Das Geschäftsjahr 2025 markiert für Tradedoubler einen wichtigen Meilenstein. In einem Marktumfeld, das von Budgetkürzungen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt war, konnte das Unternehmen nicht nur wachsen, sondern vor allem seine Profitabilität deutlich verbessern. Besonders bemerkenswert: Die operative Stärke nahm spürbar zu – und das bei gleichzeitigem Ausbau internationaler Aktivitäten sowie einer klaren KI-Strategie.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum 2025 für Tradedoubler mehr war als nur ein solides Geschäftsjahr.
Solides Umsatzwachstum trotz Gegenwind
Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 erzielte Tradedoubler einen Gesamtumsatz von 2.222 Mio. SEK. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Bruttogewinn stieg währungsbereinigt um 11 Prozent auf 493 Mio. SEK, während die bereinigte EBITDA-Kennzahl um 23 Prozent auf 112 Mio. SEK zulegte. Besonders relevant: Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 21 auf 23 Prozent.
Diese Entwicklung zeigt, dass Tradedoubler nicht primär auf aggressives Umsatzwachstum setzt, sondern auf operative Disziplin und Margenstärke. Angesichts sinkender Marketingbudgets im Markt ist das ein deutliches Signal für strukturelle Stabilität.
Auch die Liquidität entwickelte sich positiv: Der operative Cashflow stieg auf 122 Mio. SEK, die Netto-Cash-Position lag zum Jahresende bei 94 Mio. SEK. Damit verfügt das Unternehmen über finanziellen Spielraum für weitere Investitionen.

Starkes viertes Quartal als Rückenwind für 2026
Das vierte Quartal 2025 bestätigte den positiven Trend. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 7 Prozent auf 633 Mio. SEK, der Bruttogewinn legte um 8 Prozent zu. Die bereinigte EBITDA erreichte 42 Mio. SEK.
Zwar wurde das berichtete Ergebnis durch Sondereffekte – insbesondere durch die Neubewertung der erfolgsabhängigen Kaufpreisbestandteile der KAHA-Übernahme – belastet. Operativ zeigte sich das Geschäft jedoch robust.
Gerade im Performance-Marketing, wo Q4 traditionell durch Black Friday und Weihnachtsgeschäft dominiert wird, gelten stabile Margen als wichtiger Indikator für Wettbewerbsfähigkeit und effiziente Strukturen.
Partner Marketing: Stabilisierung in schwierigem Umfeld
Im klassischen Partner-Marketing-Segment war 2025 von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Sinkende Marketingbudgets sowie der Rückzug einzelner größerer Kunden wirkten bremsend.
Dennoch konnte Tradedoubler seine Marktposition stärken und mehrere internationale Marken gewinnen, darunter Warner Bros., Hackett und Saily. Diese Neuzugänge unterstreichen die Attraktivität des Netzwerks in verschiedenen europäischen Märkten.
Das Management verfolgt im Partner Marketing einen klaren Kurs: selektive Kostenstruktur, diszipliniertes Risikomanagement und Fokus auf margenstarke Geschäftsbereiche. Wachstum bleibt Ziel – allerdings kontrolliert und nachhaltig.
Metapic entwickelt sich zum Wachstumsmotor
Während das klassische Partner Marketing mit Gegenwind konfrontiert war, entwickelte sich Metapic äußerst dynamisch. Das Ordervolumen stieg marktübergreifend um mehr als 50 Prozent. Besonders stark war das Wachstum in Frankreich, wo sich das Ordervolumen nahezu verdreifachte.
Zusätzlich expandierte die Plattform nach Dänemark, Belgien und Portugal. Gleichzeitig diversifizierte Metapic sein Geschäftsmodell über die traditionellen Influencer-Verticals Fashion und Beauty hinaus – unter anderem in die Bereiche Finance und Apps.
Diese Entwicklung spiegelt einen übergeordneten Markttrend wider: Influencer Marketing zählt weiterhin zu den am schnellsten wachsenden Segmenten im digitalen Marketing. Marken setzen zunehmend auf performancebasierte Creator-Partnerschaften, die messbare Ergebnisse liefern.
Für Tradedoubler positioniert sich Metapic damit klar als skalierbare europäische Wachstumsplattform.
Internationalisierung und strategische Neuausrichtung
Strategisch setzte Tradedoubler 2025 auf internationale Expansion. Mit der stärkeren Präsenz in New York rückt das Unternehmen näher an US-amerikanische Advertiser heran. Auch Mexiko wurde als neuer Markt erschlossen.
Parallel dazu wurde die technologische Basis weiter ausgebaut. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – insbesondere in Produktentwicklung – beliefen sich auf 32 Mio. SEK im Gesamtjahr.
Die strategische Stoßrichtung ist klar: ein zunehmend automatisiertes, skalierbares und international ausgerichtetes Performance-Marketing-Ökosystem.
Künstliche Intelligenz als struktureller Hebel
Ein zentrales Thema 2025 war die tiefere Integration von Künstlicher Intelligenz. Dabei verfolgt Tradedoubler keinen oberflächlichen Feature-Ansatz, sondern integriert KI direkt in Infrastruktur und interne Prozesse.
Ziel ist es, Effizienz und Skalierbarkeit zu erhöhen, ohne dass die Kosten proportional mitwachsen. Gleichzeitig betont das Unternehmen die Bedeutung seines über Jahre aufgebauten Netzwerks aus Advertisern und Publishern – ein Wettbewerbsvorteil, der sich nicht automatisieren lässt.
Die Kombination aus Technologie, Daten und gewachsenen Geschäftsbeziehungen soll die Margenresilienz langfristig sichern.
Langfristige Ziele bleiben ambitioniert
Die langfristigen finanziellen Zielgrößen lauten:
- 10 Prozent Umsatzwachstum
- 25 Prozent EBITDA-Marge
Mit einer EBITDA-Marge von 23 Prozent ist das Unternehmen diesem Ziel bereits deutlich näher gekommen. Auch wenn die Vorgaben 2025 noch nicht vollständig erreicht wurden, zeigt die Entwicklung eine klare Richtung.
Fazit: Stabiler Kurs mit wachsender Profitabilität
Tradedoubler beendet das Geschäftsjahr 2025 mit soliden Wachstumsraten, verbesserter Profitabilität und einer starken Bilanz. Besonders hervorzuheben ist die operative Disziplin, die sich in steigenden Margen und verbessertem Cashflow widerspiegelt.
Während das klassische Partner Marketing stabilisiert wurde, entwickelt sich Metapic zunehmend zum Wachstumsmotor. Ergänzt durch internationale Expansion und eine konsequente KI-Strategie geht das Unternehmen mit klarem strategischem Fokus in das Jahr 2026.
In einem Markt, der sich rasant verändert, setzt Tradedoubler damit auf nachhaltige Skalierung statt kurzfristiger Effekte – ein Ansatz, der im Performance-Marketing langfristig entscheidend sein dürfte.

