch immer wichtiger wird, den Versandkosten, denn es ist mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben, dass man bei der Bewerbung von Produkten auch die Höhe der Versandkosten mit angibt (oder zumindest einen Link zu den AGBs).

Die Produktdaten können als csv- oder txt-Datei erstellt werden und sollten als Trennung der verschiedenen Spalten ein bestimmtes Trennzeichen haben, wie z.B. ein Komma, einen Tabstop oder ein Semikolon.

Den Link, wo die Produktdaten gespeichert sind, kann man dann als Programmbetreiber den Affiliate-Netzwerken mitteilen und diese stellen die Datei dann den Publisher zum Download zur Verfügung. Dabei wird meistens der vorhandene Deeplink von den Affiliate-Netzwerken umgewandelt und durch den Trackinglink ersetzt, damit die Bestellungen auch von den Netzwerken erfasst werden und den Publishern die Provisionen für die Sales/Leads zugeordnet werden können.

Die Produktdaten sollten dann in regelmäßigen Abständen auf dem Server aktualisiert werden, damit Produkt- und Preisänderungen jederzeit aktuell sind.

Doch was können die Publisher mit den Produktdaten machen?

Zum einen gibt es Publisher mit sog. Preisvergleichs-Seiten (bekannte Preisvergleiche sind billiger.de oder preisvergleich.de). Diese integrieren die Produktdaten in Ihre Datenbank und die Kunden können dann bestimmte Produkte im Preis vergleichen und erhalten dann auch die Produkte des Programmbetreibers angezeigt.

Sog. SEOs (also Suchmaschinenoptimierer) können sich anhand der Produktdaten eigene Shoppingseiten erstellen. Mit einem Skript lassen sich für jedes Produkt in den Produktdaten eine eigene Produktseite erstellen. Der Vorteil: der Publisher bewirbt das Produkt des Merchants nicht nur mit 1 Banner, sondern er kann z.B. für jedes einzelne Produkt eine Seite erstellen. Wenn Sie also z.B. einen Onlineshop mit 3.000 Artikel haben, kann der SEO 3.000 verschiedene Seiten erstellen um damit Ihre Produkte zu bewerben. D.h. wiederrum, dass er dadurch z.B. über die Suchmaschinen wesentlich mehr Traffic generieren kann und die Chance damit eine Bestellung für den Programmbetreiber zu generieren um ein tausendfaches höher ist, als mit nur 1 Seite.

Was tun, wenn man als Publisher keine großen Programmkenntnisse hat um einen Preisvergleich oder Shopping-Seiten zu erstellen?

Zum einen gibt es fertige Skriptlösungen. So bietet z.B. manji.net ein Skript an, mit dem man ohne Programmierkenntnisse und ohne Datenbank CSV-Produktdaten des Affiliate-Netzwerkes ZANOX auf seiner eigenen Homepage anzeigen kann. Eine weitere Möglichkeit ist der Affilinator. Der Affilinator ist ein im Grunde voll automatisches PHP Skript zur Darstellung aller bei Affilinet verfügbaren Produktdaten der verschiedenen Partnerprogramme.

Sie sehen als der Einsatz von Produktdaten ist ein sehr effektives Werbemittel im Affiliate-Marketing und sollte auf jedenfall benutzt werden, v.a. wenn man einen Onlineshop bewirbt.

 

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

3 Kommentare

  1. Soweit so gut. Soweit so einfach. Nun heißt das ganze „Produkt“daten – was macht ein Anbieter von klassischen Dienstleistungen? Auch einfach, möchte man meinen…
    Man stelle sich folgendes Szenario vor:
    > Preise sind Yield-gesteuert & können sich stündlich ändern
    > Preise hängen von zahlreichen weiteren Faktoren ab
    (z.B. Reise: Zielort, Abfahrt- und Ankunftsdatum,…)
    Fazit: in einer Produktliste muss ich dem Kunden nun gewisse Parameter suggerieren um einen Preis darstellen zu können. Ist das Kundenorientierung?
    Einen „ab“-Preis lassen viele Produktlisten nicht zu. Ergebnis ist also eine Produktliste, mit der viele Affiliates gar nicht mehr umgehen können. Letztenendes möchte man sie doch unterstützen die Produkte eines Merchants zu vermarkten. In solchen Fällen ist eine XML-Schnittstelle m.E. die bessere Lösung.
    … oder hat jemand von Euch einen besseren Weg gefunden für solche Fälle?

  2. Habe mal einige Fragen zu Affili!

    Welche Möglichkeiten gibt es das man seine Besucherzahlen trastisch nach oben treibt,gibt es legale Tricks ??
    (Seotools,Eintrageservice alles schon ausprobiert).

    Das Affilimatch wurde für die Klickrate ganz schön zusammengeschrumpft. von 0,15 auf 0,06€ Warum ???

    Vielleicht kann mir ja Infos mit einem Kommentat geben.

    Danke für die Unterstützung.
    Gruss Hans

    Websitenbesuch ist erwünscht !!!