Affiliate Marketing auf Instagram und Twitch – wie man Gen Z für sich gewinnt

In Zeiten der Globalisierung und der Digitalisierung ist es für Unternehmen ein leichtes geworden, ihre Marke in der Öffentlichkeit zu platzieren. Durch Social-Media-Plattformen, Blogs oder die eigene Website ist es möglich, Kunden und potenziellen Kunden zu jeder Zeit zur Verfügung zu stehen.

Diese Leichtigkeit erhöht den Wettbewerbsdruck und Unternehmen müssen sich neue und kreative Wege ausdenken, um aus der breiten Masse herauszustechen. Hier haben sich vor allem Social Media Plattformen wie Instagram oder Streaming Anbieter wie Twitch als effektive Werbeplattformen etabliert. Das soziale Leben verschiebt sich – auch vorangetrieben durch die aktuelle Pandemie mehr und mehr in die Onlinewelt. Für Unternehmen kann es so zum leichten werden, Kunden in ihrer Komfortzone anzusprechen und sie so zum Kauf ihrer Produkte zu animieren.

Instagram bietet seinen Nutzern die Möglichkeit Content mit seinen Followern in Form von Bildern und Videos zu teilen. Diese können dann noch mit einem Text und Hashtags versehen werden, um die Reichweite zu erhöhen. Außerdem gibt es die Funktion, Verlinkungen zu platzieren, um die Follower direkt auf eine Website weiterzuleiten. Das Netzwerk hat mittlerweile 1,074 Milliarden aktive Nutzer, wovon 27,8 Millionen aus Deutschland kommen. Somit nutzen allein in Deutschland fast 1/3 der Bevölkerung aktiv Instagram.

Twitch ist die führende Plattform im Bereich Gaming-Streaming. Streamer übertragen live, wie sie Videospiele spielen. Die Nutzer können kostenlos diese Streams verfolgen und mit den Gamern über Chats in Kontakt treten. Weltweit hat Twitch über 140 Millionen monatlich aktive User. Die in Deutschland erfolgreichsten Streamer sind MontanaBlack mit 4,3 Millionen Followern, Trymacs mit 2,8 Millionen Followern und TheRealKnossi mit 1,8 Millionen Followern. Der weltweit größte Streamer ist Ninja mit 17,1 Millionen Followern.

Laut Statista nutzen rund 90,2 Prozent der Befragten der Generation Z (14-24 Jahre) im Jahr 2020 mehrmals in der Woche die sozialen Medien, wie zum Beispiel Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp. In der Generationen Y waren es derweil rund 83 Prozent. Von den 40- bis 54-Jährigen (Generation X) nutzten rund 69,1 Prozent Social Media mehrmals wöchentlich.

Nun stellt sich die Frage, wie Unternehmen diese Reichweite auf den beiden Plattformen zu ihrem Vorteil nutzen können. Hier kommt das Affiliate Marketing ins Spiel.

Firmen können durch Publisher oder auch Affiliates – in diesem Fall Instagram-User und Twitch-Streamer – Werbung platzieren. Dies kann zum Beispiel in Form von Verlinkungen (Tags) oder exklusive Gutscheincodes erfolgen. Ein konkretes Beispiel wäre der Instagram-Influencer der ein Produkt über seine Instagram-Story bewirbt und im Anschluss seinen Followern einen Gutscheincode anbietet, bei dem man 10 % Rabatt auf den Einkauf erhält. Anhand von Tracking wird erkannt, dass der Kunde über den Influencer im Shop eingekauft hat und der Publisher erhält eine Provision für die erfolgreiche Vermittlung des Kunden an das Unternehmen. Somit profitiert das Unternehmen in Form von generiertem Umsatz und der Influencer in Form von Entlohnung durch die Vermittlung von Kunden.

Wichtig hierbei zu beachten ist, dass Publisher genau ausgesucht werden. Am besten sucht man sich Affiliates, die Content passend zum Produkt bieten. Für den Hersteller von Sportartikeln, zum Beispiel Fußballtrikots bieten sich Twitch-Streamer an, die vorwiegend das Spiel FIFA übertragen. Die Follower sind in der Regel Fußball begeistert und im besten Fall selbst aktive Fußballer. Durch die Platzierung von Werbung über den Streamer können die potenziellen Kunden so direkt in ihrer Freizeit angesprochen werden. Statistiken belegen, dass Nutzer am besten zum Kauf animiert werden, wenn sie Freizeit haben und ihre Hobbys ausüben. Hier bemerken die Menschen oftmals gar nicht, dass sie gerade zum Geld ausgeben animiert werden, beziehungsweise ist die Bereitschaft der Leute Geld auszugeben tendenziell höher als üblich.

Abschließend muss aber auch angemerkt werden, dass sich nicht für jedes Unternehmen Affiliate Marketing lohnt. Zum einen haben Instagram-Influencer und Twitch-Streamer mit einer hohen Reichweite in der Regel auch hohe Ansprüche, was die Provision beziehungsweise Entlohnung angeht. Zum anderen können Streamer und Instagram Nutzer mit einer nur geringen Reichweite üblicherweise auch nur kleinere Anzahlen an Sales liefern. Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen muss genau berechnet werden, denn nur so kann eine Partnerschaft mit einem Publisher auf Dauer effektiv sein.

Michael Dorsch
Michael Dorsch arbeitet seit 2021 bei der Digital-Marketing-Agentur xpose360 im Bereich Affiliate Marketing. Durch sein Sportmanagement Studium konnte er bereits erste Erfahrungen im Marketing sammeln und wendet diese nun bei der xpose360 erfolgreich in der Praxis an.
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