Abmahnwelle gegen Fake-Test Affiliate-Seiten

Vor einigen Tagen wurde eine große Abmahnwelle gegen sog. „Fake-Test-Seiten“ ins Rollen gebracht. Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBZ) und der Stiftung Warentest versenden massiv kostenpflichtige Abmahnungen gegen Webseiten-Betreiber und Affiliates die mit gefakten oder mangelhaften Testberichten auf ihren Seiten werben.

Einen ausführlichen Bericht über die Abmahnwelle gibt es auf „Welt Online“.

Bisher wurden bereits einige bekannte Webseiten abgemahnt und auch einige Affiliate-Webseiten mit Testberichten stehen im Visier der Abmahnjäger. Im Prinzip geht es dabei immer um Webseiten, die auf ihren Seiten bestimmte Produkte vergleichen und dabei z.B. „Testsieger“ ermitteln und kommunizieren. Auch Webseiten die in der Domain „Warentest“ oder „Testsieger-XX“ haben, wurden abgemahnt.

Um nun als Affiliate zu überprüfen, ob man auch Gefahr läuft kostenpflichtig abgemahnt zu werden, sollte man folgende Punkte überprüfen:

  • Man sollte nur über Produkte auf der Webseite als „Testsieger“ oder „Test“ berichten, die man auch wirklich real in den Händen gehalten hat
  • Man sollte darauf achten, dass „Testsieger“ oder „Test“ nicht im Domainnamen vorkommt
  • Man sollte keinen irreführenden Eindruck hinterlassen als hätte man die Produkte doch getestet, wenn das real nicht der Fall war

Die große Frage für die Affiliate-Branche ist nun natürlich, wie gerechtfertigt sind diese Abmahnungen?

Einmal unabhängig davon, von welcher Richtung die Abmahnwelle angestoßen wurde, sollte man vielleicht auch einmal betrachten, dass generell Webseiten, die dem User Produkttests vorgaukeln, die der Webseitenbetreiber selbst gar nicht durchgeführt hat, eine Irreführung der User darstellt. Daher können die Abmahnungen v.a. gegen unseriöse Webseiten absolut nachvollzogen werden, v.a. wenn z.B. bei den Produkttests auch gar keine eigenen Bewertungen oder Erfahrungswerte herangezogen werden, sondern fremde Bewertungen verwendet werden.

Des Weiteren führen ja solche „Manipulationsversuche“ der User auch dazu, dass die Affiliate-Branche ansich in ein schlechtes Licht gerückt wird, daher führt eine Abstrafung solcher Seiten auch eher zu einer weiteren Professionalisierung der Branche.

Wie ist Eure Meinung hierzu? Diskutiert gerne mit über die Kommentare!

 

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Markus Kellermannhttps://www.affiliateblog.de
Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate Conference, dem Affiliate Innovation Day und der Influencer Conference drei der bedeutendsten Online-Marketing-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.
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