Sonntag, 20. August 2017
Recap affilinet NEURAUM

Recap affilinet NEURAUM

Am 19. Juli 2017 fand im Zillertalstudio in München erneut der affilinet NEURAUM Event statt, der dieses Mal ganz im Zeichen des Influencer Marketings stand und zum einen News und Infos zu diesem Thema als auch vor allem Publisher aus diesem Bereich vorstellte.
Yannick Möller von affilinet hat sich dieses Thema auf die Fahne geschrieben und moderierte durch den Tag, der außerhalb der Vorträge auch wieder ausreichend Zeit zum Netzwerken gab.

Global Savings Group: Influencer Marketing Kampagnen

Worin liegt der Unterschied zwischen Wallmart und Harrods? Mit dieser Frage begannen Jürgen Burghart und Jakob Feigel von der Global Savings Group ihren Vortrag und schufen so eine perfekte Metapher, die den Spagat zwischen Low- und Premiumsegment im Marketing beschreibt.
Ein neuer, jedoch oftmals noch vernachlässigter Kanal sei das Influencer Marketing.

„ 60% der Teen Subscriber behaupten, ein Youtuber habe ihr Leben verändert“

Daraufhin wurde die Frage geklärt, warum Influencer Marketing einen immer größeren Stellenwert erlangt. Die aktuelle Problematik in Bezug auf AdBlocker werde sich in den nächsten Jahren noch verschlimmern. Viele Entwickler bieten diesbezüglich vorinstallierte Anwendungen an.
Die Vorteile von Influencer Marketings seien jedoch offensichtlich und klar messbar. So investiere man langfristig in guten Content, welcher zielgruppenspezifisch genutzt werden kann.

Jedoch gibt es beim Influencer Marketing auch Dinge zu beachten, damit dieses langfristig und vor allem nachhaltig funktioniert:

  • Nicht nur auf Zahlen achten, Influencer Marketing ist ein Geben und Nehmen
  • Man muss den Influencer authentisch sein lassen
  • Der Kampagne einen klaren Kontext verleihen
  • Ausreichend Zeit investieren und den geeigneten Partner finden

Abschließend wurden noch die drei verschiedenen Ausrichtungsarten erläutert. So gibt es zum einen die langfristig angelegten Branding Kampagnen, Kampagnen zum Pushen eines bestimmten Produkts  oder Seasonal  Sales. Diese dienen zum Pushen von bereits bestehenden Kampagnen.

Combyne: Das neue Einkaufsverhalten

Wie führt man die Kaufentscheidung im Frühstadium der Customer Journey herbei? Diese Frage diskutierte Dr. Philipp Seybold, einer der Geschäftsführer von Combyne. Über die App Combyne können Nutzer Outfits mit Artikeln aus Shops und ihren eigenen Klamotten kombinieren und die Kombinationen z. B. über Social Media Kanäle verschicken.

Im Vordergrund des Vortrags stand jedoch wie angesprochen ein anderes Thema.
Dr. Philipp Seybold sprach von einem neuen Einkaufsverhalten, bei dem der Zeitraum bis zum Kauf sich von 30 Sekunden auf 1 Woche verlängert hat. Dies kommt unter anderem durch das vermehrte Wechseln der Channels zustande: man kann nicht mehr sicher sagen, auf welchem Kanal der Kunde kauft. Daher ist es nun umso wichtiger, dass Advertiser Kaufentscheidungen am Anfang triggern, damit der Kunde überhaupt kauft – denn laut Dr. Philipp Seybold wird eine Kaufentscheidung zu 80 % am Anfang der Customer Journey getroffen. Alle weiteren Kontakte sind eher „Rückversicherungsverhalten“.

Und nun die wichtige Frage: wie kann ich die Kaufentscheidung triggern?

  1. Contacts
  2. Action
  3. Convenience

Der wichtigste Punkt dieser drei Steps ist laut Dr. Philipp Seybold Action. Action ist als Gegenteil von reiner Rezeption zu sehen. Denn indem ich Nutzer dazu bringe, sich aktiv mit einem Produkt zu beschäftigen, erhöhe ich die Kaufwahrscheinlichkeit.

ShopTheWall: Kampagnensteuerung von Stars und Influencern per Foto

Shop the Wall  wurde von Andreas Perschk vorgestellt und soll das Suchen von Produkten im Internet und die damit verbundene Customer Journey revolutionieren. Influencer können hiermit ohne Agentur steuern, mit welchen Produkten ihre Bilder verbunden und promoted werden.

So gibt es zum einen ein Browserplugin, den sogenannten Walletbutton.
Nach dessen Installation erscheint in sämtlichen Bildern innerhalb des Browsers das ShopTheWall Logo. Dieses fungiert als ein Button. Bei einem Klick auf den Button erhält man dann eine Auswahl der Produkte, welche auf diesem Bild zu sehen sind.

Wenn man das Plugin jedoch nicht installieren will, kann man ebenfalls den angebotenen Chat-Bot des Facebook Messangers verwenden. Hierzu muss man lediglich ein Bild an den Image Bot senden und man erhält binnen weniger Sekunden zusammenhängende Produktvorschläge. Dies funktioniert sowohl mit Gesichtern, als auch mit Einrichtungsgegenständen, Kleidung und Accessoires.

Lookfamed: Wie nutze ich Influencer Marketing für mein Unternehmen

Anton Ha stellte sehr anschaulich an einem Beispiel vor, wie mit Lookfamed eine Influencer Kampagne mit Hunkemöller durchgeführt wurde.
Bei einer Influencer Kampagne sollten vier Schritte berücksichtigt werden:

  1. Konzeption
  2. Matching (den richtigen Influencer finden)
  3. Umsetzung
  4. Reporting

Für die Umsetzung der Kampagne mit Hunkemöller wurden Influencer mit einer Anzahl von 50.000 bis 100.000 Followern gesucht (bei Lookfamed als Micro-Influencer bezeichnet). Des Weiteren wurde vereinbart, dass jeder teilnehmende Influencer einen 100 € Wertgutschein des Shops erhält und für Sales auf CPO-Basis vergütet wird. Vom Wertgutschein durften sich die Influencer Bademode kaufen und sollten davon in passender Umgebung ein Foto auf Instagram posten. Um die Sales anzukurbeln, wurden jeweils individuelle Rabattgutscheine zur Verfügung gestellt.

Sehr spannend war, dass Anton Ha alle Zahlen der Kampagne offenlegte und zeigte, wie viele Klicks, Sales und Umsatz über jede der 10 Influencer generiert wurden. Hier zeigte er auch gleich Verbesserungspotenziale auf: der Großteil der Sales kam über zwei bis drei Influencer zustande. Ideal wäre es natürlich gewesen, wenn alle zehn Influencer so erfolgreich gewesen wären.

Um solche Influencer vorab zu filtern und die besten auszuwählen, können Instagram Accounts mithilfe von InfluencerDB analysiert werden. Zum Beispiel kann der zeitliche Verlauf der Entwicklung der Follower-Anzahl einen Aufschluss darüber geben, ob Follower gekauft sein könnten.

Abschließend fasste Anton Ha noch einmal die Learnings zusammen.

  • Der richtige Influencer ist ausschlaggeben für den Erfolg
  • Sales über Micro-Influencer sind möglich
  • Der Koordinationsaufwand sollte nicht unterschätzt werden
  • Für große Brands können Low Budget Kampagnen umgesetzt werden
  • Im Affiliate Marketing bieten sich Kampagnen mit Micro-Influencern an.

Influencer mit affilinet

Der Anteil an Mobile-Traffic steigt stetig. Mit diesem Statement leitete Marius Wolf den letzten Vortrag ein. So bietet affilinet nun schon seit einem längeren Zeitraum das „Top Mobile Advertiser Flag“ an. Dies ist eine Auszeichnung für Advertiser, die den vom Netzwerk vorgegebenen Anforderungen im Mobile Bereich erfüllen.

Im Anschluss daran wurde nochmals exemplarisch eine Influencer Kampagne vorgestellt. Als Grundlage dienten hierzu lediglich Produktsponsorings des Advertisers. Diese wurden dann von einer kleinen Gruppe Influencer promotet und die damit entstandenen Sales analysiert.

Affilinet selbst bietet innerhalb des Netzwerks bereits viele Möglichkeiten um eine solche Kampagne zu starten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Event ein voller Erfolg war. Neben den sehr informativen Vorträgen bestand der Tag aus tollen Unterhaltungen in einer super Location. Wir bedanken uns vielmals bei affilinet für die gelungene Veranstaltung!

Über Kevin Aust

Kevin Aust studierte in Augsburg Interaktive Medien und ist seit Februar 2017 als Affiliate Manager bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 mit Sitz in Augsburg tätig.

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