Sonntag, 19. November 2017

Recap zanox Expert Day TIMES & Finance

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Am Donnerstag, den 05.11., lud zanox zum expert Day TIMES & Finance im Haus Ungarn in Berlin ein – einem Treffen von Advertisern, Publishern und Agenturen aus den Bereichen Telco, Internet, Software, Banking und Insurance.

Eingeleitet wurde der Konferenztag durch die Begrüßung von Martin Riess (Country Manager DACH, zanox AG) mit der Programm- und Sponsorenvorstellung.

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Conversion Optimierung

Den Start der Vortragsreihe machte Torsten Hubert (Mitglied der Geschäftsleitung, Web Arts AG)  mit dem Thema „Konversionoptimierung & Konversionkiller“. Der wichtigste Faktor in der Conversion Optimierung ist seiner Meinung nach, die Business Ziele mit den Nutzer Zielen in Einklang zu bringen. Bei der Conversion Optimierung kommt es vor allem auf die Emotionalität an und darauf zu verstehen, dass User keine Zeit haben, sich durch unübersichtliche Seiten zu forsten.

Unternehmen müssen weg von der Projektdenke hin zu einer Innovationsdenke kommen. Bedeutet, auch kleine Schritte haben einen Einfluss auf die Conversion und es muss nicht immer sofort der Shop-Relaunch sein, mit dem sich viele Unternehmen gleich überfordern.
Zudem ist Conversionoptimierung mehr als A/B-Testing. Das bedeutet, es geht um den Aufbau von langfristigen Innovationsprozessen und nicht nur um die kurze Steigerung des Abverkaufs. Im Endeffekt bringt es einem Unternehmen nichts, wenn es zwar die Sales im 1. Schritt steigert, aber die Retourenquote dadurch erhöht. Das heißt, es muss der komplette Prozess betrachtet werden und nicht nur der schnelle Abverkauf.

Wichtig ist es als Unternehmen beim Kunden ein Alleinstellungsmerkmal aufzubauen, sodass dieser auch mehrmals in einem Shop einkauft und nicht beim nächsten Mal zur Konkurrenz geht.

Holakratie als innovatives Organisations-Design

Jacqueline Koeppen (Sales and Business Development Director, ad4mat) stellt in Ihrem Vortrag Holakratie als Unternehmensführungsstil, bei dem gemeinsam und selbstführend gearbeitet wird, vor.

Die Keyfacts dieses Systems zusammengefasst: IMG_2714

  • Flexible Organisationsstruktur mit klaren Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Neues Meeting Format: Ausrichtung auf Action und minimale Analyse
  • Mehr Autonomie für Teams und Mitarbeiter: Mitarbeiter können ihre Themen selbst lösen, Bürokratie wird abgeschafft
  • Einzigartige Prozesse zur Entscheidungsfindung, um die Organisationsstruktur kontinuierlich weiterzuentwickeln

Die Ergebnisse daraus sind kürzere Meetings, mehr Eigenverantwortung und Verantwortungsgefühl sowie Transparenz im Unternehmen und daraus resultierend mehr Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Herausforderungen bei Einführung eines solchen Systems sind die strategische Neuausrichtung der gesamten Unternehmung, das vorausgesetzte Umdenken bzw. Ego-Überwinden einiger Mitarbeiter, da Führungspositionen aufgehoben werden und dass auch einige von ihnen diesen Prozess nicht mitgehen werden. Die Implementierung eines solchen Systems dauert in der Regel 6-12 Monate.
Namhafte Unternehmen, die diesen Unternehmensstil schon leben, sind WordPress, adidas, Twitter, zappos.com uvw.

Advanced Store sieht sich dieses Betriebssystem wie auch weitere aktuell genauer an. Wie und welches implementiert wird, ist aktuell noch unklar. Wir sind also gespannt, was Jaqueline nächstes Jahr zu berichten hat.

SMART HOME – heute und in 2020

In der Sponsoren-Vorstellung der Telekom Deutschland GmbH präsentierte Matthias Mieves die Zukunft von SMART HOME. Heute ist es bereits möglich, viele Steuerungen zu Hause über das Smartphone vorzunehmen, wie z.B. die Regulierung von Licht oder Heizung. Auch gibt es beispielweise bereits jetzt in Autos integrierte Bewegungsmelder, sodass sich das Garagentor bei Nähern des PKWs automatisch öffnet. Die Telekom arbeitet dazu bereits mit namhaften Partnern wie Philipps, Osram und BMW zusammen und es werden zukünftig noch viele weitere hinzukommen.
SMART HOME wird sich in einem solchen Maße weiterentwickeln, dass es zukünftig sogar möglich sein wird, Produkte, die im Kühlschrank ausgehen, über sogenannte Erkennungssensoren nachzubestellen. Auch werden Türen anhand von automatischer Stimmenerkennung für Gäste geöffnet werden können. Im Bereich Sicherheit sind weitere Entwicklungen in Planung, sodass Gefahren wie z.B. auslaufendem Wasser in der Wohnung oder Rauch-Entwicklung automatisch erkannt werden und der Sicherheitsdienst, der über Sensoren angeschlossen ist, informiert wird.

Rechtliche Fallstricke im Internet

Fabian Reinholz und Dr. Martin Schirmbacher (Partner – HÄRTING Rechtsanwälte) gingen in ihrem Vortrag auf wichtige zu beachtende Punkte bei Werbung im Internet ein. Was ist beispielsweise bei der Markennutzung im Geschäftsverkehr und beim Umgang mit Youtube Videos und Bildern zu berücksichtigen? Auch wurden aktuelle Umsetzungsbeispiele der EU Datenschutzrichtlinie gezeigt. Aktuell genügt es in Deutschland noch aus über die Cookie-Verwendung zu informieren. Aber es ist ein Thema, das weiterhin spannend bleibt, da im nächsten Jahr die Umsetzung in den EU Mitgliedsstaaten vereinheitlicht werden soll.

Vorstellung von Preis24

Die Sponsorenvorstellung von Preis24 übernahm der Geschäftsführer und Gründer des Portals, Tim Heidfeld, persönlich. Er erzählte dabei spontan die Erfolgsgeschichte von Preis24. Einer der wichtigsten Erfolge ist der Faktor 6 – den er erreicht hat. Heute macht er im Vergleich zum Start der Seite sechs mal mehr Bestellungen aus dem gleichen Traffic, welcher sich aber natürlich vervielfacht hat. Im Anschluss stand er für Fragen Rede und Antwort. Aufgrund seines doch eigenen Vortragsstils war es wohl der meist diskutierte Vortrag des Tages. Ich würde behaupten: Ziel erreicht 😉

Board Connect – Mobile Marketing in the Air

Dieter Schneider von Lufthansa Systems stellte in seinem Vortrag ein System für mobiles Shoppen in der Luft vor. So werden zukünftig die Flotten der Lufthansa mit einem System ausgestattet werden, über das bequem in der Luft eingekauft werden kann.

Die Zukunft des Cross Device Marketings – Chancen & Risiken

IMG_2718Dr. Ralf Belusa (Senior Director Technology Cooperations – zanox AG) ging in seinem Vortrag auf zukünftige Trackingtechnologien ein. Aktuelle Lösungsansätze wie z.B. das Fingerprinting decken nur eine gewisse Reichweite ab und hier wird sich noch Einiges weiterentwickeln müssen.
Seiner Einschätzung nach wird es vermutlich über kurz oder lang darauf hinauslaufen, dass für ein wirkungsvolles Tracking über alle Geräte hinweg die großen Player wie Google oder Facebook eine wichtige Rolle spielen werden.

Im Anschluss an die Konferenz gab es einen gemeinsamen Bustransfer zur Abendlocation THE Pearl. Dort gab es ein leckeres Flying Buffet bei entspannter Lounge Musik und zur späteren Stunde war der Club geöffnet, um den Abend bei guter Musik ausklingen zu lassen.

Vielen Dank an der Stelle noch einmal an zanox für die Einladung – es war wirklich ein sehr gelungenes und top organisiertes Event – wir sind im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei.

 

Über Romy Habelt

Romy Habelt ist Senior Affiliate-Manager bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Die Dialog- und Onlinemarketing-Fachwirtin (BAW) ist für den Ausbau der Branchen-Verticals zuständig. Seit 2009 ist Romy Habelt im Online Marketing aktiv und trat zudem schon als Speakerin auf Konferenzen wie der Affiliate Conference auf.