Sonntag, 19. November 2017

Google veröffentlicht neues Werbetool

459894_web_R_K_B_by_Marko Greitschus_pixelio.deGoogle+ stellt für Unternehmen in Zukunft das neue Tool +Post Ads zur Verfügung. Dafür bedarf es allerdings mehr als 1.000 Abonnenten im Google Netzwerk. Ist diese Voraussetzung erfüllt, eröffnen die +Post Ads Werbekunden neue Möglichkeiten, wie etwa das automatische Bewerben von Hangouts und Beiträgen. Weiterhin sind Unternehmen und Marken mit dem neuen Tool in der Lage, die Umwandlung ihrer Google+-Inhalte in Display-Anzeigen vorzunehmen. Diese wiederum werden dann auf über zwei Millionen Seiten des Display-Netzwerks von Google veröffentlicht. Für die Verwandlung braucht es den Nachweis von zielgruppenrelevanten Inhalten sowie die Aktivierung der Einstellung „Geteilte Empfehlungen“ für die Seite bei Google+. Der genaue Inhalt der Anzeigen ist unerheblich, sofern ein Bezug zur Zielgruppe herstellbar ist. Einfache Status-Updates sind ebenso erlaubt wie Werbebotschaften, die mittels Videos, Fotos oder Hangouts vermittelt werden sollen.

Eine Neuerung bei den Hangouts ist die nunmehr durchführbare Kommunikation. Zum Beispiel können Rückmeldungen zu Einladungen per Hangout gegeben werden. Außerdem steht dem Nutzer der Zeitpunkt des Abrufs frei. Er kann einer Live-Übertragung in Echtzeit beiwohnen oder das Hangout zu einem späteren Zeitpunkt abrufen.

Das Hauptaugenmerk des Werbeformats +Post Ads liegt auf der besonderen Markenfreundlichkeit. Die +Post Ads wurden bereits seit einiger Zeit getestet. Ab jetzt sind sie verfügbar und als Programmerweiterung von Google für Werbekunden erhältlich. Die +Post Ads sind nicht die einzigen neuen Features, die Google künftig für Werbungtreibende bereitstellt. Zeitgleich mit ihnen bringt das Unternehmen zwei weitere Hilfsmittel zur Kreierung von Anzeigen heraus. Mit der automatischen Bewerbung von Beiträgen wird für Advertiser die Anzeige der aktuellsten Beiträge auf Google+ ein leichtes Unterfangen. Der Vorteil dabei: Eine Zahlung für die Werbung wird nur fällig, wenn eine Nutzerinteraktion mit dem Inhalt erfolgt. Gut für Werbungtreibende, bei denen Kosteneffizienz immer ein wichtiges Kriterium ist.

Der Internetriese Google hat kürzlich ebenfalls seine aktuellen Quartalszahlen vorgelegt. Zwar konnten sowohl Umsatz als auch Gewinn gesteigert werden, aber das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ergab sich ein Plus von 19 Prozent. Der Umsatz für das erste Quartal 2014 lag demzufolge bei 15,4 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn konnte um drei Prozent auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar gesteigert werden.

Die voranschreitende Verbreitung von mobilen Endgeräten erweist sich für Google als problematisch. In dem Segment sind geringere Preise für Werbeanzeigen üblich, da sie in der Regel auf kleineren Bildschirmen angezeigt werden und die Verbindungen häufig langsamer als bei PCs sind. Abgerechnet wird pro Anzeigenklick. Hier gingen die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent zurück. Dennoch bleibt man bei Google optimistisch. Mit Produktverbesserungen und Optimierung vor allem im mobilen Bereich will das Unternehmen weiter auf Erfolgskurs bleiben. Der mobile Einkauf soll dabei eine große Rolle spielen. Diesen will Google wesentlich vereinfachen. Auch war eine Anhebung des Anzeigenpreises im Gespräch. Über einen Zeitpunkt der Einführung äußerte man sich bisher aber nicht.

Fakt ist, dass das Geschäft mit der Online-Werbung weiterhin boomt. Mit einem Blick auf das erste Quartal 2013 konnte Google seine bezahlten Klicks im ersten Quartal 2014 um 26 Prozent in die Höhe treiben. Mit einem Umsatz von 10,5 Milliarden US-Dollar machten die Anzeigen auf den eigenen Seiten einen Anteil von 68 Prozent am Gesamtumsatz auf.

Bildquelle: © Marko Greitschus / Pixelio.de

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